Drucker Ludwig

Ludwig Drucker

*23.1.1906 in Burg, Magdeburg; ✡ 13.4.1985 in Haifa

Staatsangehörigkeit staatenlos

Religion jüdisch

Vater Mordechai Markus Drucker; ✡ ?

Mutter Berta; ✡ ?

Geschwister ?

Beruf Musiker; Hausgehilfe

Adressen Burg, Magdeburg; Essen; Hamburg; Gut Winkel, Spreenhagen; Berlin, Hermsdorf, Elsestraße 38

Heirat Gertrud Schneider *1.12.1909 in Coblenz, Kolberg

Kinder

Judith Drucker *6.10.1939 in Berlin

Hanan Drucker *22.12.1939 in Haifa

Naomi Drucker *6.4.1942 in Haifa

Weiterer Lebensweg

Gut Winkel

2.5.1938 Ludwig Drucker als Mitglied des Hechaluz zur Hachschara in Gut Winkel, Spreenhagen

Gut Winkel bestand als Lehrgut Schocken ab 1933 in Trägerschaft der zionistischen Jugendbünde; Lagerleiter war Martin Gerson vom Januar 1933 bis zwangsweisen Aufgabe von Gut Winkel am 19. Juni 1941; Hauswirtschaftsleiterin war seine Frau Bertel.

1938 wird die Zahl der Belegplätze mit 120 angegeben.

30.6.1938 Gertrud Drucker als Hausangestellte in Gut Winkel

30.6.1938 Ludwig Drucker als Praktikant in Gut Winkel

Im Novemberpogrom 1938 wurde Gut Winkel nicht überfallen.

19. Juni 1941 Auflösung Gut Winkel wird vom Hachschara- zum Arbeitseinsatzlager

5.7.1941 behördliche Anordnung zur Auflösung der Hachschara-Lager; Umbenennung der noch bestehenden in „Jüdisches Arbeitseinsatzlager“

1.9.1938 Wechsel von Gut Winkel in das Landschulheim Caputh als Hausgehilfe

1.12.1938 Ludwig Drucker mit Frau Gertrud und Tochter von Caputh nach Berlin Leibniz Straße 69

25.7.1939 Einreise von Ludwig, Gertrud und Judith Drucker in Haifa mit Arbeiterzertifikaten des Hechaluz der Kategorie C/LS

5.9.1944 Einbürgerung der Familie Drucker in Palästina

Gedenken

Quellen

https://victims.auschwitz.org/victims

Staatsarchiv Israel, Israel, Einwanderungslisten

Deutsche Minderheiten-Volkszählung 1939

https://www.mappingthelives.org

Genealogie Webseite My Heritage

https://collections.yadvashem.org/en/documents/3655863

https://yvng.yadvashem.org/index.html?language=de

Peter W. Lande,  Jewish „Training“ Centers in Germany, Manuskript von 1978 im Bestand des Centers for Jewish History

https://digipres.cjh.org/delivery/DeliveryManagerServlet?dps_pid=FL4311316

Veröffentlicht von Franz-Josef Wittstamm

Geboren 31. Mai 1951 in Recklinghausen Gymnasium Petrinum 1961 bis Abitur1970 Studium der Humanmedizin in Bochum Approbation 1981 Promotion1982 Facharzt für Innere Medizin, Kardiologie, Intensivmedizin Im Ruhestand seit 2016

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