Demant Klaus

Klaus Demant

*22.3.1920 in Königsberg; ✡ 4.4.1945 im KL Buchenwald

Staatsangehörigkeit polnisch;staatenlos

Religion jüdisch

Vater Arthur Demant *8.11.1889 in Popelken; ✡ in Riga vor 1945

Mutter Rosa Neumark *27..9.1893 in Tilsit Rganit; ✡ in Riga vor 1945

Julius Demant *2.5.1884 in Mehlaucken (Liebenfelde)/Labiau/Ostpreußen; ✡25.3.1944 Theresienstadt-

Geschwister

Hans Demant *3.1.1929; ✡ vor 1944 in Riga

Beruf  Landarbeiter

Adressen Königsberg, Hoffmannstraße 12; Gut Winkel, Spreenhagen;

Heirat

Kinder

Weiterer Lebensweg

Minderheiten-Volkszählung

17.5.1939 Klaus Demant mit beiden Eltern und Bruder Hans in Königsberg

Gut Winkel

Sommer 1939 Klaus Demant zur Hachschara in Gut Winkel, Spreenhagen

Gut Winkel bestand als Lehrgut Schocken ab 1933 in Trägerschaft der zionistischen Jugendbünde; Lagerleiter war Martin Gerson vom Januar 1933 bis zwangsweisen Aufgabe von Gut Winkel am 19. Juni 1941; Hauswirtschaftsleiterin war seine Frau Bertel.

September 1939 Klaus Demant in den Namenlisten verschiedener Gemeinden im Landkreis Beeskow-Storkow

Königsberger-Riga Transport

1.9.1942 der Königsberger-Riga Transport mit 163 Juden, davon 48 aus Königsberg wurde an den 19. Berliner Osttransport angehängt.

3.9.1942 Ankunft von Klaus Demant mit den Eltern und Bruder Hans in Riga-Skirotawa; bis auf 80 Männer wurden alle in den Hochwald von Bikernieki geführt und durch Massenerschießung ermordet

RIGA- KAISERWALD -STUTTHOF- BUCHENWALD

21.6.1943 Befehl des Reichsführers SS Heinrich Himmler, alle jüdischen Ghettos im Reichskommissariat Ostland, Estland, Lettland, Litauen und Teile Weißrusslands, aufzulösen und die Juden zu Arbeitseinsätzen heranzuziehen.

1943 Klaus Demant im Ghetto Krankenhaus mit Pleuritis exsudativa und Pleuradrainage

Juli bis 2. November 1943 schrittweise Auflösung des Ghettos; Einrichtung des Konzentrationslagers Riga-Kaiserwald und verschiedener Betriebslager mit lokaler Kasernierung; Kommandant des KL Kaiserwald Sturmbannführer Albert Sauer

3. November 1943 Auflösung des Ghetto Riga

November 1943 im Armeebekleidungsamt ABA 701 in Mühlgraben, Kasernierung

Sommer 1944 Auflösung des KL Kaiserwald, Riga

Juli – September 1944 Transporte der Arbeitsfähigen aus Riga per Schiff nach Stutthof, darunter noch 14 Juden aus Moers

6.8-9.8.1944 1. Großer Transport mit der „Bremerhaven“ von Riga nach Danzig

16.8.1944 Klaus Demant von Stutthof nach Buchenwald; er wird im Block Nr. 22 für jugendliche Juden

8.9.1944 mit einer großen Gruppe verlegt ins Buchenwald-Außenlager BRABAG in Tröglitz, Code „Wille“

8.2.1945 zurück als „arbeitsunfähig/krank“; eingeteilt in das Kommando 20 a „Holzhof“; hier wurden schwache Jugendliche zur Schonung eingesetzt

27.2.-21.3.1945 stationär im Häftlingskrankenbau HKB

22.3.1945 im HKB Buchenwald wegen Durchfall

4.4.1945 im HKB mit allgemeiner Schwäche

Die unscheinbare Notiz 61 unten rechts bedeutet das Todesurteil nach der Visite

Klaus Demant wird in den Tötungsblock Nr. 61 verlegt

6.-10.4.1945 Teilräumung von Buchenwald

Die Befreiung von Buchenwald hat er nicht mehr erlebt

11.4.1945 Befreiung von Buchenwald durch das 37. Panzerbataillon der 4. US-Panzerdivision

Gedenken

Quellen

https://apps.bundesarchiv.de/gedenkbuch/en851462

https://apps.bundesarchiv.de/gedenkbuch/en851461

https://www.statistik-des-holocaust.de/OT420901_1.jpg

https://collections.arolsen-archives.org/de/document/5739774

https://collections.arolsen-archives.org/de/document/71076346

Wolfgang Scheffler, Diana Schulle, Buch der Erinnerung, Die ins Baltikum deportierten Juden 2011

https://dokumen.pub/buch-der-erinnerung-die-ins-baltikum-deportierten-deutschen-sterreichischen-und-tschechoslowakischen-juden-reprint-2011nbsped-9783110956245-9783598116186.html?__cf_chl_tk=m_jINweU.eb4_UYBfk9hbVvr9WzTfK8PHQcaQ3DHm2g-1787993674-1.0.1.1-rS.dNicGn3A.xLx5e5LI0gJK6LQrTYV2EskQH6H80qw

https://victims.auschwitz.org/victims

Staatsarchiv Israel, Israel, Einwanderungslisten

Deutsche Minderheiten-Volkszählung 1939

https://www.mappingthelives.org

Genealogie Webseite My Heritage

http://luckauer-juden.de/hachschara.html#B

https://collections.yadvashem.org/en/documents/3655863

https://yvng.yadvashem.org/index.html?language=de

Peter W. Lande,  Jewish „Training“ Centers in Germany, Manuskript von 1978 im Bestand des Centers for Jewish History

https://digipres.cjh.org/delivery/DeliveryManagerServlet?dps_pid=FL4311316

Veröffentlicht von Franz-Josef Wittstamm

Geboren 31. Mai 1951 in Recklinghausen Gymnasium Petrinum 1961 bis Abitur1970 Studium der Humanmedizin in Bochum Approbation 1981 Promotion1982 Facharzt für Innere Medizin, Kardiologie, Intensivmedizin Im Ruhestand seit 2016

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