Jakob Antmann später Habel
13.1.1916 in Berlin; ✡ 28.7.1998 in Southampton
Staatsangehörigkeit deutsch
Religion jüdisch
Vater Gerson Antmann/Habel *1890; ✡ vor 1944
Mutter Frieda Gugic *1890 ✡ September 1934
Stiefmutter Dora Haller *1891 in Obornik; ✡ vor 1944
Geschwister
Karl Chaim Antmann/Habel *11.1913
Klara Antmann/Habel *27.8.1922; ✡ 30.1.1941 in Riga
Halbbruder Jean Habel *14.6.1937 in Berlin; ✡ vor 1944
Beruf Landarbeiter
Adressen Berlin, Elsässer Straße 83Brunnenstraße 16; Gut Winkel, Spreenhagen;
Heirat April 1939 Margarete Gretel Berman *24.3.1919 in Warschau; ✡1.12.1978 in Winchester
Schwiegermutter Chawa Bermann geb. Perkal *1886, Marienstraße 27; oo Samuel B. *12.4.1887
Kinder
Alex Habel
Weiterer Lebensweg
1911 Zuzug der Eltern nach Berlin
September 1934 Tod der Mutter
1936 Zweite Ehe des Vaters Gerson mit Dora Haller
1936 behördliche Umbenennung von Antmann in Habel
1937 Schwester Klara nach Ulm Jüdische Landschulheim Herrlingen
Gut Winkel
Jakob Antmann zur Hachschara in Gut Winkel, Spreenhagen; vermutlich vor 1936
Gut Winkel bestand als Lehrgut Schocken ab 1933 in Trägerschaft der zionistischen Jugendbünde; Lagerleiter war Martin Gerson vom Januar 1933 bis zwangsweisen Aufgabe von Gut Winkel am 19. Juni 1941; Hauswirtschaftsleiterin war seine Frau Bertel.
Polenaktion
28.10.1938 Vater Gerson abgeschoben nach Zbaszyn.
1939 Vater Gerson nach Bialystok
Bruder Karl nach Palästina
1939 Jakob Habel mit seiner Verlobten Gretel nach England
April 1939 Heirat von Jakob Habel und Gretel Bermann in Shoreditch, London
Minderheitenzählung
17.5.1939 Stiefmutter Dora mit Halbbruder Jean in Berlin, Linienstraße 114
25.7.1939 Stiefmutter Dora mit Halbbruder Jean nach Bialystok
Britischer Census
29.9.1939 Jakob und Margarete Habel in Shuttle Cock, Droxford, Hampshire
September 1939 in den Namenlisten verschiedener Gemeinden im Landkreis Beeskow-Storkow
Rigaer Blutsonntag
Schwester Klara wohnt bis zur Deportation bei Chawa Bermann, der Mutter von Jakobs Verlobten Gretel.
27.11.1941 Schwester Klara auf dem 11. Osttransport
30.11.1941 Ankunft in Riga Skirotawa; der gesamte Transport wird im Wald von Rumbula erschossen
Überleben im Versteck
1943 Schwiegermutter Bermann taucht bei der Fabrikaktion unter und überlebt.
Gedenken
20.10.1914 Stolperstein für Schwester Klara Habel in Berlin, Marienstraße 27
10.3.2019 Pages of Testimony für Gerson, Dora und Jean Habel von Alex Habel, London
Quellen
http://www.stolpersteine-berlin.de/de/marienstrasse/27/klara-habel
https://victims.auschwitz.org/victims
Staatsarchiv Israel, Israel, Einwanderungslisten
Deutsche Minderheiten-Volkszählung 1939
https://www.mappingthelives.org
Genealogie Webseite My Heritage
http://luckauer-juden.de/hachschara.html#B
https://collections.yadvashem.org/en/documents/3655863
https://yvng.yadvashem.org/index.html?language=de
Peter W. Lande, Jewish „Training“ Centers in Germany, Manuskript von 1978 im Bestand des Centers for Jewish History
https://digipres.cjh.org/delivery/DeliveryManagerServlet?dps_pid=FL4311316