Schleyer Reinhard

Reinhard/Reuven Schleyer

*8.12.1914 in Bösingfeld, Extertal; ✡ 1979 in Migdal Kinneret

Staatsangehörigkeit deutsch

Religion jüdisch

Vater Heinrich Chaim Schleyer *12.3.1874 in Oppeln; ✡ 28.7.1954 Tiberias

Mutter Ida Arensberg *29.12.1881 in Barntrup, Detmold; ✡ Juni 1965 Haifa

Geschwister

Otto Schleyer *1904 in Bösingfeld; ✡1959 Haifa; oo Ruth Levi

Elisabeth Schleyer *2.12.1905 in Bösingfeld; Jerusalem; oo Heinz Hochfeld

Gustav Schleyer *6.11.1907 in Bösingfeld; ✡12.12.1993 Haifa

Walter Schleyer *12.11.1912 in Bösingfeld; ✡15.4.2002 Jerusalem

Fritz Aki Samuel Schleyer *11.1.1917im Jüdischen Krankenhaus in Berlin; ✡31.10.2000 Migdal; oo Mina Auerbach

Ernst Eliezer Schleyer *10.6.1919 in Bösingfeld; ✡12.8.1994; oo Rahel Zysmann

Beruf  Landarbeiterin

Adressen Bösingfeld; Gut Winkel, Spreenhagen;

Heirat

Helga Blumenfeld * 28.6.1918 in Paderborn; ✡1994 in Bat Yam Israel

März 1946 Fania Pomerantz *17.12.1912 in Lodz; ✡1.1.2006

Kinder

Anat Schleyer *14.4.1950; ✡13.3.2016

Weiterer Lebensweg

Polenaktion

Gut Winkel

1.4.1936 Reinhard Schleyer zur Hachschara in Gut Winkel, Spreenhagen

Gut Winkel bestand als Lehrgut Schocken ab 1933 in Trägerschaft der zionistischen Jugendbünde; Lagerleiter war Martin Gerson vom Januar 1933 bis zwangsweisen Aufgabe von Gut Winkel am 19. Juni 1941; Hauswirtschaftsleiterin war seine Frau Bertel.

30.9.1936 Reinhard Schleier und seine spätere Ehefrau Helga Blumenfeld auf der Belegschaftsliste des Gut Winkel; 1938 wird die Zahl der Belegplätze mit 120 angegeben

10.11.1938 keine Verhaftungen im Novemberpogrom auf Gut Winkel

Alija

28.2.1939 Einreise der Brüder Ernst und Walter in Haifa

Paul Blumenfeld aus Spreenhagen auf Alija nach Palästina

Ruth Blumenfeld aus Spreenhagen zurück nach Salzkotten, später ebenfalls Alija nach Palästina

mit Arbeiterzertifikaten des Hechaluz der Kategorie C/LS

Bruder Ernst Schleyer schreibt:

„Reinhard (Ruben) und Fritz (Shmu’el oder Aki) kamen mit Reinhards Frau Helga, geborene Blumenfeld, aus Paderborn, nur wenige Wochen später (1939), aber bereits illegal in Israel an, da inzwischen der Krieg begonnen hatte. Nun waren alle Familienmitglieder in Israel.“

1940 als Kontaktadresse für Gertrud Engelmann, die mit der SS HILDA illegal einreiste

Scheidung von Helga Blumenfeld, die später Gerson Stern heiratet

Nachkriegszeit

30.9.1946 Heirat mit Fania Pomerantz in Herzlia

Gedenken

Quellen

Staatsarchiv Israel, Israel, Einwanderungslisten

Deutsche Minderheiten-Volkszählung 1939

https://www.mappingthelives.org

Genealogie Webseite My Heritage

http://luckauer-juden.de/hachschara.html

https://victims.auschwitz.org/victims

https://collections.yadvashem.org/en/documents/3655863

https://yvng.yadvashem.org/index.html?language=de

Peter W. Lande,  Jewish „Training“ Centers in Germany, Manuskript von 1978 im Bestand des Centers for Jewish History

https://digipres.cjh.org/delivery/DeliveryManagerServlet?dps_pid=FL4311316

Veröffentlicht von Franz-Josef Wittstamm

Geboren 31. Mai 1951 in Recklinghausen Gymnasium Petrinum 1961 bis Abitur1970 Studium der Humanmedizin in Bochum Approbation 1981 Promotion1982 Facharzt für Innere Medizin, Kardiologie, Intensivmedizin Im Ruhestand seit 2016

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