Leo Leonhard Lewinski *12.6.1918 in Berlin;
Staatsangehörigkeit deutsch
Religion jüdisch
Vater Wilhelm Lewinski *4.12.1879 ; ✡ 5.12.1924 in Berlin
Heirat der Eltern 11.4.1910 in Berlin
Mutter Else Lewinski /Timendorfer geb. Landsberger *19.1.1884 in Lublinitz; ✡ 3.4.1944 Theresienstadt; ✡ ?
Zweite Ehe der Mutter
1941 mit Berthold Timendorfer *11.9.1867 in Beuthen; ✡24.6.1942 in Sachsenhausen
Geschwister ?
Cousins
Heinz Lewinski *24.2.1911 in Berlin; ✡ ?
Käthe Lewinski *17.10.1912 in Berlin
Beruf Landarbeiter
Adressen Berlin; Gut Winkel, Spreenhagen;
Heirat ?
Kinder ?
Weiterer Lebensweg
Gut Winkel
Sommer 1939 Heinz Lewinski zur Hachschara ins Gut Winkel
Gut Winkel bestand als Lehrgut Schocken ab 1933 in Trägerschaft der zionistischen Jugendbünde; Lagerleiter war Martin Gerson vom Januar 1933 bis zwangsweisen Aufgabe von Gut Winkel am 19. Juni 1941; Hauswirtschaftsleiterin war seine Frau Bertel. 1938 wird die Zahl der Belegplätze mit 120 angegeben
10.11.1938 keine Verhaftungen im Novemberpogrom auf Gut Winkel
Käthe Lewinski nach 1938 mit Bruder Heinz zur Hachschara in Gut Winkel, Spreenhagen
Minderheiten-Volkszählung
17.5.1939 Leonhard Lewinski und seine Mutter Else in Berlin Wörther Straße 26
17.5.1939 Heinz und Käthe Lewinski in Gut Winkel, Spreenhagen
Sommer 1939 Cousin Heinz Lewinski zur Hachschara ins Gut Winkel

September 1939 Heinz, Käthe und Leonhard Lewinski auf der Belegschaftsliste des Landrates von Beeskow für Gut Winkel;
Alija beth auf der SS HILDA – Sonderhachschara 4
12.10.1939 Bahnfahrt von Heinz, Käthe und Leonhard Lewinski ab Berlin über Frankfurt und Passau nach Wien; die zweite Hälfte des Transportes kam von Breslau nach Wien
14.10. 1939 Ankunft in Wien, über die Schwarzmeerroute Bratislava, Budapest, Belgrad, Bukarest
6.11.1939 Ankunft in Sulina, Schwarzmeer-Hafen
26.11.1939 Abfahrt mit 729 Passagieren auf der SS HILDA
15.1.1940 hinter den Dardanellen von britischer Marine gestoppt und geentert
22.1.1940 Ankunft vor der Dreimeilen-Zone vor Haifa
24.1.1940 Britische Mandatsbehörden verweigern die Landung
29.1.1940 Ankunft Haifa nach Abschluss von Verhandlungen zwischen Sochnut (Jewish Agency) und britischer Mandatsregierung
29.1.1940 mit Bussen in das Internierungslager nach Athlit verbracht
14.2.1940 Registrierung von Käthe Lewinski in Athlit; sie gibt die Tante Else Lewinski Berlin, Woertherstraße 26 als Referenz an , als Gemeindeältesten Rabbi Dr. Singermann (Dokument D/787/40/CHU)
18.2.1940 Entlassung der Frauen aus dem Lager
Käthe und Heinz geben als Kontaktadresse Wilhelm Horowitz in Tel Aviv an
18.2.1940 Registrierung von Leonhard Lewinski in Athlit; er gibt Gerhard Bober, Berlin als Referenz an , als Gemeindeältesten Rabbi Dr. Prinz (Dokument D/842/40/CHU)
Juli 1940 Entlassung der Männer aus dem Lager Athlit

Leonhard gibt als Kontaktadresse Leo Ostrower in Tel Aviv an
Berlin Theresienstadt

31.8.1942 Mutter Else Timendorfer auf dem 53. Alterstransport von Berlin nach Theresienstadt
Nachkriegszeit
Gedenken
Quellen
https://apps.bundesarchiv.de/gedenkbuch/de1171729
https://collections.arolsen-archives.org/de/document/127205029
https://victims.auschwitz.org/victims
Staatsarchiv Israel, Israel, Einwanderungslisten
Deutsche Minderheiten-Volkszählung 1939
https://www.mappingthelives.org
Genealogie Webseite My Heritage
http://luckauer-juden.de/hachschara.html
https://collections.yadvashem.org/en/documents/3655863
https://yvng.yadvashem.org/index.html?language=de
Peter W. Lande, Jewish „Training“ Centers in Germany, Manuskript von 1978 im Bestand des Centers for Jewish History
https://digipres.cjh.org/delivery/DeliveryManagerServlet?dps_pid=FL4311316