Scheiner Sara

Sara Scheiner/Szajner

*28.9.1908 in Dzialoszyn; ✡ 1942

Staatsangehörigkeit Polen

Religion jüdisch

Vater Israel Scheiner; ✡ ?

Mutter Ester Neugroschel; ✡ ?

Geschwister

Rina Rachel Scheiner *11.11.1915; ✡ 25.9.2005; Simcha Rosenthal

Hinda Scheiner *1912; ✡ 1942

Gittel Scheiner; ✡ 1942

Chaya Scheiner; ✡ 1942

Beruf Buchhalterin

Adressen Dzialoszyn ; Gut Winkel, Spreenhagen;

Heirat ?

Kinder ?

Weiterer Lebensweg

Gut Winkel

Sara Scheiner als Buchhalterin in Gut Winkel, Spreenhagen

Gut Winkel bestand als Lehrgut Schocken ab 1933 in Trägerschaft der zionistischen Jugendbünde; Lagerleiter war Martin Gerson vom Januar 1933 bis zwangsweisen Aufgabe von Gut Winkel am 19. Juni 1941; Hauswirtschaftsleiterin war seine Frau Bertel. 1938 wird die Zahl der Belegplätze mit 120 angegeben

31.3.1937 Sara Scheiner auf der Belegschaftsliste des Gut Winkel

30.6.1938 Sara Scheiner  auf der Belegschaftsliste/Betriebsleitung des Gut Winkel;

Polenaktionen

Erste Polenaktion

28.10.1938 Keine Ausweisungen aus Gut Winkel nach Zbaszyn

10.11.1938 keine Verhaftungen im Novemberpogrom auf Gut Winkel

Minderheiten-Volkszählung

17.5.1939 Sara Scheiner im Gut Winkel, Spreenhagen

September 1939 Sara Scheiner auf der Belegungsliste des Landrates von Beeskow

Zweite Polenaktion

Im Laufe des Jahres 1939 war es weiterhin zu zahlreichen Ausweisungen polnischer Juden gekommen: Jedoch nach dem Überfall der Deutschen Wehrmacht auf Polen wurden Anfang September auf Befehl des Chefs der Sicherheitspolizei Reinhard Heydrich reichsweit systematisch die Rückkehrer und bisher nicht erfassten polnischen Juden sowie auch die Funktionäre polnischer Verbände verhaftet und in den Konzentrationslagern Buchenwald, Dachau und Sachsenhausen interniert

1.9.1939 Überfall der Deutschen Wehrmacht auf Polen

7.9.1939 Anweisung des RSHA. Alle polnischstämmigen Juden und Funktionäre polnischer Verbände als feindliche Ausländer zu verhaften.

7.9.1939 FS-Erlass des Chefs der Sicherheitspolizei (SD) Himmler

7-9.9.1939 Anordnung per Funkspruch Juden mit polnischen Wurzeln als feindliche Ausländer zu verhaften

11.9.1939 Meldung des Landrates über die Verpflichtung der polnischstämmigen Bewohner des Kreises, sich täglich dreimal bei der Polizei melden zu müssen.

Keine weiteren Daten verfügbar

Gedenken

–

Quellen

https://collections.arolsen-archives.org/de/document/11208471

https://victims.auschwitz.org/victims

Staatsarchiv Israel, Israel, Einwanderungslisten

Deutsche Minderheiten-Volkszählung 1939

https://www.mappingthelives.org

Genealogie Webseite My Heritage

http://luckauer-juden.de/hachschara.html

https://collections.yadvashem.org/en/documents/3655863

https://yvng.yadvashem.org/index.html?language=de

Peter W. Lande,  Jewish „Training“ Centers in Germany, Manuskript von 1978 im Bestand des Centers for Jewish History

https://digipres.cjh.org/delivery/DeliveryManagerServlet?dps_pid=FL4311316

Veröffentlicht von Franz-Josef Wittstamm

Geboren 31. Mai 1951 in Recklinghausen Gymnasium Petrinum 1961 bis Abitur1970 Studium der Humanmedizin in Bochum Approbation 1981 Promotion1982 Facharzt für Innere Medizin, Kardiologie, Intensivmedizin Im Ruhestand seit 2016

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