Freilich Salo

Salomon Salo Freilich

*6.11.1919 in Turka; ✡29.6.1984

Staatsangehörigkeit Polen

Vater Jozef Freilich *14.8.1888 Bolechow, Galizien; ✡ 1943

Mutter Cilli Hendel Haftel *20.8.1882 in Skole, Lemberg; ✡ 1943

Geschwister

Ida Freilich *12.7.1914 in Turka; ✡26.1.1990 in Israel; oo Fritz Leeser (1915, Meiderich)

Kalman Freilich *9.12.1921 in Turka, Galizien; ✡ ?

Cousin Eli Freilich *5.6.1916

Beruf landwirtschaftlicher Praktikant

Adressen Turka, Polen; Trier, Glockenstraße 10; Spreenhagen

Heirat Ruth Resnikow *31.10.1922 in Oppeln; ✡4.9.1976

Weiterer Lebensweg

26.9.1935 -15.4.1937 Salomon in Köln, vermutlich im Lehrlingsheim der SG

29.10.1935 Kalman Freilich von Trier nach Frankfurt, Theobald-Christ-Straße 6 (bis 1921 befand sich hier das Heinemann’sches Töchterpensionat; bis 1938 die Rabbinische Lehranstalt  Hoffmannsche Jeschiwa); ebenso die Israelitische Suppenanstalt in Nachbarschaft zur Mädchenwaisenanstalt (Nr.21) und dem Clementine-Kinderhospital (Nr.16)

10.4.1937 Schwester Ida Freilich gemeldet in München, im Praktikantenheim der IKG, Landwehrstraße 68

15.4.37 Salomon Freilich von Köln zur Hachschara ins Lehrgut Schocken, Gut Winkel, Spreenhagen

April 1937 Salomon Freilich im Lehrgut Schocken, Gut Winkel, Spreenhagen

30.6.1938 Salomon Freilich im Lehrgut Schocken, Gut Winkel, Spreenhagen

Zu dem weiteren Weg liegen keine gesicherten Daten vor.

Hachschara und die Zerstörung des Lehrgutes Bomsdorf

Kalman Freilich zur Hachschara in das jüdische Lehrgut Bomsdorf Jüdenberg bei Gräfenhainichen in Sachsen-Anhalt; Bomsdorf war eines der drei Lager (noch Steckelsdorf und Gehringshof) in Trägerschaft des BACHAD, 1928 gegründete Jugendorganisation des orthodox-jüdischen Misrachi; das hebräische Akronym בָּחָ״ד BaChaD steht für Brit Chaluzim Datiim, deutsch‚ Bund religiöser Pioniere‘

Polenaktion

28.10.1938 Erste Polenaktion, Kalman Freilich, insgesamt acht Chawerim mit jüdischem Pass werden verhaftet und nach Zbaszyn deportiert

28.10.1938 ebenfalls nach Zbaszyn ausgewiesen die Eltern aus Trier und Schwester Ida aus München

Gedenken

1988 Errichtung einer Eichenholzsteele des Bildhauers Wolfgang Köppe in Bomsdorf

17.6.1999 Pages of Testimony für Kalman Freilich und seine Eltern von Jacob Rechtschaffen

Quellen

https://apps.bundesarchiv.de/gedenkbuch/de1604987

https://apps.bundesarchiv.de/gedenkbuch/de868845

https://apps.bundesarchiv.de/gedenkbuch/de868848

https://apps.bundesarchiv.de/gedenkbuch/de868844

https://collections.arolsen-archives.org/de/document/72274893

Peter Pätz, Jüdische Landwirtschaftsschule wurde überfallen, Hainicher Bote vom 17.10.2018

Oswald Zorn, Mitteldeutschen Zeitung MZ vom 7.11.1998

Sofie Löwenstein, Erinnerung an Neuendorfs Ausbildung in Auschwitz; aus einem Kapitel des Buches „Auschwitz – Die Nazi-Zivilisation“, herausgegeben von Lore Shelley

„Stein, Herbert Aron, Lauterbach, 1939“, in: Hessische Auswanderer <https://www.lagis-hessen.de/de/purl/resolve/subject/ha/id/271915> (Stand: 26.4.2023)

Edition „Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945“, Band 2, Seite 520

Ilana Michaeli und Irmgard Klönne (Hrsg.) Gut Winkel, die schützende Insel: Hachschara 1933-1941 Mitarbeit von Ilka von Cossart, Katharina Hoba und Ulrike Pilarczyk; LIT Verlag; 2007

https://victims.auschwitz.org/victims

Staatsarchiv Israel, Israel, Einwanderungslisten

Deutsche Minderheiten-Volkszählung 1939

https://www.mappingthelives.org

Genealogie Webseite My Heritage

http://luckauer-juden.de/hachschara.html

https://collections.yadvashem.org/en/documents/3655863

https://yvng.yadvashem.org/index.html?language=de

Peter W. Lande,  Jewish „Training“ Centers in Germany, Manuskript von 1978 im Bestand des Centers for Jewish History

https://digipres.cjh.org/delivery/DeliveryManagerServlet?dps_pid=FL4311316

http://www.jacob-pins.de/?article_id=350&clang=0

http://www.fuldawiki.de/fd/index.php?title=Gehringshof

https://collections.arolsen-archives.org/de/document/78790374

Arolsen Archives, Arolsen Signatur DE ITS 2.1.1.1 HE 016 JÜD 7 ZM

https://yvng.yadvashem.org/ad

https://www.bundesarchiv.de/gedenkbuch

Veröffentlicht von Franz-Josef Wittstamm

Geboren 31. Mai 1951 in Recklinghausen Gymnasium Petrinum 1961 bis Abitur1970 Studium der Humanmedizin in Bochum Approbation 1981 Promotion1982 Facharzt für Innere Medizin, Kardiologie, Intensivmedizin Im Ruhestand seit 2016

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