Salzberg Sonia

Sonia Salzberg

*11.2.1918 in Speyer; ✡ 30.3.2006 in Israel

Staatsangehörigkeit deutsch

Religion jüdisch

Vater Baruch Berek Salzberg *22.4.1888 ✡ ?

Mutter Berta Mühlstein *24.7.1890 Zawiercie; ✡ vor 1944 in Polen

Geschwister –

–

Beruf landwirtschaftliche Praktikantin

Adressen Speyer; Leipzig;

Heirat 24.1.1939 in Berlin-Schöneberg mit Gerhard Richter *8.3.1916 in Berlin; 25.5.1968

Kinder vier

Daniela Shaul Richter

Emanuel Rave-Richter

Weiterer Lebensweg

31.3.1938 Sonja Steinberg abgemeldet aus Leipzig zur Emigration

Das jüdische Umschulungslager Hof Wecker

Sonia Salzberg zur Hachschara in das jüdische Umschulungslager Hof Wecker beim Bahnhof in der Bahnhofstraße in Rüdnitz bei Bernau. Der Hof Wecker in Rüdnitz, gelegen an der Bahnlinie Berlin Eberswalde in Rüdnitz war im Besitz der Familie Schocken. Leiter war Erich Marx. Die Eheleute Chane und Robert Emmerich sind als Köchin und Hausmeister angestellt.

Es bestand von 1933 bis 1941 und war somit eines der ersten zionistischen Hachscharalager der Jüdischen Jugendhilfe in Brandenburg.

In Rüdnitz lernt Sonja Steinberg Gerhard Richter kennen, der dort als Madrich eingesetzt ist

24.1.1939 Heirat in Berlin-Schöneberg von Sonia Salzberg mit Gerhard Richter, 1939 ist Madrich in Jessen ist.

Alija beth auf der SS HILDA – Sonderhachschara 2

12.10.1939 Bahnfahrt von Sonia und Gerhard Richter ab Berlin über Frankfurt und Passau nach Wien; die zweite Hälfte des Transportes kam von Breslau nach Wien

14.10. 1939 Ankunft in Wien, über die Schwarzmeerroute Bratislava, Budapest, Belgrad, Bukarest

6.11.1939 Ankunft in Sulina, Schwarzmeer-Hafen

26.11.1939 Abfahrt mit 729 Passagieren auf der SS HILDA

15.1.1940 hinter den Dardanellen von britischer Marine gestoppt und geentert

22.1.1940 Ankunft vor der Dreimeilen-Zone vor Haifa

24.1.1940 Britische Mandatsbehörden verweigern die Landung

29.1.1940 Ankunft Haifa nach Abschluss von Verhandlungen zwischen Sochnut (Jewish Agency) und britischer Mandatsregierung

29.1.1940 mit Bussen in das Internierungslager nach Athlit verbracht

15.2.1940 Registrierung in Atlith, Dokument D/785/40/CHU

18.2.1940 Entlassung der Frauen aus dem Lager

Von Gerhard Richter existiert kein Atlith-Dokument unter seinem Namen

29.7.1940 Entlassung der Männer aus dem Lager Athlit

Bei der Entlassung geben Sonia und Gerhard Richter Gerhards Bruder Jacob als Anlaufstelle an.

Sonia und Gerhard Richter gehen in den Kibbuz Mayan Zwi.

Deportationen der Eltern/Schwiegereltern

13.6.1942 Max Richter auf dem Transport von Berlin nach Sobibor

13.7.1942 Mutter Berta Salzberg mit Herta Richter auf dem Transport Leipzig- Chemnitz nach Auschwitz

Nachkriegszeit

28.12.1982 Anschreiben von Gerhard Richter an die Jüd. Gemeinde in Karl-Marx-Stadt/Chemnitz

Quellen

https://www.ushmm.org/online/hsv/source_view.php?SourceId=19561

Quellen

https://collections.arolsen-archives.org/de/document/71187332

Deutsche Minderheiten-Volkszählung 1939

https://www.mappingthelives.org

https://yvng.yadvashem.org/ad

https://www.bundesarchiv.de/gedenkbuch

Staatsarchiv Israel, Einwanderungslisten

Mandat zur Einbürgerung in Palästina, 1937-1947

https://hachschara.juedische-geschichte-online.net/ort/13.pdf

Ezra Ben Gershôm David. Aufzeichnungen eines Überlebenden, Evangelische Verlagsanstalt 1989

Joel König (Ezra Ben Gershom), Den Netzen entronnen, Vandenhoeck u. Ruprecht 1967

Bettina Götze, Rathenow, in: Irene Annemarie Diekmann (Hrsg.), Jüdisches Brandenburg. Verlag für Berlin-Brandenburg 2008. S. 304–328

Veröffentlicht von Franz-Josef Wittstamm

Geboren 31. Mai 1951 in Recklinghausen Gymnasium Petrinum 1961 bis Abitur1970 Studium der Humanmedizin in Bochum Approbation 1981 Promotion1982 Facharzt für Innere Medizin, Kardiologie, Intensivmedizin Im Ruhestand seit 2016

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