Sigler Fritz

Fritz Sigler

Fritz Sigler *3.9.1916 in Chemnitz; ✡ 1996

Staatsangehörigkeit griechisch

Religion jüdisch

Vater Leon Bernard Sigler *17.6.1881 in Buhusi; ✡ 1963

Heirat der Eltern 1914 in Fitzrovia, London

Mutter Clara Cohnen 1886; ✡ 1968 in Hendon, London

Geschwister des Vaters aus der ersten Ehe des Großvaters Janko Mendel Sigler (1853-1925) mit Lea Horn (1853-1905)

Hermann Sigler *1878; 9.4.1943 Montreal; oo Rose Hirsch

Max Sigler *1883; oo Helene Cohnen

Salo Sigler *23.12.1884 in Piatra; oo Lea geb Friedstein (1889 in Wirballen)

Arthur Aron Sigler *28.2.1886 in Piatra; Hedwig Lederer

Emil Sigler *1895-1923

Geschwister des Vaters aus der zweiten Ehe des Großvaters Janko Mendel Sigler (1853-1925) mit Rahel Schönfeld *26.10.1872

Willy Sigler *4.6.1907; 1980 in Leicester; oo Fanny Goldstein (1911-2001)

Ewald Sigler *15.6.1909 in Chemnitz; ✡18.6.1909 in Chemnitz

Karl Sigler * 13.7.1917 in Chemnitz; ✡ 1944?

Geschwister

Rolf David Sigler *15.11.1914 ; ✡15.9.2004 in St. Martin, London

Ernst Sigler *14.6.1919 in Chemnitz; ✡1996 ; ooMarianne Breyer *14.5.22 in Köln

Benjamin Sigler *1922; 31.5.1942 als Pilot der RAF

Beruf Landarbeiter

Adressen Chemnitz; Gut Winkel, Spreenhagen;

Heirat 1938 in Berlin Margot Klein *27.10.1923 in Köln

Kinder

Shoshana Sigler *9.12.1946 in Afula

Weiterer Lebensweg

Fritz Sigler nach Mannheim, vermutlich in das dortige Beth Chaluz

Führerkursus 15.-26.4.1936 in Gut Winkel

Karl Sigler auf der Gestapoliste des vom Makkabi Hazair im Gut Winkel ausgerichteten Führerkursus mit 64 Teilnehmern aus Deutschland

Gut Winkel

Frühjahr 1937 Karl Sigler auf der Meldeliste Nr. 4 für die Einberufung zur Hachschara in Gut Winkel, Spreenhagen

Fritz und Karl Sigler zur Hachschara als Praktikanten ins Gut Winkel, Spreenhagen

Gut Winkel bestand als Lehrgut Schocken ab 1933 in Trägerschaft der zionistischen Jugendbünde; Lagerleiter war Martin Gerson vom Januar 1933 bis zwangsweisen Aufgabe von Gut Winkel am 19. Juni 1941; Hauswirtschaftsleiterin war seine Frau Bertel. 1938 wird die Zahl der Belegplätze mit 120 angegeben

30.6.1938 Karl Sigler auf der Belegschaftsliste des Gut Winkel;

Novemberpogrom

10.11.1938 keine Verhaftungen im Novemberpogrom auf Gut Winkel

10.11.1938 Cousin Willi Sigler und Onkel Artur Sigler verhaftet in Chemnitz, interniert im KL Buchenwald

11.8.1938 Passausstellung für Fritz und Margot Sigler in Berlin

Emigration nach England

1.12.1938 Fritz und Margot Sigler nach England

18.7.1939 Willi Sigler nach England

Kindertransport

3.5.1939 Cousine Ingeborg Sigler auf der England-Transportliste; offensichtlich ist sie erst später gefahren

10.8.1939 Ingeborg Sigler erneut auf der England-Transportliste ab Berlin über Bensheim, Hoek van Holland nach Harwich

Griechenland

Viele Mitglieder der Familie Sigler in Chemnitz kamen aus Piatra, Rumänien, hatten die griechische Staatsbürgerschaft

Sally Sigler und Lea geb Friedstein mit Tochter Eva Serline nach Griechenland;

13.10.1939 Karl Sigler ebenfalls nach Griechenland

Massentransporte ab Thessaloniki

In Griechenland lebten zehntausende sephardische Juden allein in Saloniki über 50000, die zwischen dem 15. März und dem 28. August 1943 in 18 grauenvollen Massentransporten von jeweils 2800 Juden ohne jegliche Versorgung auf die mehrtägige Fahrt nach Auschwitz geschickt werden.

19.-24.4.1943 Onkel Sally und Frau Lea Sigler auf dem zweiten Transport von 2800 Juden aus dem Baron Hirsch-Viertel

Karl Sigler soll bei Partisanenkämpfen umgekommen sein.

Chemnitz – Theresienstadt

2.7.1940 Rahel Sigler in das Jüdische Altersheim Chemnitz, Antonplatz 15

21.6.1943 Rahel Sigler aus dem Jüd. Altersheim ab Dresden nach Theresienstadt

Chemnitz – Auschwitz

13.7.1943 Arthur und Hedwig Sigler auf dem Transport Leipzig- Chemnitz-Auschwitz

Nachkriegszeit

Alija

16.7.1945 Fritz Siegler mit Frau Margot von England nach Haifa mit einem Arbeiterzertifikat des Hechaluz der Kategorie C/LS

14.8.1947 Einbürgerung in Palästina

Gedenken

Gemeinschaftsgrab in Amsterdam für abgeschossene RAF-Besatzungen

Quellen

Ilana

Ilana Michaeli und Irmgard Klönne (Hrsg.) Gut Winkel, die schützende Insel: Hachschara 1933-1941 Mitarbeit von Ilka von Cossart, Katharina Hoba und Ulrike Pilarczyk; LIT Verlag; 2007

https://victims.auschwitz.org/victims

Staatsarchiv Israel, Israel, Einwanderungslisten

Deutsche Minderheiten-Volkszählung 1939

https://www.mappingthelives.org

Genealogie Webseite My Heritage

http://luckauer-juden.de/hachschara.html

https://collections.yadvashem.org/en/documents/3655863

https://yvng.yadvashem.org/index.html?language=de

Peter W. Lande,  Jewish „Training“ Centers in Germany, Manuskript von 1978 im Bestand des Centers for Jewish History

https://digipres.cjh.org/delivery/DeliveryManagerServlet?dps_pid=FL4311316

Veröffentlicht von Franz-Josef Wittstamm

Geboren 31. Mai 1951 in Recklinghausen Gymnasium Petrinum 1961 bis Abitur1970 Studium der Humanmedizin in Bochum Approbation 1981 Promotion1982 Facharzt für Innere Medizin, Kardiologie, Intensivmedizin Im Ruhestand seit 2016

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

“My