Heimann Hilde

Hilde Heimann

*2.10.1920 in Breslau; ✡ ?

Staatsangehörigkeit deutsch

Religion jüdisch

Vater unbekannt

Mutter unbekannt

Geschwister unbekannt

Beruf Praktikantin

Adressen Breslau, Hohenzollernstraße 77; Gut Winkel, Spreenhagen;

Heirat ?

Kinder ?

Weiterer Lebensweg

Gut Winkel

1.12.1937 Hilde Heimann zur Hachschara als Praktikantin in Gut Winkel, Spreenhagen; Mitglied der Werkleute; als Adresse gibt sie an Hohenzollernstr. 77, wo sie vermutlich zur Untermiete wohnte. 1939 wohnten hier 17 Juden, aber keine mit dem Namen Heimann

In der Hohenzollernstr. 96 befand sich die Israelitische Krankenverpflegung-Anstalt Hohenzollernstr. 96. Eine Ruth Heimann (*2.2.1911 in Schildberg/Posen, 4.4.1943 in Auschwitz) war hier gemeldet.

Anzunehmen ist, dass Hilde Heimann hier als Pflegepraktikantin arbeitete.

Gut Winkel bestand als Lehrgut Schocken ab 1933 in Trägerschaft der zionistischen Jugendbünde; Lagerleiter war Martin Gerson vom Januar 1933 bis zwangsweisen Aufgabe von Gut Winkel am 19. Juni 1941; Hauswirtschaftsleiterin war seine Frau Bertel. 1938 wird die Zahl der Belegplätze mit 120 angegeben

30.6.1938 Hilde Heimann auf der Belegschaftsliste des Gut Winkel;

28.10.1938 keine Verhaftungen in der Polenaktion auf Gut Winkel

10.11.1938 keine Verhaftungen im Novemberpogrom auf Gut Winkel

Minderheiten-Volkszählung

17.5.1939 Hilde Heimann nicht mehr registriert

Nachkriegszeit

Keine weiteren Nachrichten

Gedenken

–

Quellen

Ilana Michaeli und Irmgard Klönne (Hrsg.) Gut Winkel, die schützende Insel: Hachschara 1933-1941 Mitarbeit von Ilka von Cossart, Katharina Hoba und Ulrike Pilarczyk; LIT Verlag; 2007

https://victims.auschwitz.org/victims

Staatsarchiv Israel, Israel, Einwanderungslisten

Deutsche Minderheiten-Volkszählung 1939

https://www.mappingthelives.org

Genealogie Webseite My Heritage

http://luckauer-juden.de/hachschara.html

https://collections.yadvashem.org/en/documents/3655863

https://yvng.yadvashem.org/index.html?language=de

Peter W. Lande,  Jewish „Training“ Centers in Germany, Manuskript von 1978 im Bestand des Centers for Jewish History

https://digipres.cjh.org/delivery/DeliveryManagerServlet?dps_pid=FL4311316

Veröffentlicht von Franz-Josef Wittstamm

Geboren 31. Mai 1951 in Recklinghausen Gymnasium Petrinum 1961 bis Abitur1970 Studium der Humanmedizin in Bochum Approbation 1981 Promotion1982 Facharzt für Innere Medizin, Kardiologie, Intensivmedizin Im Ruhestand seit 2016

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