
Heinz Salomon
*18.5.1900 in Ribnitz; ✡18.10.1969 in Kiel
Staatsangehörigkeit deutsch
Religion jüdisch
Vater unbekannt
Mutter unbekannt
Geschwister
Anita Salomon ; ✡? In Israel; oo Samuel
Beruf Kaufmann
Adressen Ribnitz; Kiel, Faulstraße 41; Berlin
Heirat Lydia Eva Krull *22.5.1903 in Grabow; ✡19.5.1947 Nichtjüdin, „Mischehe“
Kinder –
Weiterer Lebensweg
Ostern 1906 Einschulung in die Volksschule
1910-1919 Oberrealschule
1919-1920 Studium der Zahnmedizin in Rostock
1920 Kaufmännische Lehre
1937 Zuzug nach Kiel
Novemberpogrom
10.11.1938 nach Verhaftungen in Flensburg, Neumünster und Kiel werden 58 Juden zwischen 17 bis 72 Jahren eingesperrt im Gestapohauptquartier Düppelstraße 23 in Kiel; die „polnischen“ Juden wurden später freigelassen.
Aus Kiel werden sie ins KL Sachsenhausen deportiert. Heinz Salomon im Block 18.
28.12.1938 Entlassung von 14 jüdischen Gefangenen aus Kiel aus der „Schutzhaft“ im KL Sachsenhausen, davon zehn aus dem Hachschara-Gut Jägerslust.

Am 3.(8), dem 8.(9) und zuletzt am 27.Januar (5) erfolgten weitere Entlassungen der aus Kiel deportierten 36 Juden. Heinz Salomon gehörte zu letzten Gruppe
Februar1939-Juli 1939 Zwangsarbeit für die Stadt Kiel
Minderheiten-Volkszählung
17.5.1939 Heinz und Rita Salomon in Kiel, Faulstraße 41
Juli 1939 Umzug nach Berlin
Juli 1939-April 1941 Büroangestellter der Jüdischen Gemeinde Berlin
1.5.1941 Rückkehr nach Kiel
Mai 1941 -Dezember 1944 Schweißer bei der Fa. Otto Kamps, Kiel
14.2.1945 aus Hamburg mit 294 Menschen Theresienstadt: 194 Hamburger Juden, 55 aus dem Land Bremen, dazu weitere Juden zumeist aus Mischehen aus den Regierungsbezirken Aurich und Osnabrück sowie den Ländern Oldenburg und Schleswig-Holstein

23.2.45 Ankunft des Deportationszuges in Theresienstadt

5.5.1945 Die SS räumt Theresienstadt und übergibt die Verwaltung des Ghetto an das Rote Kreuz.
9.5.1945 Eintreffen der Roten Armee Befreiung
Nachkriegszeit
Heinz Salomon kehrt krank nach Kiel zurück, um seine Frau zu suchen.
1946 Ernennung zum Mitglied des Volksbildungsausschusses, Vorläufer des Landtags von Schleswig-Holstein

1947 Mitglied des Zentralkomitee der befreiten Juden in der britischen Zone
1950-1960 aktiver Einsatz für die Etablierung der „Wiedergutmachung“, u.a.die Ansprüche auf nicht von Eigentümern oder Erben eingefordertes jüdisches Vermögen in der britischen Zone auf die Jewish Trust Corporation zu übertragen
1960 Bundesverdienstkreuz erster Klasse, Ehrung seines Einsatzes für die „Wiedergutmachung“
Gedenken
Grabstein für Ehefrau Eva auf dem Jüdischen Friedhof Kiel
Quellen
https://www.statistik-des-holocaust.de/VI10-11.jpg
https://collections.arolsen-archives.org/de/document/79688923
https://collections.arolsen-archives.org/de/document/4092137
https://collections.arolsen-archives.org/de/document/4092136
http://danielabraham.net/tree/related/hachshara/
https://www.statistik-des-holocaust.de/OT411027-Wuppertal2.jpg
https://collections.yadvashem.org/de/names/9320650
https://www.mappingthelives.org
Deutsche Minderheiten-Volkszählung 1939