Moses Ruth

Johanna  Ruth Moses

*20.5.1924 in Kettwig; ✡nach 11/1941 in Minsk

Staatsangehörigkeit deutsch

Religion jüdisch

Vater Julius Moses *4.11.1886 in Sottrum; ✡nach 11/1941 in Minsk

Mutter Adele Eugenie Herzberger *27.1.1888; ✡11.11.1925 in Elberfeld

Stiefmutter Adele Jonas *28.10.1888 in Borken; ✡nach 11/1941 in Minsk

Großmutter Rosa Moses geb. Weil *23.9.1863; ✡ 1.2.1939 in Kettwig

Geschwister

Edith Moses *2.9.1925 in Elberfeld; ✡nach 11/1941 in Minsk

Beruf Praktikantin, Hausangestellte

Adressen Kettwig; Gut Winkel, Spreenhagen; Essen, Papestraße 63;

Heirat ledig

Kinder

Weiterer Lebensweg

Gut Winkel

Ruth Moses zur Hachschara ins Gut Winkel, Spreenhagen

Gut Winkel bestand als Lehrgut Schocken ab 1933 in Trägerschaft der zionistischen Jugendbünde; Lagerleiter war Martin Gerson vom Januar 1933 bis zwangsweisen Aufgabe von Gut Winkel am 19. Juni 1941; Hauswirtschaftsleiterin war seine Frau Bertel.

1938 wird die Zahl der Belegplätze mit 120 angegeben.

Im Novemberpogrom 1938 wurde Gut Winkel nicht überfallen.

Bei der Minderheitenvolkszählung am 17. Mai 1939 wurden 210 jüdische Bewohner erfasst.

September1939 Ruth Moses auf der Belegschaftsliste von Gut Winkel

10.11.1941 Ruth Moses aus Essen nach Düsseldorf, Vater Julius mit Frau Adele und Schwester Edith ab Wuppertal-Steinbeck deportiert.

Bericht des Transportleiters Meurin, Hauptmann der Schutzpolizei Düsseldorf:

„Der Judentransport, umfassend 992 Juden aus den Städten Düsseldorf, Essen und Wuppertal, wurde am 10.11.1941 um 10,40 Uhr vom Güterbahnhof Düsseldorf-Derendorf abgelassen. Die Fahrt führte über Mettmann nach Wuppertal-Steinbeck, wo die von dort zu evakuierenden Juden fertig verladen bereitstanden und an den Zug angehängt wurden.“

14.11.1941 Ankunft von Ruth Moses mit Vater Julius, Frau Adele und Schwester Edith in Minsk

„Die Juden waren um diese Zeit ziemlich weich, da der Zug vielfach unbeheizt liegengeblieben war und vor allem seit Einfahrt ins russische Gebiet keine Möglichkeit mehr gegeben war, Wasser zu fassen.“

Gedenken

Quellen

https://collections.arolsen-archives.org/de/document/11198920

https://collections.arolsen-archives.org/de/document/11199007

Deutsche Minderheiten-Volkszählung 1939

https://www.mappingthelives.org

Genealogie Webseite My Heritage

https://yvng.yadvashem.org/index.html?language=de

Peter W. Lande,  Jewish „Training“ Centers in Germany, Manuskript von 1978 im Bestand des Centers for Jewish History

https://digipres.cjh.org/delivery/DeliveryManagerServlet?dps_pid=FL4311316

Veröffentlicht von Franz-Josef Wittstamm

Geboren 31. Mai 1951 in Recklinghausen Gymnasium Petrinum 1961 bis Abitur1970 Studium der Humanmedizin in Bochum Approbation 1981 Promotion1982 Facharzt für Innere Medizin, Kardiologie, Intensivmedizin Im Ruhestand seit 2016

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