Alida Lissauer
*16.2.1925 in Amsterdam; ✡ 3.10.2014 Israel
Staatsangehörigkeit –
Religion jüdisch
Vater David Elias Lissauer *26.12.1885 in ASD; ✡2.7.1943 in Sobibor
Heirat der Eltern 5.6.1912 in Zaandam
Mutter Judith Santcroos *16.7.1886 in ASD; ✡ 2.7.1943 in Sobibor
Geschwister
Greta Katharina Lissauer *6.2.1918 in ASD; ✡ 25.11.1983 Jerusalem; oo Miranda
Netty Lissauer *26.12.1885 in ASD; ✡4.6.1943 in Sobibor
Elisabeth Lissauer *2.12.1923 in ASD; ✡13.2.1926 in Amsterdam.
Alexander Lissauer *2.7.1927 in ASD; ✡ 2.7.1943 in Sobibor
Beruf Landwirtschaftlicher Praktikant
Adressen Amsterdam; Catharinahoeve in Gouda
Heirat Manfred Freund/ Moshe Amit *13.7.1923 in Beuthen; ✡2004 in Israel
Kinder
David Freund/ Amit *19.12.1947; ✡22.3.2013
Efraim Freund/ Amit
Weiterer Lebensweg
Vater David war Buchhalter im „Weeshuis“
15.12.1938 Eintritt als Küchenhilfe im Centraal Tehuis v. Israelieten in Gouda (Alten- und Pflegeheim)

15.11.1939 Ankunft von Manfred Freund in Haifa auf der SS CHAMPOLLION; zuvor war er zur Hachschara in Loosdrecht
Hachschara-Jeugdfarm Catarinahoeve in Gouda
16.10.1940 Alida abgemeldet aus Amsterdam zur Hachschara in Gouda
Das ab Oktober 1937 bestehende Hachscharalager Catharinahoeve in Gouda wurde möglich durch eine testamentarische Schenkung in Höhe von 80000 Gulden Hfl von Catharina van Zon. Die Jeugdfarm diente der Mittleren Hachschara für 14-17-Jährige zur Vorbereitung auf die Alija.
Robert Levisson übernahm die Funktion des Sekretär des Vorstandes, dem auch Frau A. Vroman angehörte, Mutter des Dichters und Biologen Leo Vroman.
Die Leitung der Gruppe lag bei dem Ehepaar Dr. Manfred Litten und Shoshana Jansje Litten-Serlui zuvor Danzig. Als Betriebsleiter eingestellt war zunächst Herrn Knol, dem Henk de Raaf und Franz Man zur Seite gestellt wurden. Nachbar Dirk van Schaik half als Vorarbeiter.
Ab 1940 lag die Verantwortung bei der Joodse Centrale voor Beroepsopleiding JCB.
1941 nach dem Rücktritt von Herr Knol übernahm Jan Middelburg die Betriebsleitung, unterstützt von Dirk van Schaik.

vorn Gideon Litten, Roza Pinkhof, Hedy Kalmar; Fotoalbum Levisson

Claes Schönfeld, Heinrich Friedmann, Ehepaar Jan Middelburg mit Tochter, Shoshana und Manfred Litten; Jette Aalsvel, Isaac Goudsmit, Alida Lissauer
hinten von links
Bram Andriesse, Roza Pinkhof, Wolfgang Weiss, Norbert Israel Hellman, Margit Lichtenstern, Abraham Hamburger, Esther Elisabeth Herzberg, Klaus Friedrich Wilhelm Schoenbeek, Abraham Michael Herzberg
Onderduiker
April 1943 erhalten die Chaluzim Schreiben, sich in den Arbeitslagern zu melden.
Durch eine vom Krankenhaus Gouda angeordnete Quarantäne wegen einzelner stationär behandelter Durchfallerkrankungen als Ausdruck einer Dysenterieendemie im Lager können die für April vorgesehenen Deportationen noch für acht Wochen aufgehalten werden. Shoshana Litten sucht entgegen der Anweisung der Vorstandsvorsitzenden für die Chaluzim Versteckplätze. Daraufhin tauchen viele unter.
1.6.1943 wird der Betrieb eingestellt und der Betriebsleiter entlassen
Shoshana Litten überträgt Alida Lissauer die Verantwortung für die Betreuung ihres Sohnes Gideon im Versteck. Gideon kommt in die katholische Familie von Maria und Josef ten Berge, Alida mit sehr gut gefälschten Papieren als Hilfe in den Haushalt, so dass sie sich bis zum Ende des Krieges in Amersfort frei bewegen kann.
Gegen Ende des Krieges kommen noch Naomi Pakter und Schalom Wolfgang Weiss zu der Familie ten Berge ins Versteck.
Nachkriegszeit
Alija nach Palästina
Gedenken
Pages of Testimony
Grabstein für
Quellen
https://www.myheritage.de/research
https://collections.arolsen-archives.org/de/document/5058528
https://www.dokin.nl/surviving_children/manfred-freund-born-13-jul-1923/
https://collections.yadvashem.org/en/righteous/4036731
Kelly Bauer, Syds Wiersma, Kibboets op de Klei, Fries Film Archief Leeuwarden, 2020
Auke Zeldenrust, Kibboets op de Klei, Boom, 2020
Morris Schnitzer, My three selves, a memoir, Lugus, Toronto, 2002
Hannelore Grünberg-Klein, Zolang er nog tranen zijn, Nijgh & Van Ditmar, 2015
Mirjam Pinkhof, De Jeugdalijah van het Paviljoen Loosdrechtsche Rade, 1998
Frans van der Straaten, Om nooit te vergeten. Herinneringen en belevenissen aan/van Palestina-Pioniers in Nederland gedurende de oorlogsjaren 1939-1945
https://collections.yadvashem.org/en/documents/3655767
https://www.gfh.org.il/eng/Archive
Staatsarchiv Israel, Mandat zur Einbürgerung in Palästina, 1937-1947