Van Dam Fromet

Zipora Fromet van Dam

*24.8.1922 in Den Haag; ✡ ?

Staatsangehörigkeit

Religion jüdisch

Vater Moshe van Dam, Dentist *3.9.1886 in Groningen; ✡30.5.1944 in Bergen Belsen

Heirat der Eltern 18.3.1921 in Den Haag

Mutter Georgina Horn*11.4.1885 in Schiedam; ✡17.4.1963 in Sde Nehemia

Geschwister

Rebecca Rivka van Dam *22.3.1929; ✡3.8.2004; oo Monnikendam

Beruf Landwirtschaftliche Praktikantin

Adressen Den Haag; Catharinahoeve in Gouda

Heirat Erich Imdorf /Eliahu Amidor *3.5.1923 in Gressenich, Aachen (1939 nach Jugoslawien; 10.4.1941 Ankunft in Palästina)

Kinder ?

Weiterer Lebensweg

Hachschara-Jeugdfarm Catarinahoeve in Gouda

30.9.1939 Zipora Fromet van Dam zur Hachschara nach Gouda

Das ab Oktober 1937 bestehende Hachscharalager Catharinahoeve in Gouda wurde möglich

durch eine testamentarische Schenkung in Höhe von 80000 Gulden Hfl

von Catharina van Zon. Die Jeugdfarm diente der Mittleren Hachschara für 14-17-Jährige zur Vorbereitung auf die Alija.

Robert Levisson übernahm die Funktion des Sekretär des Vorstandes, dem auch Frau A. Vroman angehörte, Mutter des Dichters und Biologen Leo Vroman.

Die Leitung der Gruppe lag bei dem Ehepaar Dr. Manfred Litten und Shoshana Jansje Litten-Serlui zuvor Danzig. Als Betriebsleiter eingestellt war zunächst Herrn Knol, dem Henk de Raaf und Franz Man zur Seite gestellt wurden. Nachbar Dirk van Schaik half als Vorarbeiter.

Ab 1940 lag die Verantwortung bei der Joodse Centrale voor Beroepsopleiding JCB.

27.5.1940 abgemeldet nach Den Haag

Kamp Westerbork

24.4.Fromet Van Dam mit den Eltern und Schwester Rebekkaaus Den Haag in das KL Vught

7./8.6.1943 Verlegung aus Vught in das polizeiliche Judendurchgangslager Westerbork

11.1.1944 Familie Van Dam auf dem zweiten Transport mit 1037 „Austauschjuden“ von Westerbork nach Bergen Belsen

„Transport 222“

3. deutsch-palästinensischer Zivilgefangenenaustausch

Ab dem 14.9.1943 bis 19.5.1944 kamen etwa 3572 Häftlinge aus Westerbork in sieben Transporten direkt nach Bergen-Belsen, unter anderem Juden mit doppelten Staatsbürgerschaften, Diamantschleifer mit ihren Familien und diejenigen, die auf einer Einreiseliste für Palästina standen.

Die „Austauschjuden“ kommen in das Sternlager Bergen-Belsen, einem vom eigentlichen Konzentrationslager abgetrennten Bereich; sie dürfen weiterhin ihre Zivilkleidung mit dem „Stern“ tragen.

26.4.1944 von den etwa 1.300 Austauschjuden mit Palästina-Zertifikat werden 272 ausgewählt, vor allem Mitarbeiter des Joodse Raad Amsterdam und deren Familienangehörigen. Sie sollen ausgetauscht werden gegen „Deutsche Templer“, eine Sekte in Jerusalem.

Die Hoffnung auf den Templer-Austausch zerschlägt sich für die meisten im Sternlager.

30.5.1944 Tod des Vaters Moses in Bergen Belsen

Ende Mai 1944 Reduktion auf die endgültigen 222; Unterbringung in abgesonderter Baracke

Vier Wochen Wartens nach Absage des ursprünglichen Termins

29.6. 1944 222 Austauschjuden aus Bergen-Belsen mit dem Zug über Nürnberg nach Wien; hier kommen noch 61 Engländer und US-Amerikaner aus den Internierungslagern Vittel und Laufen (Salzach) hinzu. Die Fahrt geht über Budapest, Sofia nach Istanbul. In Wien, Istanbul und Aleppo wurden jeweils die Züge gewechselt; den Bosporus überquerte ein Ausflugsdampfer, der die Zeit bis zur Abfahrt des Zuges auf der asiatischen Seite von Istanbul mit einer mehrstündigen Rundfahrt überbrückte. Ab Aleppo über Beirut erreichte der Transport schließlich Haifa in Palästina.

10.7.1944 Ankunft von Fromet, Rebekka und Georgina Van Dam im Internierungscamp Athlit bei Haifa

Nachkriegszeit –

Gedenken

Quellen

https://www.myheritage.de/research

https://collections.arolsen-archives.org/de/document/348291

https://collections.arolsen-archives.org/de/document/5058528

Kelly Bauer, Syds Wiersma, Kibboets op de Klei, Fries Film Archief Leeuwarden, 2020

Auke Zeldenrust, Kibboets op de Klei, Boom, 2020

Morris Schnitzer, My three selves, a memoir, Lugus, Toronto, 2002

Hannelore Grünberg-Klein, Zolang er nog tranen zijn, Nijgh & Van Ditmar, 2015

Mirjam Pinkhof, De Jeugdalijah van het Paviljoen Loosdrechtsche Rade, 1998

Frans van der Straaten, Om nooit te vergeten. Herinneringen en belevenissen aan/van Palestina-Pioniers in Nederland gedurende de oorlogsjaren 1939-1945

https://collections.yadvashem.org/en/documents/3655767

https://www.gfh.org.il/eng/Archive

Staatsarchiv Israel, Mandat zur Einbürgerung in Palästina, 1937-1947

https://yvng.yadvashem.org/index.html?language=de

Veröffentlicht von Franz-Josef Wittstamm

Geboren 31. Mai 1951 in Recklinghausen Gymnasium Petrinum 1961 bis Abitur1970 Studium der Humanmedizin in Bochum Approbation 1981 Promotion1982 Facharzt für Innere Medizin, Kardiologie, Intensivmedizin Im Ruhestand seit 2016

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