
Franz Hermann Selig Plato
*14.11.1920 in Fulda; ✡ September 1942 in Auschwitz
Staatsangehörigkeit –
Religion jüdisch
Vater Siegfried Simon Plato *30.3.1888 in Thorn; 23.5.1944 in Auschwitz
Heirat der Eltern 30.5.1919 in Hamburg
Mutter Amelie Freundlich *9.10.1893 in Hamburg
Bruder
Raphael Raffi Plato *7.12.1925 in Hannover; ✡20.2.1996 Netanja; oo Zippora Altman
Beruf Landwirtschaftlicher Praktikant
Adressen Fulda; Mannheim; Hannover; Amsterdam; Catharinahoeve in Gouda; Utrecht, Voorstraat 85
Heirat ledig
Kinder zwei
Weiterer Lebensweg
23.3.1939 Flucht von Franz Plato aus Mannheim nach Amsterdam

Minderheitenzählung
17.5.1939 Franz registriert mit den Eltern und und Bruder Raphael in Mannheim, Augustaanlage 12
Hachschara-Jeugdfarm Catarinahoeve in Gouda
5.5.1939 Franz Plato aus Amsterdam kommend zur Hachschara nach Gouda
Das ab Oktober 1937 bestehende Hachscharalager Catharinahoeve in Gouda wurde möglich durch eine testamentarische Schenkung in Höhe von 80000 Gulden Hfl von Catharina van Zon. Die Jeugdfarm diente der Mittleren Hachschara für 14-17-Jährige zur Vorbereitung auf die Alija.
Robert Levisson übernahm die Funktion des Sekretär des Vorstandes, dem auch Frau A. Vroman angehörte, Mutter des Dichters und Biologen Leo Vroman.
Die Leitung der Gruppe lag bei dem Ehepaar Dr. Manfred Litten und Shoshana Jansje Litten-Serlui zuvor Danzig. Als Betriebsleiter eingestellt war zunächst Herrn Knol, dem Henk de Raaf und Franz Man zur Seite gestellt wurden. Nachbar Dirk van Schaik half als Vorarbeiter.
Ab 1940 lag die Verantwortung bei der Joodse Centrale voor Beroepsopleiding JCB.
13.9.1939 Franz Plato abgemeldet aus Gouda nach Steijnkade
22.1.1940 Franz Plato wieder angemeldet in Gouda
1.6.1940 Franz Plato abgemeldet aus Gouda nach Amsterdam
13.2.1941 Franz Plato abgemeldet aus Amsterdam
Kamp Westerbork
Das im Oktober 1939 von den niederländischen Behörden eröffnete Vluchtelingenkamp Westerbork in Drenthe wurde am 1. Juli 1942 von der SS als „Polizeiliches Judendurchgangslager“ übernommen. Es diente fortan der Erfassung, der Internierung und als Abgangsort der Massentransporte aus den Niederlanden nach Auschwitz und Sobibor sowie 1944 ins Sternlager Bergen-Belsen und nach Theresienstadt. Zunächst erfolgten die Deportationen von der Station Hooghalen aus, bevor im November 1942 das Kamp an das Gleisnetz angeschlossen wurde.
19.8.1942 Franz Plato eingewiesen in das Kamp Westerbork

14.9.1942 Deportation von Westerbork nach Auschwitz
31.10.1942 Tod von Franz Plato in Auschwitz (offiziell)
Die Bürckel-Wagner-Aktion in Baden
22.10.1940 beide Eltern mit Bruder Raffi auf einem von sieben Transporten von 6500 Juden des Saarlandes, der Pfalz und Baden, davon 1972 allein aus Mannheim in das Internierungslager Gurs in Südfrankreich transportiert in der „Bürckel-Wagner-Aktion“.
März 1941 Verlegung verschiedener Gruppen aus Gurs in andere Lager: Betagte Menschen kamen nach Noé, Schwerbehinderte nach Récébédou, Familien in das sogenannte ‚Familienlager‘ Rivesaltes
10.3.1941 beide Eltern mit Bruder Raffi in das ‚Familienlager‘ Rivesaltes
11.12.1942 Bruder Raffi gelingt die Flucht in die Schweiz
17.5.1944 Verlegung der Eltern von Rivealtes nach Drancy
20.5.1944 beide Eltern auf dem Transport 74 von Drancy nach Auschwitz-
Nachkriegszeit
20.6.1945 Ankunft von Bruder Raphael in Palästina
Gedenken
Quellen
https://www.archiefhond.nl/nt/Gda/joodsepersonenGouda.pdf
https://www.myheritage.de/research
https://collections.arolsen-archives.org/de/document/5058528
https://collections.arolsen-archives.org/de/document/130354055
https://apps.bundesarchiv.de/gedenkbuch/en944611
https://archief.amsterdam/indexen/persons?ss=%7B%22q%22:%22Plato%20Franz%22%7D
https://apps.bundesarchiv.de/gedenkbuch/en944610
Kelly Bauer, Syds Wiersma, Kibboets op de Klei, Fries Film Archief Leeuwarden, 2020
Auke Zeldenrust, Kibboets op de Klei, Boom, 2020
Morris Schnitzer, My three selves, a memoir, Lugus, Toronto, 2002
Hannelore Grünberg-Klein, Zolang er nog tranen zijn, Nijgh & Van Ditmar, 2015
Mirjam Pinkhof, De Jeugdalijah van het Paviljoen Loosdrechtsche Rade, 1998
Frans van der Straaten, Om nooit te vergeten. Herinneringen en belevenissen aan/van Palestina-Pioniers in Nederland gedurende de oorlogsjaren 1939-1945
https://collections.yadvashem.org/en/documents/3655767
https://www.gfh.org.il/eng/Archive
Staatsarchiv Israel, Mandat zur Einbürgerung in Palästina, 1937-1947