Limmer Hans

Hans Limmer

*22.2.1911 in Berlin; ✡ 27.4.1983 in Montreal

Staatsangehörigkeit polnisch, staatenlos

Religion jüdisch

Vater David Limmer *25.2.1882 in Boryslaw; ✡22.4.1942 in Berlin

Mutter Rosa Glaesel *6.2.1882 in Wien; ✡12.12.1942 in Auschwitz

Geschwister

Grete Limmer *13.9.1912 in Berlin; ✡11.1.2003 in Montreal; oo Max Marcus

Beruf  –

Adressen Berlin; Urfeld, Hauptstraße 78;

Heirat Edith Schendel *18.2.1916 in Breslau; ✡20.10.1996 in Montreal

Kinder

Judith Judy Limmer; oo Amos Sochaczevski

Weiterer Lebensweg

Hachschara in Urfeld

21.12.1935Hans Limmer aus Berlinzur Hachschara ins Umschulungslager Urfeld auf dem Dietkirchener Hof zwischen Bonn und Köln-Wesseling; Besitzer war der mit Arthur Stern befreundete nichtjüdische Architekt Albrecht Doering aus Urfeld.

Von März 1934 bis April 1940 war der Dietkirchener Hof als Kibbuz/Beth Chaluz ein Zentrum der Vorbereitung auf die Alija nach Palästina für mehr als 180 meist junge Juden. Das Zentrum des Hechaluz hieß auch Kibbuz Bamaaleh („Bamaaleh“=im Aufstieg); es wurde finanziert vom jüdischen Textilfabrikanten und Architekten Arthur Stern – zu Beginn noch gemeinsam mit der Reichsregierung! Die landwirtschaftliche Ausbildung erfolgte auf Urfelder Bauernhöfen.

Ab 1937 konnten die Chaluzim auch eine Lehre absolvieren in der Großgärtnerei Giesen, dem Obstbau- und Gärtnereibetrieb „Marienhof“ des ehemaligen Kölner Gartenbaudirektors Josef Giesen (1887-1962)

12.8.1936 Hans Limmer abgemeldet aus Urfeld nach Magdeburg

Heirat mit Edith Schendel

Alija

6.6.1937 Ankunft von Hans und Edith Limmer in Haifa auf der SS JERUSALEM mit Arbeiterzertifikaten des Hechaluz der Kategorie C/LS

Minderheitenvolkszählung

17.5.1939 beide Eltern in Berlin, Bautzener Straße 3

24.4.1942 Tod des Vaters David Limmer in Berlin, Keithstraße 40

24. Osttransport

9.12.1942 Mutter Rosa auf dem 24. Osttransport mit 811 Juden von Berlin

Mit ihr auf der Transport-Liste: Lothar Loewe, Mitbewohner aus der Keithstraße 40

Nachkriegszeit

Auswanderung des Ehepaar Limmer nach Montreal, Kanada

Gedenken

Quellen

https://www.statistik-des-holocaust.de/list_ger_ber_ot24.html

https://apps.bundesarchiv.de/gedenkbuch/de1108014

https://collections.arolsen-archives.org/de/document/11216152

https://collections.arolsen-archives.org/de/document/11245427

https://collections.arolsen-archives.org/de/document/127207614

StA Bornheim, Sammlung Zerlett; Liste der Bewohner im „Lager Urfeld“

Archiv des Rhein-Sieg-Kreises, Landkreis Bonn (ARSK-LKB)

https://www.rheinische-geschichte.lvr.de/Projekte/Widerstandskarte/josef-wimar-giesen-versteckte-juedische-jugendliche-in-der-pogromnacht/DE-2086/lido/dc00018960

Pracht-Jörns, Elfi (Bearb.), Jüdische Lebenswelten im Rheinland. Kommentierte Quellen von der Frühen Neuzeit bis zur Gegenwart, Köln Weimar Wien 2011, S. 272.

https://www1.wdr.de/urfeld100.html

https://www.mappingthelives.org

Deutsche Minderheiten-Volkszählung 1939

Staatsarchiv Israel, Mandat zur Einbürgerung in Palästina, 1937-1947

https://yvng.yadvashem.org/index.html?language=de

https://collections.arolsen-archives.org/de

Genealogie Website My heritage, diverse Familienstammbäume

Hubert Schneider (Hrsg.) Das Tagebuch der Susi Schmerler, eines jüdischen Mädchens aus Bochum, LIT-Verlag, 2018

https://www.kortumgesellschaft.de/tl_files/kortumgesellschaft/content/download-ocr/erinnernzukunft/Mitteilungsblatt-EfdZ-2011-Nr-15.pdf

https://yvng.yadvashem.org/index.html?language=de

https://digipres.cjh.org/delivery/DeliveryManagerServlet?dps_pid=FL4311316

Peter W. Lande,  Jewish „Training“ Centers in Germany, Manuskript von 1978 im Bestand des Centers for Jewish History

Veröffentlicht von Franz-Josef Wittstamm

Geboren 31. Mai 1951 in Recklinghausen Gymnasium Petrinum 1961 bis Abitur1970 Studium der Humanmedizin in Bochum Approbation 1981 Promotion1982 Facharzt für Innere Medizin, Kardiologie, Intensivmedizin Im Ruhestand seit 2016

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