
Elkan Leissner
*2.2.1906 in Sieniawa;✡ 3.6.1993 in Haifa
Staatsangehörigkeit polnisch
Religion jüdisch
Vater Schlomo Leissner *8.1.1869 in Sieniawa; ✡29.2.1932 in Berlin
Heirat der Eltern Juli 1899 Sieniawa
Mutter Chawa Folger *20.3.1871 in Sieniawa; ✡nach 1939 England
Geschwister
Ephraim (1893-1973); Jakob Meir (1894-1962); Dwerl (1897-1976) oo Helmreich; Hersch;(1898-1947); Rosa (1900) oo Silfen; Dov Berish Oskar (*3.7.1900) und Georg Leissner (1908-2006)
Beruf Buchhalter
Adressen Sieniawa; Halberstadt; Berlin; Urfeld, Hauptstraße 78;

Heirat 23.8.1936 Regina Rifka König *12.11.1913 in Berlin; ✡13.12.2002 in Haifa
Tochter
Shulamit Rachel Leissner *22.6.1937 in Petah Tikwa; ✡28.10.2003 in Tel Aviv
Weiterer Lebensweg
1918 die Familie zieht von Sieniawa nach Halberstadt
4.4.1934 Polnischer Pass für Elkan Leissner Ausstellung in Berlin
14.3.1933 Polnischer Pass für Rifka König, Ausstellung in Berlin
Hachschara in Urfeld
24.7.1934 Elkan Leissner aus Hardheim Halberstadt zur Hachschara ins Umschulungslager Urfeld auf dem Dietkirchener Hof zwischen Bonn und Köln-Wesseling; Besitzer war der mit Arthur Stern befreundete nichtjüdische Architekt Albrecht Doering aus Urfeld.
Von März 1934 bis April 1940 war der Dietkirchener Hof als Kibbuz/Beth Chaluz ein Zentrum der Vorbereitung auf die Alija nach Palästina für mehr als 200 meist junge Juden. Das Zentrum des Hechaluz hieß auch Kibbuz Bamaaleh („Bamaaleh“=im Aufstieg); es wurde finanziert vom jüdischen Textilfabrikanten und Architekten Arthur Stern – zu Beginn noch gemeinsam mit der Reichsregierung! Die landwirtschaftliche Ausbildung erfolgte auf Urfelder Bauernhöfen.
Ab 1937 konnten die Chaluzim auch eine Lehre absolvieren in der Großgärtnerei Giesen, dem Obstbau- und Gärtnereibetrieb „Marienhof“ des ehemaligen Kölner Gartenbaudirektors Josef Giesen (1887-1962)
3.12.1934 Elkan Leissner abgemeldet aus Urfeld nach Berlin
23.8.1936 Heirat mit Regina Rifka König
Alija
31.8.1936 Ankunft des Ehepaar Leissner in Haifa mit Arbeiterzertifikaten des Hechaluz der Kategorie C/LS
6.11.1944 Einbürgerung von Elkan und Regina Leissner in Palästina
Polenaktion
28.10.1938 Bruder Oskar Leissner abgeschoben nach Zbaszyn
Minderheitenvolkszählung
17.5.1939 Mutter Eva Leissner mit Sohn Jakob, dessen Frau Jetti und Enkel Elkan Leisner (*1924 in Halberstadt) in Berlin, Horst-Wessel-Stadt, Höchste Straße 39
1.8.1939 Mutter Eva emigriert nach London
22.8.1939 Bruder Hersch/Herz Leissner emigriert nach London
29.9.1939 Mutter Eva Leissner mit Sohn Georg und dessen Frau Toni sowie Sohn Herz Leisner in Hackney bei britischem Census
Nachkriegszeit
Gedenken
Quellen
StA Bornheim, Sammlung Zerlett; Liste der Bewohner im „Lager Urfeld“
Archiv des Rhein-Sieg-Kreises, Landkreis Bonn (ARSK-LKB)
Pracht-Jörns, Elfi (Bearb.), Jüdische Lebenswelten im Rheinland. Kommentierte Quellen von der Frühen Neuzeit bis zur Gegenwart, Köln Weimar Wien 2011, S. 272.
https://www1.wdr.de/urfeld100.html
https://www.mappingthelives.org
Deutsche Minderheiten-Volkszählung 1939
Staatsarchiv Israel, Mandat zur Einbürgerung in Palästina, 1937-1947
https://yvng.yadvashem.org/index.html?language=de
https://collections.arolsen-archives.org/de
Genealogie Website My heritage, diverse Familienstammbäume
Hubert Schneider (Hrsg.) Das Tagebuch der Susi Schmerler, eines jüdischen Mädchens aus Bochum, LIT-Verlag, 2018
https://yvng.yadvashem.org/index.html?language=de
https://digipres.cjh.org/delivery/DeliveryManagerServlet?dps_pid=FL4311316
Peter W. Lande, Jewish „Training“ Centers in Germany, Manuskript von 1978 im Bestand des Centers for Jewish History