
Heinz Kühnberg
*2.6.1916 in Bautzen;✡ ?
Staatsangehörigkeit staatenlos
Religion jüdisch
Vater Franz Kühnberg *1.1.1885 in Liegnitz
Mutter unbekannt
Onkel/Tanten
Robert Kühnberg *13.5.1880 in Liegnitz; ✡ nach Mai 1942 in der Region Lublin
Rosa Kühnberg *4.1.1879 in Liegnitz; ✡ 18.5.1944 in Auschwitz
Geschwister

Kurt Kühnberg *16.10.1917 in Bautzen
Beruf –
Adressen Bautzen; Dresden; Urfeld;
Heirat ?
Kinder ?
Weiterer Lebensweg

28.1.1935 Ausstellung eines Fremdenpass in Bautzen
Hachschara in Urfeld

13.8.1935 Heinz Kühnberg aus Bautzen zur Hachschara ins Umschulungslager Urfeld auf dem Dietkirchener Hof zwischen Bonn und Köln-Wesseling; Besitzer war der mit Arthur Stern befreundete nichtjüdische Architekt Albrecht Doering aus Urfeld.
Von März 1934 bis April 1940 war der Dietkirchener Hof als Kibbuz/Beth Chaluz ein Zentrum der Vorbereitung auf die Alija nach Palästina für mehr als 180 meist junge Juden. Das Zentrum des Hechaluz hieß auch Kibbuz Bamaaleh („Bamaaleh“=im Aufstieg); es wurde finanziert vom jüdischen Textilfabrikanten und Architekten Arthur Stern – zu Beginn noch gemeinsam mit der Reichsregierung! Die landwirtschaftliche Ausbildung erfolgte auf Urfelder Bauernhöfen.
Ab 1937 konnten die Chaluzim auch eine Lehre absolvieren in der Großgärtnerei Giesen, dem Obstbau- und Gärtnereibetrieb „Marienhof“ des ehemaligen Kölner Gartenbaudirektors Josef Giesen (1887-1962)
7.10.1935 Vater Franz abgemeldet nach Luxemburg
24.1.1936 Passverlängerung in Bornheim
21.7.1936 abgemeldet aus Urfeld nach Luxemburg (zum Vater ?)
13.7.1936 Ankunft von Bruder Kurt in Haifa

19.10.1936 angemeldet in Köln, Lützowstraße 39; Wohnheim der Jüdischen Handwerkerschule
9.4.1936 Verlängerung der Aufenthaltserlaubnis in Bornheim
Hachschara in Luxemburg
Juli bis Oktober 1936 in Luxemburg; vermutlich zur Hachschara in Altwies, im Gebäude des ehem. Hotel de Paris; das Institut Hechalouts für 60 Auszubildende bestand von 1933-1938/39
Jüdische Handwerkerschule Köln
19.10.1936 nach Köln Lützowstraße 39
Im Gebäudekomplex (Lützowstraße 35–39) waren die Israelitische Volksschule und die jüdische Handwerkerschule sowie das Wohnheim für Jugendliche untergebracht
Gut Winkel
April 1937 Heinz Kühnberg zur Hachschara in Gut Winkel, Spreenhagen
Gut Winkel bestand als Lehrgut Schocken ab 1933 in Trägerschaft der zionistischen Jugendbünde; Lagerleiter war Martin Gerson vom Januar 1933 bis zwangsweisen Aufgabe von Gut Winkel am 19. Juni 1941; Hauswirtschaftsleiterin war seine Frau Bertel.

30.4.1937 Heinz Kühnberg auf der Zugangsliste des Gut Winkel vom April 1937

26.5.1937 Heinz Kühnberg in Alt-Hartmannsdorf
20.1.1937 Passverlängerung in Köln
2.6.1937 Einschiffung in Triest
7.6.1937 Ankunft von Heinz Kühnberg in Haifa mit einem Arbeiterzertifikat des Hechaluz der Kategorie C/LS
12.1.1943 Einbürgerung
Nachkriegszeit
Gedenken
Quellen
https://apps.bundesarchiv.de/gedenkbuch/de30994
StA Bornheim, Sammlung Zerlett; Liste der Bewohner im „Lager Urfeld“
Archiv des Rhein-Sieg-Kreises, Landkreis Bonn (ARSK-LKB)
https://www1.wdr.de/urfeld100.html
https://www.mappingthelives.org
Deutsche Minderheiten-Volkszählung 1939
Staatsarchiv Israel, Mandat zur Einbürgerung in Palästina, 1937-1947
https://yvng.yadvashem.org/index.html?language=de
https://collections.arolsen-archives.org/de
Genealogie Website My heritage, diverse Familienstammbäume
Hubert Schneider (Hrsg.) Das Tagebuch der Susi Schmerler, eines jüdischen Mädchens aus Bochum, LIT-Verlag, 2018
https://yvng.yadvashem.org/index.html?language=de
https://digipres.cjh.org/delivery/DeliveryManagerServlet?dps_pid=FL4311316
Peter W. Lande, Jewish „Training“ Centers in Germany, Manuskript von 1978 im Bestand des Centers for Jewish History