Kuflik Abraham

Abraham Kuflik

*6.7.1921 in Köln; ✡ 15.7.1996 in Kiriat Tivon

Staatsangehörigkeit polnisch

Religion jüdisch

Vater Bernhard Kuflik *21.9.1886 in Rzeszow, Galizien; ✡1941 in Polen

Mutter Ita Lea Fillenbaum

Geschwister

Moses Kuflik *7.3.1914 ; ✡22.5.1992 in Bournemouth; oo 1941 Muriel Eva Morris

Samuel Kuflik *28.8.1916

Esther Kuflik *?

Klara Kuflik *16.8.1923 in Köln; 2.12.2009 in Haifa

Cousin

Pinchas Kuflik *14.10.1921 in Köln; 1.5.1943 auf der SS ERINPURA

Beruf –

Adressen Köln, Mauthgasse 15; Urfeld;

Heirat 26.2.1942 in Kinneret Eva Szczekacz *26.2.1923 in Breslau

Kinder

Weiterer Lebensweg

13.11.1936 Ausstellung eines Fremdenpasses in Köln für Abraham Kuflik

20.6.1938 Ausstellung eines Fremdenpasses in Breslau für Eva Szczekacz

Hachschara in Urfeld

3.2.1937 Abraham Kuflik aus Köln zur Hachschara ins Umschulungslager Urfeld auf dem Dietkirchener Hof zwischen Bonn und Köln-Wesseling; Besitzer war der mit Arthur Stern befreundete nichtjüdische Architekt Albrecht Doering aus Urfeld.

Von März 1934 bis April 1940 war der Dietkirchener Hof als Kibbuz/Beth Chaluz ein Zentrum der Vorbereitung auf die Alija nach Palästina für mehr als 180 meist junge Juden. Das Zentrum des Hechaluz hieß auch Kibbuz Bamaaleh („Bamaaleh“=im Aufstieg); es wurde finanziert vom jüdischen Textilfabrikanten und Architekten Arthur Stern – zu Beginn noch gemeinsam mit der Reichsregierung! Die landwirtschaftliche Ausbildung erfolgte auf Urfelder Bauernhöfen.

Ab 1937 konnten die Chaluzim auch eine Lehre absolvieren in der Großgärtnerei Giesen, dem Obstbau- und Gärtnereibetrieb „Marienhof“ des ehemaligen Kölner Gartenbaudirektors Josef Giesen (1887-1962)

23.2.1937 Abraham Kuflik abgemeldet aus Urfeld nach Köln

8.3.1937 Ankunft von Abraham Kuflik in Haifa mit einem Studentenzertifikat der Jugendalija der Kategorie B(III)

12.9.1938 Ankunft von Eva Szczekacz in Tel Aviv mit einem Studentenzertifikat der Jugendalija der Kategorie B(III)

26.2.1942 in Kinneret Eva Szczekacz

18.1.1943 Einbürgerung von Abraham und Eva Kuflik in Palästina

Nachkriegszeit

Gedenken

Quellen

StA Bornheim, Sammlung Zerlett; Liste der Bewohner im „Lager Urfeld“

Archiv des Rhein-Sieg-Kreises, Landkreis Bonn (ARSK-LKB)

https://www.rheinische-geschichte.lvr.de/Projekte/Widerstandskarte/josef-wimar-giesen-versteckte-juedische-jugendliche-in-der-pogromnacht/DE-2086/lido/dc00018960

Pracht-Jörns, Elfi (Bearb.), Jüdische Lebenswelten im Rheinland. Kommentierte Quellen von der Frühen Neuzeit bis zur Gegenwart, Köln Weimar Wien 2011, S. 272.

https://www1.wdr.de/urfeld100.html

https://www.mappingthelives.org

Deutsche Minderheiten-Volkszählung 1939

Staatsarchiv Israel, Mandat zur Einbürgerung in Palästina, 1937-1947

https://yvng.yadvashem.org/index.html?language=de

https://collections.arolsen-archives.org/de

Genealogie Website My heritage, diverse Familienstammbäume

Hubert Schneider (Hrsg.) Das Tagebuch der Susi Schmerler, eines jüdischen Mädchens aus Bochum, LIT-Verlag, 2018

https://www.kortumgesellschaft.de/tl_files/kortumgesellschaft/content/download-ocr/erinnernzukunft/Mitteilungsblatt-EfdZ-2011-Nr-15.pdf

https://yvng.yadvashem.org/index.html?language=de

https://digipres.cjh.org/delivery/DeliveryManagerServlet?dps_pid=FL4311316

Veröffentlicht von Franz-Josef Wittstamm

Geboren 31. Mai 1951 in Recklinghausen Gymnasium Petrinum 1961 bis Abitur1970 Studium der Humanmedizin in Bochum Approbation 1981 Promotion1982 Facharzt für Innere Medizin, Kardiologie, Intensivmedizin Im Ruhestand seit 2016

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