*7.12.1906 in Berlin; ✡21.5.1940 in Eberswalde
Staatsangehörigkeit deutsch
Religion jüdisch
Vater Hermann Hersch Itzak Abramowicz *10.6.1873 in Krakau; ✡18.12.1943 Auschwitz
Heirat der Eltern 1904
Mutter Golda Manne *15.7.1875 in Krakau; 1943 auf dem Transport von Theresienstadt nach Auschwitz
Geschwister
Henriette Abramowicz *27.3.1905 in Warschau; „behindert“; ✡1938 in Berlin
Max Moshe Abramowicz *4.4.1910 in Berlin; ✡4.5.1990 in Haifa; oo Hella Beck

Siegfried Samuel Abramowicz/ Isemann*18.10.1915 in Berlin; ✡16.4.1990 in Cincinatti; oo Erika Lebenstein *4.3.1918 in Stadtlohn
Beruf Mechaniker
Adressen Berlin; Ellguth, Steinau
Heirat 22.1.1934 in Berlin mit Helene Hella Beck *21.10.1910 in Tarnow
Kind
–
Weiterer Lebensweg
Ostern 1913 Einschulung Volksschule ; Wechsel zur Werd’schen Oberrealschule (Friedrichswerdersche), Abschluß mit Abitur
Jura-Studium an der Universität in Berlin
Minderheiten-Volkszählung
17.5.1939 Bruder Willi, Rechtsanwalt, in Berlin-Friedrichshain
17.5.1939 Bruder Siegfried bei den Eltern in Berlin-Friedrichshain
17.5.1939 Bruder Max mit Frau und Tochter Ruth in Ellguth
1939-1946 Max mit seiner Frau und Tochter Ruth in Schweden;
22.7.1939 Siegfried aus Berlin ins Lager Paderborn
Hachschara Polenzwerder
1939 Willi Abramowicz zur Hachschara in das jüdische Lehrgut Polenzwerder bei Eberswalde in Brandenburg.
Das jüdische Lehrgut Polenzwerder wurde 1937 von der Jugendorganisation Jüdisch-nationale Jugend Herzlia (Betar) in Trägerschaft der Staatszionistischen Organisation (Revisionisten) in einer alten Ziegelei eingerichtet. Im Sommer 1938 wurde der BETAR zwangsaufgelöst. Nach dem das Lager im Novemberpogrom überfallen worden war, übernahm die Reichsvereinigung der Juden in Deutschland RVJD das Lehrgut, in dem bis zu 45 Jugendliche in Landwirtschaft und Gärtnerei auf der Alija nach Palästina vorbereitet wurden.
Leiter des Gutes Polenzwerder
Bis 1937 Max Meyer, Sohn des Besitzers Gustav Meier
Ab 1937 David Kirschenbaum, Siegfried Peckel, als Inspektor Hermann Nördlinger

21.5.1940 Tod von Willi Abramowicz in der Landesanstalt Eberswalde
Patientenbücher und Sterbebücher der Brandenburgischen Landesanstalt Eberswalde
Schweden
Sommer 1939 Max mit Frau und Tochter Ruth nach Schweden
1939 -1946 in Malmöhus Schweden

31.12.1940 Max mit Frau und Tochter Ruth bei schwedischer Volkszählung in zusammen mit den Chawerim vom Hechaluz Heinz Säbel, Erich Kugelmann und Kurt Milchner
Berlin-Theresienstadt-Auschwitz
11.6.1942 beide Eltern auf dem Alterstransport von Berlin nach Theresienstadt
18.12.1943 beide Eltern auf dem Transport von Theresienstadt nach Auschwitz
Fabrikaktion
März 1943 Reichsweite „Fabrikaktion“, alle noch in Arbeitslagern und kriegswichtigen Betrieben beschäftigten „Volljuden“ werden verhaftet und in Konzentrationslager nach Auschwitz und ins „Generalgouvernement“ deportiert
1.3.1943 Auflösung des Arbeitslagers Paderborn; Bruder Siegfried mit Frau Erika mit der Bahn nach Bielefeld; mit Bussen ins Sammellager Saal im Haus der Gesellschaft „Eintracht“ am Klosterplatz
2.3.1943 40 Stunden im geschlossenen Güterwaggon, Transport Bielefeld über Hannover – Erfurt – Dresden nach Auschwitz mit allen 98 Chawerim aus dem Arbeitslager
3.3.1943 Ankunft und Selektion in Auschwitz; Bruder Siegfried wird ins Lager übernommen zum Aufbau des IG-Farben Werkes Buna Monowitz, Häftlingsnummer 104891
Nachkriegszeit
3.11.1945 Alija von Max mit Frau und Tochter Ruth nach Palästina

3.1.1946 Ankunft von Max mit Frau und Tochter Ruth auf der SS Florida in Haifa
Gedenken –
Quellen
Patientenbücher und Sterbebücher der Brandenburgischen Landesanstalt Eberswalde
Deutsche Minderheiten-Volkszählung 1939
Margit Naarmann, Ein Auge gen Zion, Paderborn, 2000; ISBN3-89498-087-7
https://collections.arolsen-archives.org/de/document/127187866
https://collections.arolsen-archives.org/en/search/person/9957443?s=Abramowicz%201915&t=1998424&p=3
https://collections.arolsen-archives.org/en/search/person/78864036?s=Abramowicz%201915&t=222915&p=3