Abramowicz Max

Max Moshe Abramowicz

*4.4.1910 in Berlin; ✡4.5.1990 in Haifa

Staatsangehörigkeit deutsch

Religion jüdisch

Vater Hermann Hersch Itzak Abramowicz *10.6.1873 in Krakau; ✡18.12.1943 Auschwitz

Heirat der Eltern 1904

Mutter Golda Manne *15.7.1875 in Krakau; 1943 auf dem Transport von Theresienstadt nach Auschwitz

Geschwister

Henriette Abramowicz *27.3.1905 in Warschau; „behindert“; ✡1938 in Berlin

Willi Abramowicz *7.12.1906 in Berlin; ✡21.5.1940 in Eberswalde

Siegfried Samuel Abramowicz/ Isemann*18.10.1915 in Berlin; ✡16.4.1990 in Cincinatti; oo Erika Lebenstein *4.3.1918 in Stadtlohn

Beruf Mechaniker

Adressen Berlin; Ellguth, Steinau

Heirat 22.1.1934 in Berlin mit Helene Hella Beck *21.10.1910 in Tarnow

Kind

Ruth Abramowicz *17.5.1937 in Berlin

Weiterer Lebensweg

22.1.1934 Heirat in Berlin mit Hella Beck

Das Lehrgut Ellguth

Max mit Frau und Tochter Ruth zur Hachschara ins Lehrgut Ellguth

Die Eröffnung des Lehrgutes Ellguth in Steinau bei Falkenberg/Klein-Schnellendorf erfolgte in Trägerschaft des Hechaluz am 19.12.1937. Die Leitung wurde Edgar und Elly Freund von der „Jüdischen Jugendhilfe Berlin“ übertragen. Zur Eröffnung kam als Madrich für die Landwirtschaft Georg Josephsthal, zuvor Generalsekretär des Hechaluz und im Merkas des Habonim. Seine Frau Senta übernahm die Milchwirtschaft des Gutes. Als landwirtschaftlicher Inspektor wurde der Nichtjude Bless eingestellt. Bis zu 100 Chaluzim wurden hier ausgebildet.

Minderheiten-Volkszählung

17.5.1939 Max mit Frau und Tochter Ruth in Falkenberg Klein Schnellendorf (Hachschara) bei 17.5.1939 Bruder Siegfried bei den Eltern in Berlin-Friedrichshain

17.5.1939 Bruder Willi, Rechtsanwalt, in Berlin-Friedrichshain

1939-1946 Max nach Emigration mit seiner Frau und Tochter Ruth in Schweden;

22.7.1939 Siegfried aus Berlin ins Lager Paderborn

3.11.1939 Erika aus Stadtlohn ins Lager Paderborn

21.5.1940 Bruder Willi auf Hachschara Messingwerk in Eberswalde (Polenzwerder) umgekommen

Patientenbücher und Sterbebücher der Brandenburgischen Landesanstalt Eberswalde

Patientenbücher und Sterbebücher der Brandenburgischen Landesanstalt Eberswalde

2.10.1940 Heirat von Bruder Siegfried in Paderborn mit Erika Lebenstein

Schweden

Sommer 1939 Max mit Frau und Tochter Ruth nach Schweden

1939 -1946 in Malmöhus Schweden

31.12.1940 Max mit Frau und Tochter Ruth bei schwedischer Volkszählung in zusammen mit den Chawerim vom Hechaluz Heinz Säbel, Erich Kugelmann und Kurt Milchner

Berlin-Theresienstadt-Auschwitz

11.6.1942 beide Eltern auf dem Alterstransport von Berlin nach Theresienstadt

18.12.1943 beide Eltern auf dem Transport von Theresienstadt nach Auschwitz

Fabrikaktion

März 1943 Reichsweite „Fabrikaktion“, alle noch in Arbeitslagern und kriegswichtigen Betrieben beschäftigten „Volljuden“ werden verhaftet und in Konzentrationslager nach Auschwitz und ins „Generalgouvernement“ deportiert

1.3.1943 Auflösung des Arbeitslagers Paderborn; Bruder Siegfried mit Frau Erika mit der Bahn nach Bielefeld; mit Bussen ins Sammellager Saal im Haus der Gesellschaft „Eintracht“ am Klosterplatz

2.3.1943 40 Stunden im geschlossenen Güterwaggon, Transport Bielefeld über Hannover – Erfurt – Dresden nach Auschwitz mit allen 98 Chawerim aus dem Arbeitslager

3.3.1943 Ankunft und Selektion in Auschwitz; Bruder Siegfried wird ins Lager übernommen zum Aufbau des IG-Farben Werkes Buna Monowitz, Häftlingsnummer 104891

Nachkriegszeit

Oktober 1945 Max, Hella und Ruth auf der Mitgliederliste des Hechaluz Schweden, Alte Chawerim

3.11.1945 Alija von Max mit Frau und Tochter Ruth nach Palästina

3.1.1946 Ankunft von Max mit Frau und Tochter Ruth auf der SS Florida in Haifa

Gedenken –

Quellen

Deutsche Minderheiten-Volkszählung 1939

Volkszählung Schweden 1940 – Moses Max Israel Abramowicz

Patientenbücher und Sterbebücher der Brandenburgischen Landesanstalt Eberswalde

Margit Naarmann, Ein Auge gen Zion, Paderborn, 2000; ISBN3-89498-087-7

https://collections.arolsen-archives.org/de/document/127187866

https://collections.arolsen-archives.org/en/search/person/130831845?s=Abramowicz%201915&t=1108124&p=2

https://collections.arolsen-archives.org/en/search/person/9957443?s=Abramowicz%201915&t=1998424&p=3

https://collections.arolsen-archives.org/en/search/person/78864036?s=Abramowicz%201915&t=222915&p=3

Veröffentlicht von Franz-Josef Wittstamm

Geboren 31. Mai 1951 in Recklinghausen Gymnasium Petrinum 1961 bis Abitur1970 Studium der Humanmedizin in Bochum Approbation 1981 Promotion1982 Facharzt für Innere Medizin, Kardiologie, Intensivmedizin Im Ruhestand seit 2016

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