Botshaim Max

Max Botshaim

*26.10.1921 in Berlin; ✡ ? Israel

Staatsangehörigkeit polnisch

Religion jüdisch

Vater Joseph Botshaim *2.4.1888 in Port Said ; Lodz; ✡Sept. 1942 Kulmhof

Mutter Mindla Brojntich *20.3.1895 in Pulawy; ✡  ?

Geschwister

Beruf

 Jüdisches Adressbuch Berlin 1929/30

Adressen Berlin Weißensee, Wörthstraße 10, Immanuel-Kirchstraße 35

Heirat

Kinder

Weiterer Lebensweg

Ostern 1928 Einschulung in Berlin

Umzug nach Amsterdam

August 1934 zurück nach Berlin

Waldgehöft Havelberg

1939 Max Botsheim zur landwirtschaftlichen Hachschara ins Waldgehöft, auch Jagdgehöft Barella, Damlacker Weg, nördlich von Havelberg (1934-1941), Träger bis zum Pogrom November 1938 war der Hechaluz, dann die RVJD. Die frühere Jagdpacht gehörte dem jüdischen Rechtsanwalt Siegfried Freund, er war zunächst auch der Leiter. Es umfasste acht Hektar Land, eine kleine Villa, zwei Wohnhäuser, eine Werkstatt, einen Stall, Gewächshäuser und Schuppen. Bis zu 50 Chaluzim waren hier untergebracht

Minderheiten-Volkszählung

17.7.1939 Max Botsheim mit 56 jüdischen Bewohnern im Waldgehöft

17.5.1939 Max Botsheim auch bei den Eltern in Berlin, Immanuel-Kirchstraße 35

Nach dem September 1939 waren Nachfolger von Richard Horn als Betriebsleiter in Havelberg Siegfried Freund, Artur Posnanski, Alfred Selbiger, Heinz Berg und Hilde Nathan.

12.10.1939 Bahnfahrt von Berlin über Frankfurt und Passau nach Wien; die zweite Hälfte des Transportes kam von Breslau nach Wien

14.10. 1939 Ankunft in Wien, über die Schwarzmeerroute Bratislava, Budapest, Belgrad, Bukarest

6.11.1939 Ankunft in Sulina, Schwarzmeer-Hafen

26.11.1939 Abfahrt mit 729 Passagieren auf der SS HILDA

15.1.1940 hinter den Dardanellen von britischer Marine gestoppt und geentert

22.1.1940 Ankunft vor der Dreimeilen-Zone vor Haifa

24.1.1940 Britische Mandatsbehörden verweigern die Landung

29.1.1940 Ankunft Haifa nach Abschluss von Verhandlungen zwischen Sochnut (Jewish Agency) und britischer Mandatsregierung

29.1.1940 mit Bussen in das Internierungslager nach Athlit verbracht

16.2.1940 Registrierung von Max Botshaim in Athlit; er gibt als Referenz den Leiter von Havelberg an, Richard Horn an , als Gemeindeältesten Rabbi Vondersil (Dokument D/1023/40/CHU)

18.2.1940 Entlassung der Frauen aus dem Lager

Juli 1940 Entlassung der Männer aus dem Lager Athlit

Er gibt David Botshaim als Kontaktadresse an

Berlin -Lodz – Kulmhof

27.-29.10.1941 beide Eltern aus Berlin ins Ghetto Lodz

9.9.1942 Deportation aus dem Ghetto Lodz in das Vernichtungslager Kulmhof

Gedenken

Quellen

https://www.ushmm.org/online/hsv/source_view.php?SourceId=19561

www.raoulwallenberg.net/general/ruth-kl-uuml-ger-mossad-le/

Deutsche Minderheiten-Volkszählung 1939

https://www.mappingthelives.org

https://yvng.yadvashem.org/index.html?language=de

Peter W. Lande,  Jewish „Training“ Centers in Germany, Manuskript von 1978 im Bestand des Centers for Jewish History

https://digipres.cjh.org/delivery/DeliveryManagerServlet?dps_pid=FL4311316

https://collections.yadvashem.org/en/photos/collection/13069463

https://collections.yadvashem.org/en/documents/3655767

Veröffentlicht von Franz-Josef Wittstamm

Geboren 31. Mai 1951 in Recklinghausen Gymnasium Petrinum 1961 bis Abitur1970 Studium der Humanmedizin in Bochum Approbation 1981 Promotion1982 Facharzt für Innere Medizin, Kardiologie, Intensivmedizin Im Ruhestand seit 2016

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