Günter Brenner
*13.7.1920 in Dresden; ✡ in Israel
Staatsangehörigkeit deutsch
Religion jüdisch
Vater Erwin Mattitjahu Brenner; ✡ ?
Mutter Dora Brenner geb. Berendt *1.11.1887 in Gera; ✡ vor 1945 in Riga
Geschwister
Heinz Peter Brenner *12.6.1915 in Dresden; ✡April 1968 in USA; oo Marianne Frank (*1924 Nürnberg)
Beruf –
Adressen Dresden Reichenbachstraße 61; Havelberg
Heirat –
Kinder –
Weiterer Lebensweg
Waldgehöft Havelberg
1939 Günter Brenner zur landwirtschaftlichen Hachschara ins Waldgehöft, auch Jagdgehöft Barella, Damlacker Weg, nördlich von Havelberg (1934-1941), Träger bis zum Pogrom November 1938 war der Hechaluz, dann die RVJD. Die frühere Jagdpacht gehörte dem jüdischen Rechtsanwalt Siegfried Freund, er war zunächst auch der Leiter. Es umfasste acht Hektar Land, eine kleine Villa, zwei Wohnhäuser, eine Werkstatt, einen Stall, Gewächshäuser und Schuppen. Bis zu 50 Chaluzim waren hier untergebracht
Minderheiten-Volkszählung
17.5.1939 Günter Brenner mit 56 jüdischen Bewohnern im Waldgehöft
17.5.1939 Mutter Dora in Dresden Reichenbachstraße 61
Nach dem September 1939 waren Nachfolger von Richard Horn als Betriebsleiter in Havelberg Siegfried Freund, Artur Posnanski, Alfred Selbiger, Heinz Berg und Hilde Nathan.
Alija beth auf der SS HILDA – Sonderhachschara 4
12.10.1939 Bahnfahrt von Günter Brenner ab Berlin über Frankfurt und Passau nach Wien; die zweite Hälfte des Transportes kam von Breslau nach Wien
14.10. 1939 Ankunft von Günter Brenner in Wien, über die Schwarzmeerroute Bratislava, Budapest, Belgrad, Bukarest
6.11.1939 Ankunft in Sulina, Schwarzmeer-Hafen
26.11.1939 Abfahrt mit 729 Passagieren auf der SS HILDA
15.1.1940 hinter den Dardanellen von britischer Marine gestoppt und geentert
22.1.1940 Ankunft vor der Dreimeilen-Zone vor Haifa
24.1.1940 Britische Mandatsbehörden verweigern die Landung
29.1.1940 Ankunft Haifa nach Abschluss von Verhandlungen zwischen Sochnut (Jewish Agency) und britischer Mandatsregierung
29.1.1940 mit Bussen in das Internierungslager nach Athlit verbracht
14.2.1940 Registrierung von Günter Brenner in Athlit
18.2.1940 Entlassung der Frauen aus dem Lager
Juli 1940 Entlassung der Männer aus dem Lager Athlit

Er gibt seinen Bruder Peter als Kontaktadresse an
Dresden Riga

21.1.1941 Mutter Dora auf dem Dresdener Teiltransport nach Riga Skirotawa
Nachkriegszeit

8.-23.5.1947 Bruder Peter Brenner und Frau Marianne auf dem US Marinetransporter MARINE CARP von Haifa nach New York
Gedenken
Quellen
https://www.statistik-des-holocaust.de/OT420121-Dresden1.jpg
Deutsche Minderheiten-Volkszählung 1939
https://www.mappingthelives.org
https://yvng.yadvashem.org/index.html?language=de
Peter W. Lande, Jewish „Training“ Centers in Germany, Manuskript von 1978 im Bestand des Centers for Jewish History
https://digipres.cjh.org/delivery/DeliveryManagerServlet?dps_pid=FL4311316
https://collections.yadvashem.org/en/photos/collection/13069463