Hausmann Richard

Richard Hausmann

12.8.1914 in Düren; ✡ 25.11.2007 USA

Staatsangehörigkeit deutsch

Religion jüdisch

Vater Hermann Hausmann *1866 in Elsdorf; ✡1918 in Düren

Heirat der Eltern 1913

Mutter Jenny Wolf *16.9.1877 in Rommerskirchen; ✡ vor 1944 Lodz/Kulmhof

Geschwister

Eva Hausmann *31.1.1916 in Düren; ✡ vor 1944 Lodz/Kulmhof

Grete Hausmann *17.4.1917 in Düren; ✡3/1993 Miami; oo Paul Cohnen

Halbbruder

Ernst Hausmann *24.7.1902 in Elsdorf; ✡1988 USA; oo Stiefel

Beruf

Adressen Düren; Köln; Aachen; Hof Jägerslust bei Flensburg;

Heirat 8.4.1941 in Kopenhagen mit Erna Weinert *3.9.1917 in Breslau; ✡26.10.2008 in Monroe

Kinder

Hermann Hausmann *1941 in Kopenhagen

Ruth Hausmann 26.5.1945 in Öja, Schweden; ✡24.2.2000 in Hartford USA; oo Labb

Stephen David *18.10.1950 in Springfield, USA; ✡6.8.1976 in Great Falls, Montana

1941 Wechsel nach Haslev

1942 auf Haralds Petersens Farm in Ostbakkegaard

Weiterer Lebensweg

1920 Einschulung in die örtliche jüdische Volksschule

Realgymnasium bis 18 Jahre

1 Jahr Berufsschule

Kaufmännischer Angestellter im Kaufhaus Leonard Tietz in Düren

1934 Kündigung aller jüdischen Mitarbeiter

1934 zur Höheren Textilfachschule in Aachen

Hachschara-Lehrgut Jägerslust bei Flensburg

19.3.1936 Erna Weinert zur Hachschara in das Lehrgut Jägershof bei Flensburg

10.10.1936 Richard Hausmann zur Hachschara in das Lehrgut Jägershof

Erna Weinert, Richard Hausmann, Jenny Jaschkowitz hinter dem Gutshaus

Der Hof gehörte der Familie von Käthe und ihrem Sohn Alexander Wolff (1891-1984); er war mit 77 Hektar der zweitgrößte in der Region Flensburg

Herbst 1934 Beginn der Hachschara-Ausbildung mit 12 Praktikanten; bis 1938 wurden hier etwa 100 Chawerim ausgebildet.

1935 kommt Jitzchak Skedi (1912-1982) als Sjalach des Kibbutz Givat Hashlosha auf den Hof, um Hachschara und Alija-Aktivitäten zu unterstützen.

1936 Bau eines Wohnhaus für die männlichen Arbeiter, womit die Kapazität auf 25 erhöht wird

Juni 1937 Richard Hausmann mit seiner Partnerin Erna Weinert zur Einzelhachschara bei einem Bauern in Rohr, Thrüringen

Juni-November 1937 in Rohr

Februar 1936 nach Schweden

Dänemark

September 1939 nach Auslaufen des 18-monatigen Visums für Schweden nach Südseeland, Dänemark

1939 Emigration von 500 garantierten Jugendlichen nach Dänemark zur Hachschara auf einzelnen Bauernhöfen

9.4.1940 Einmarsch der Deutschen in Dänemark; Dänemark bleibt in Teilen autonom bis zum Oktober 1943

Ausnahmezustand in Dänemark 1943

29.8.1943 Die deutschen Besatzer verkünden den „Ausnahmezustand“ wegen zunehmender Widerstandaktionen

17.9.1943 Adolf Hitler befiehlt die Endlösung für die Juden in Dänemark

September 1943 Anordnung von Werner Best, SS-Obergruppenführer und Generalbevollmächtigter für Dänemark

„Die Festnahme der zu evakuierenden Juden erfolgt in der Nacht vom 1. zum 2.10.43. Der Abtransport wird von Seeland zu Schiff (ab Kopenhagen), von Fünen und Jütland mit der Bahn Sonderzug durchgeführt“.

28.9.1943 der deutsche Diplomat Georg Ferdinand Duckwitz verrät die geplante Deportation bei einem Treffen mit dänischen Sozialdemokraten.

Oktober 1943 7700 Juden können sich mit Hilfe der dänischen Bevölkerung in einer Massenflucht über den Øresund (Ostsee) nach Schweden retten.

4./5.10.1943 Familie Hausmann auf einem Fischerboot von Dänemark nach Barsebäck, Schweden

Köln – Ghetto Lodz

30.10.1941 Mutter Jenny und Schwester Eva Hausmann deportiert ab Köln ins Ghetto Lodz

Nachkriegszeit

Wohnort Longmeadow, Massachusetts

Gedenken

Quellen

http://danielabraham.net/tree/related/hachshara/

https://safe-haven.dk

Passenger and Crew Lists of Vessels Arriving at New York, New York, 1897-1957 (National Archives Microfilm Publication T715, roll 7876); Records of the Immigration and Naturalization Service, Record Group 85

Philipsen, Bernd (2008): Jägerslust. Gutshof, Kibbuz, Flüchtlingslager, Militär-Areal. Schriftenreihe der Gesellschaft für Flensburger Stadtgeschichte (69). Flensburg.

Philipsen, Bernd (2016):„Dat Judennest hebbt wi utrökert.“ Vom gewaltsamen Ende des Auswanderer-Lehrguts Jägerslust bei Flensburg. In: Hering, Rainer (Hg.) (2016): Die „Reichskristallnacht“ in Schleswig-Holstein. Der Novemberpogrom im historischen Kontext. Hamburg, S. 231-25

https://www.mappingthelives.org

Deutsche Minderheiten-Volkszählung 1939

Staatsarchiv Israel, Mandat zur Einbürgerung in Palästina, 1937-1947

https://yvng.yadvashem.org/index.html?language=de

Peter W. Lande,  Jewish „Training“ Centers in Germany, Manuskript von 1978 im Bestand des Centers for Jewish History

https://digipres.cjh.org/delivery/DeliveryManagerServlet?dps_pid=FL4311316

https://collections.arolsen-archives.org/de/document/4092136

Veröffentlicht von Franz-Josef Wittstamm

Geboren 31. Mai 1951 in Recklinghausen Gymnasium Petrinum 1961 bis Abitur1970 Studium der Humanmedizin in Bochum Approbation 1981 Promotion1982 Facharzt für Innere Medizin, Kardiologie, Intensivmedizin Im Ruhestand seit 2016

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