Laske Nelly

Nelly Laske

Staatsangehörigkeit deutsch

Vater Louis Leopold

Mutter Hulda Leeser

Geschwister

Selma Leopold*12.2.1885 in Bochum; 30.4.1942 nach Zamosc, oo Gustav Goldschmidt *19.11.1883 in Bochum; 30.4.1942 nach Zamosc

Beruf –

Adressen Bochum, Südhellweg 6, Friedhofstraße 1, Rheinische Straße 28;

Heirat 191Gottfried Laske*3.3.1882 in Preußisch Stargard; ✡ 23.11.1936 Suizid in Berlin

Kinder

Ruth Laske *8.9.1913 in Berlin; ✡ ?; oo Blumenthal

Ernst Laske*9.8.1915 in Berlin; ✡11.5.2004 im Kibbuz Bror Chail

Weiterer Lebensweg

Ehemann Gotthard war Fabrikant, Werkstätte in der Dirksenstraße 45 in Berlin; Präsident der Berliner Bibliophilen Gesellschaft

1936 Tochter Ruth nach Johannesburg

23.11.1936 Suizid des Ehemanns in Berlin

1937 Nelly zur Tochter Ruth nach Südafrika, erhält aber kein Aufenthaltsvisum, Rückkehr nach Berlin

1938 Sohn Ernst zu Hachschara nah Grüssen

Novemberpogrom

10.11.1938 das Hachscharalager in Grüsen wird vom SA-Mob überfallen; Ernst Laske schwer verletzt, so dass er beinahe erblindet wäre. Er kann noch zu Fuß ins Krankenhaus kommen, wird aber dann wie die anderen Chaluzim verhaftet und in das KL Buchenwald deportiert

11.11.1938 Registrierung in Buchenwald, Häftlingsnummer 21713

2.12.1938 Nelly Laske schickt 20 RM Fahrgeld

6.12.1938 Entlassung von Sohn Ernst aus dem KL Buchenwald

17.5.1939 Schwester Selma Leopold alleinstehend in Bochum bei Minderheiten-Volkszählung

Zamosc

27.4.1942 Schwester Selma Leopold von der Gestapo aus der Wohnung geholt

28.4.1942 Selma Leopold Deportation in die Turnhalle des Sportvereins „Eintracht“ in Dortmund

30.4.1942 Deportation mit 791 Juden vom Sammellager zum Dortmunder Südbahnhof am Heiligen Weg deportiert nach Zamosc

3.5.1942 Ankunft in Zamosc

Fabrikaktion

20.2.1943 neue Richtlinien des Reichssicherheitshauptamtes für die „technische Durchführung der Evakuierung“

27.2.1943 Verbringung der Inhaftierten ins Sammellager nach Berlin, Große Hamburger Straße

März 1943 Reichsweite „Fabrikaktion“, alle noch in Arbeitslagern und kriegswichtigen Betrieben beschäftigten „Volljuden“ werden verhaftet und in Konzentrationslager nach Auschwitz und ins „Generalgouvernement“ deportiert.

2.3.43 Fernschreiben des SS-Wirtschafts- und Verwaltungshauptamts (SS-WVHA) an den Lagerkommandanten von Auschwitz:

„Wie dort bekannt, beginnen am 1.3.43 die Judentransporte aus Berlin. Es wird nochmals darauf hingewiesen, daß sich bei diesen Transporten etwa 15000 vollkommen arbeitsfähige, gesunde Juden befinden, die bisher in der Berliner Rüstungsindustrie gearbeitet haben. Auf ihre weitere Arbeitsverwendungsfähigkeit ist mit allen Mitteln Wert zu legen.“
1.3.1943 Nelly Laske auf dem 31.Osttransport von Berlin nach Auschwitz

Nachkriegszeit

Alija beth

27.2.1947 Ankunft von Sohn Ernst, Margot und Nurit Laske auf der SS CHAIM ARLOSOROFF aus Schweden über Italien mit 1348 Ma’apilim nach Haifa

März 1947 Sohn Ernst, Margot und Nurit Laske im Britischen Detainment-Camp auf Zypern

Anfang 1948 noch vor der Staatsgründung durften Familien aus Zypern nach Israel

Gedenken

Stolperstein für die Mutter Nelly Laske in Berlin Charlottenburg, Bleibtreustraße 25

Quellen

https://collections.arolsen-archives.org/de/document/6446544

https://collections.arolsen-archives.org/de/document/5278204

http://www.berlin.de/ba-charlottenburg-wilmersdorf/ueber-den-bezirk/geschichte/stolpersteine/artikel.179262.php

https://safe-haven.dk/fileadmin/user_upload/Uppgift_Laske__Ernst_Axel.pdf

https://de.wikipedia.org/wiki/Ernst_Laske

https://victims.auschwitz.org/victims

Deutsche Minderheiten-Volkszählung 1939

https://www.bundesarchiv.de/gedenkbuch/de876240

https://www.bundesarchiv.de/gedenkbuch/de1333204

Passenger and Crew Lists of Vessels Arriving at New York, New York, 1897-1957 (National Archives Microfilm Publication T715, roll 5783); Records of the Immigration and Naturalization Service, Record Group 85

Ralf Piorr / Peter Witte (Hg.) Ohne Rückkehr. Die Deportation der Juden aus dem Regierungsbezirk Arnsberg nach Zamość im April 1942; Klartext, Essen 2012

Hubert Schneider, Die Entjudung des Wohnraums: Judenhäuser in Bochum; Münster, 2010

Hubert Schneider, Leben nach dem Überleben: Juden in Bochum nach 1945; LIT Verlag 2014

Veröffentlicht von Franz-Josef Wittstamm

Geboren 31. Mai 1951 in Recklinghausen Gymnasium Petrinum 1961 bis Abitur1970 Studium der Humanmedizin in Bochum Approbation 1981 Promotion1982 Facharzt für Innere Medizin, Kardiologie, Intensivmedizin Im Ruhestand seit 2016

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