Hulda Grossmann geb. Bär
*23.9.1874 in Marisfeld b./Themar; ✡26.12.1948 in Berlin
Staatsangehörigkeit deutsch
Religion jüdisch
Vater Louis Bär *11.3.1849 in Marisfeld; ✡19.2.1912 in Themar
Heirat der Eltern 3.12.1873
Mutter Karoline Bär *24.3.1854 in Marisfeld; ✡ 12.12.1934 in Themar
Geschwister
Emil Bär *12.6.1878 in Marisfeld; ✡15.4.1913 in Themar; oo Selma Schloss (1888-1942)
Neffe Berthold Großmann *21.7.1891 Chemnitz; ✡27.9.1915
Beruf –
Adressen Marisfeld; Chemnitz; Berlin;
Heirat 1894 Julius Grossmann *17.11.1860 in Chemnitz ✡ 5.1.1932 in Chemnitz
Kinder
Herbert Grossmann *18.5.1897 in Chemnitz ✡ 16.11.1916 in Frankreich
Elli Grossmann *20.1.1899 in Chemnitz ✡ nach dem 12.5.1942 in Ghetto Belzyce; oo Stern
Richard Grossmann *13.5.1904 in Chemnitz ✡ 25.3.1943 in Sobibor
Johanna Grossmann *12.4.1906 in Chemnitz ✡5.12.1915 in Chemnitz
Weiterer Lebensweg
1894 Heirat mit Julius Grossmann *17.11.1860 in Chemnitz; ✡5.1.1932 in Chemnitz
In Chemnitz lebte auch der Bruder von Julius: Hermann Grossmann (1858-1925)
Das repräsentative sechsgeschossige Wohn- und Geschäftshaus in Chemnitz, Neumarkt 10 war von 1907 bis 1942 im Besitz der Familie Grossmann
Erster Weltkrieg
5.12.1915 Tod der Tochter Johanna in Chemnitz

27.9.1915 Tod von Berthold Großmann, 8. Komp. des Füsilierregiment 35

16.11.1916 Tod des Sohnes Herbert in Frankreich, 9. Komp. Reserve-Fußartillerieregiment 12
5.1.1932 Tod des Ehemannes Julius in Chemnitz
3.7.1933 Neffe Gerhard Grossmann abgemeldet aus Eisenach nach Chemnitz zur Tante Hulda
Später kommt auch die Nichte Henny Grossmann hinzu.
Auswandererkartei der SG Leipzig


1939 Auswandererkartei Leipzig; Neumarkt 10: Hulda, Henny und Gerhard Grossmann
Minderheitenzählung
17.5.1939 Hulda Großmann in Chemnitz, Neumarkt 10
17.5.1939 Henny Grossmann mit Bruder Gerhard in Chemnitz, Louis-Hermsdorf-Str. 7 III
Eisenach-Ghetto Belzyce


9.5.1942 um 11.06 Uhr Abfahrt des Zuges aus Eisenach mit Tochter Elli, ihrem Sohn Gerhard und Ehemann Robert Stern, 57 Eisenacher und Juden aus dem westlichen Thüringen nach Weimar. Am Erfurter Hauptbahnhof mussten sich die Betroffenen bereits morgens um 6 Uhr für den Bahntransport nach Weimar einfinden.
10.5.1942 Fahrt ab Weimar über Leipzig und Chemnitz ins Ghetto Belzyce
Theresienstadt

7.9.1942 Hulda Großmann auf dem Transport XV/1 von Kassel über Chemnitz nach Theresienstadt

5.5.1945 Übergabe des Ghetto Theresienstadt von der SS an das Rote Kreuz
9.5.1945 Eintreffen der Roten Armee, Befreiung
Nachkriegszeit

Juni 1945 Rückkehr von Hulda Großmann zunächst nach Chemnitz
7.9.1945 Neugründung der Jüdischen Gemeinde in Chemnitz; Hulda Grossmann ist eine der 18 Gründungsmitglieder
8.9.1947 Umzug nach Berlin, Jüdisches Altersheim, Iranischestraße 4
26.12.1948 Tod im Jüdischen Krankenhaus in Berlin mit „Unterleibskrebs“
Gedenken

Grabstätte der Familie Julius Grossmann auf dem Jüdischen Friedhof in Chemnitz
Quellen
https://www.statistik-des-holocaust.de/OT420510-Weimar15.jpg
https://collections.arolsen-archives.org/de/document/5035299
https://collections.arolsen-archives.org/de/document/128450637
https://collections.arolsen-archives.org/de/document/129818925
https://www.mappingthelives.org
Deutsche Minderheiten-Volkszählung 1939
Staatsarchiv Israel, Mandat zur Einbürgerung in Palästina, 1937-1947
https://yvng.yadvashem.org/index.html?language=de
Peter W. Lande, Jewish „Training“ Centers in Germany, Manuskript von 1978 im Bestand des Centers for Jewish History
https://digipres.cjh.org/delivery/DeliveryManagerServlet?dps_pid=FL4311316