Ellenberg Ruth

Ruth Ellenberg

*3.3.1913 in Stuttgart; ✡ 5.8.1977 in BeerSheba

Staatsangehörigkeit deutsch

Religion jüdisch

Vater Calman Karl Ellenberg * 18.6.1882 Tarnorouda, Galizien

Heirat der Eltern 1910

Mutter Frieda Steindecker *1884 in Fürth; 30.12.1921 in Stuttgart

Stiefmutter Betty Offenbacher *17.10.1896 in Fürth

Vermutlich ein Onkel aus Stuttgart

Anschel Ellenberg *16.1.1888 in Obertyn; ✡ 31.12.1942 in Auschwitz

Geschwister

Edith Ellenberg *24.7.1916 in Stuttgart; ✡ 21.4.1967; oo Walter Nathan

Cousin/s aus Mannheim

Erna Ellenberg * 12.2.1920 in Mannheim; ✡ 13.2.2012 in Ramat Gan

Wolf Willi Ellenberg *10.11.1921 in Mannheim; ✡ 7.12.1996 in Florida

Beruf Landarbeiter

Adressen Stuttgart, Moserstraße 7 ; Gut Winkel, Spreenhagen;

Heirat 9.6.1937 in Havelberg mit Erich Lewin *22.11.1908 in Schivelbein; ✡ 1.12.1994 Beersheva

Kinder Hagar Shlomith *21.8.1946 in Petah Tikva

Weiterer Lebensweg

Vater Karl ab 1907 als Eierimporthändler in Stuttgart, bis 1933 zum Großhändler aufgestiegen

30.12.1921 Tod der Mutter Frieda in Stuttgart

1.2.1923 zweite Ehe des Vaters mit Betty Offenbacher

Ruth und Edith wechseln nach der Volksschule auf das Königin-Olga-Stift in Stuttgart

April 1932 Ruth macht hier das Abitur, Edith wechselt nach der achten Klasse auf die Höhere Mädchenhandelsschule

Ostern 1932 bis 1934 Ruth zur Kaufm. Lehre in die Bücherabteilung des Jüdischen Kaufhaus Schocken in Stuttgart

Gut Winkel

September 1935 Erich Lewin zur Hachschara in Gut Winkel, Spreenhagen

23.10.1935 Ruth Ellenberg zur Hachschara in Gut Winkel, Spreenhagen

Gut Winkel bestand als Lehrgut Schocken ab 1933 in Trägerschaft der zionistischen Jugendbünde; Lagerleiter war Martin Gerson vom Januar 1933 bis zwangsweisen Aufgabe von Gut Winkel am 19. Juni 1941; Hauswirtschaftsleiterin war seine Frau Bertel. 1938 wird die Zahl der Belegplätze mit 120 angegeben

10.11.1938 keine Verhaftungen im Novemberpogrom auf Gut Winkel

21.5.1936 Schwester Edith kommt auch ins Gut Winkel

30.9.1936 Ruth und Edith Ellenberg auf der Belegschaftsliste des Gut Winkel;

Februar 1937 wechseln Ruth Ellenberg und Erich Lewin als Madricha/Madrich (Jugendgruppenleiter) in das Hachschara-Lager in Havelberg im Landkreis Stendal

9.6.1937 Heirat von Ruth Ellenberg mit Erich Lewin in Havelberg

Juli 1937 Umzug von Erich und Ruth von Havelberg nach Frankfurt, sie wohnen im jüdischen Lehrlingsheim

Alija

7.3.1938 Ankunft von Edith in Haifa mit einem Arbeiterzertifikat des Hechaluz der Kategorie C/LS in Haifa

28.3.1938 Ankunft des Vaters und der Stiefmutter Betty in Palästina mit einem Kapitalistenzertifikat der Kategorie A(1)

20.5.1940 Einbürgerung von Edith Ellenberg in Palästina

19.10.1938 Passausstellung für Erich in Frankfurt Main

Novemberpogrom

9/10.11.1938 Novemberpogrom in Frankfurt; Erich mit 2621 Männern verhaftet und in das KL Buchenwald deportiert; Häftlingsnummer 29416

21.12.1938 Entlassung aus dem KL Buchenwald

Januar 1939 Abmeldung von Erich und Ruth aus Frankfurt

25. Januar 1939 Erich und Ruth Lewin mit dem Zug von Frankfurt nach Rostock, Überfahrt nach Trelleborg, Schweden. Über Malmö nach Hässleholm in Südschweden

Minderheiten-Volkszählung

17.5.1939 Onkel (?) Anschel Ellenberg in Stuttgart, Moserstraße 7

Hachschara in Schweden

In Schweden auf landwirtschaftliche Hachschara, organisiert von der Jugendalija und Hechaluz; verantwortlich für die Jugend-Alija in Schweden war Eva Warburg (Bankhaus Warburg!). Für die insgesamt bis zu 100 Chaluzim betreute sie ein Kinderheim in Tjörnarp, den Jugendalija-Hof in Hälsinggården in der Nähe der Stadt Falun – dort arbeiteten die meisten bei den Bauern der Umgebung – und das jüdische Landschulheim mit Internat in Kristinehov;.

Alija über die Sowjetunion nach Haifa

10.12.1940 Erich und Ruth mit einer legalen Alijah Gruppe mit Arbeiterzertifikat des Hechaluz Kategorie C/LS

Stationen der Reise von Stockholm über Finnland, Grenzstation Vainikkala

12.12.1940 russischer Einreisestempel H У P M И (Nurmi anstelle Wyborg?)

Von Vyborg, UdSSR über Leningrad, Moskau nach Odessa,

mit dem Schiff nach Varna, Bulgarien, dann Istanbul;

mit der Bagdadbahn durch Anatolien

21.12.1940 Grenzübertritt türkisch-syrische Grenzort Islahye und Meydan-Ekbaz

24.12.1940 syrisch-libanesischer Grenzort Nakoura, Beirut, Libanon

24.12.1940 Ankunft mit dem Autobus in Haifa mit Arbeiterzertifikat des Hechaluz Kategorie C/LS

Nachkriegszeit

Frühjahr 1945 Gründung des Kibbuz Galed

15.7.1946 Einbürgerung in Palästina

1970er Jahre Umzug von Erich Lewin zur Tochter nach BeerSheva

1.12.1994 Tod von Erich Lewin in Beersheva

Gedenken

Quellen

https://victims.auschwitz.org/victims

Staatsarchiv Israel, Israel, Einwanderungslisten

Deutsche Minderheiten-Volkszählung 1939

https://www.mappingthelives.org

Genealogie Webseite My Heritage

http://luckauer-juden.de/hachschara.html

http://ahnenblog.globonauten.de/der-traum-vom-kibbutz-familie-lewin-aus-schivelbein/

https://collections.yadvashem.org/en/documents/3655863

https://yvng.yadvashem.org/index.html?language=de

Peter W. Lande,  Jewish „Training“ Centers in Germany, Manuskript von 1978 im Bestand des Centers for Jewish History

https://digipres.cjh.org/delivery/DeliveryManagerServlet?dps_pid=FL4311316

Veröffentlicht von Franz-Josef Wittstamm

Geboren 31. Mai 1951 in Recklinghausen Gymnasium Petrinum 1961 bis Abitur1970 Studium der Humanmedizin in Bochum Approbation 1981 Promotion1982 Facharzt für Innere Medizin, Kardiologie, Intensivmedizin Im Ruhestand seit 2016

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

“My