Adelhütte Emilie

Emilie Mimi Adelhütte geb. Salm Bochumer Straße 221

* 18.06.1896 in Recklinghausen + 8.5.1942 Tötungsanstalt Bernburg

Vater Samuel Salm *26.3.1868 in Linnich; Metzger, 1898 im Adressbuch von Bruch Nr 111; +3.10.1935

Mutter Saartje Rosalie Levie *6.5.1871 in Ruinen, NL; +28.5.1937

Religion o.B. (jüdisch), Eintrag im Einwohnerverzeichnis

Bruder Friedrich Fritz Salm 31.1.1893 in Recklinghausen, +24.7.1942 erschossen bei Minsk

Adressen

Recklinghausen, Bochumer Straße 221

Essen, Julienstraße 15

Köln, Thieboldsgasse 79, Lungengasse 13/17

Heirat 4.3.1919 in Herne mit Oscar Wilhelm Adelhütte *26.3.1892 in Mühlheim, Metzger; evangelisch, privilegierte Mischehe mit „Arier“

Kinder (alle drei überlebend)

Ruth Adelhütte *24.10.1920 in Recklinghausen; +16.12.1987 in Hamburg

Hermann Adelhütte *5.10.1931 in Recklinghausen; + 7.1.2015 in Essen; Sohn Norman Adelhütte (TV-Moderator)

Reinhilde Adelhütte *5.8.1933 in Recklinghausen; oo Wawzin; 1961 in Oberhausen

Beruf Verkäuferin; fotografische Vergrößerung, Einrahmungen

Weitere Lebensdaten

15.9.1938 mit der Familie nach Köln, Thieboldsgasse 79

1940 Scheidung von „arischem“ Ehemann Wilhelm Adelhütte, bis dahin „geschützt“ als „privilegierte Mischehe“

März 1940 wurde Emilie Adelhütte verhaftet und in das Frauen-KL Ravensbrück verschleppt.

8. Mai 1942 nach Selektion in die Tötungsanstalt Bernburg die überstellt und am gleichen Tag ermordet

März/April 1942 wurden 1.600 von Dr. Friedrich Menecke in der Aktion „14f13“ selektierte Frauen aus dem KZ Ravensbrück in Bernburg mit Gas erstickt.

Gaskammer Berneburg

Gedenken

10. 9. 2018 Stolperstein in Köln, Thieboldsgasse 29, früher Nr.79; Patin Großnichte Anne Hansen

Quellen

https://www.recklinghausen.de/Inhalte/Startseite/Ruhrfestspiele_Kultur/Gedenkbuch/_Opferbuch_selfdb.asp?form=detail&db=545&id=624

Jüdische Holocaust-Gedenkstätten und jüdische Einwohner Deutschlands 1939-1945

Standesamt Recklinghausen I 577/1896

Adressbuch für die Stadt Köln. Band 4. Greven, Köln 1939, S. 740

Heinz Reuter, Die Juden im Vest Recklinghausen, Vestische Zeitschrift Bd. 77/78, 1978/1979

Werner Schneider, Jüdische Heimat im Vest Gedenkbuch 1983

Augenzeugenbericht Frau G. Lambrecht vom 24.3.1946; Archiv MG Ravensbrück, Sammlung Buchmann

Gedenkbuch für die Opfer des Konzentrationslager Ravensbrück; Metropol Verlag 2005

Werner Schneider, Jüdische Einwohner Recklinghausens 1816-1945, in: 750 Jahre Stadt Recklinghausen. 1236-1986, hrsg. von Werner Burghardt, Recklinghausen 1986
Bundesarchiv Koblenz. Gedenkbuch-Opfer der Verfolgung unter der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft 1933 –1945. Stand: 28.2.2020 (www.bundesarchiv.de/gedenkbuch/)
ITS Arolsen  International Tracing Service, Bad Arolsen

Yad Vashem Central Database of Shoah Victims‘ Names

http://www.tenhumbergreinhard.de/transportliste-der-deportierten/bericht-transport/transport-20071942-koeln.html

Persönliche Mitteilung Ibrahim Basalamah, NS Dokumentationszentrum Köln

https://museenkoeln.de/ns-dokumentationszentrum

Veröffentlicht von Franz-Josef Wittstamm

Geboren 31. Mai 1951 in Recklinghausen Gymnasium Petrinum 1961 bis Abitur1970 Studium der Humanmedizin in Bochum Approbation 1981 Promotion1982 Facharzt für Innere Medizin, Kardiologie, Intensivmedizin Im Ruhestand seit 2016

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2 Kommentare

  1. Das war meine Großmutter leider habe ich sie nie kennenlernen können . Da ich leider keine lebenden Verwandten habe ,die mir etwas von ihr erzählen können finde ich vielleicht auf diesem Weg ein paar Informationen

    1. Liebe Gerda Schäfer,
      Dein Großvater und mein Großvater Gustav waren Brüder. Ich habe Deine Mutter und Reinhilde gekannt. Vielleicht können wir Kontakt aufnehmen? Es würde mich sehr freuen. Ich habe die beiden Stolpersteine für Emilie und ihren Bruder in Köln verlegen lassen.
      anne.hansen@berlin.de

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