Ruf Hermann

Hermann Ruf

*27.3.1891 in Sulzburg/Lörrach, Baden; Tod nach 1948 in Ecuador

Vater Meier Ruf, +16.6.1898 in Sulzburg

Mutter Sophie Weil

Geschwister

Regina Rivka Ruf *24.1.1886; oo Jakoov Scharf; +18.9.1962 in Coburg Australien

Robert Ruf *15.11.1892 in Sulzburg oo Elvira Kywi *28.12.1900 in Kammthal; emigriert mit Frau Elvira und Tochter Lilian *1932 über Barcelona 1942 von Bilbao nach Ecuador

Friedrich Ruf *6.12.1894 in Sulzburg

Gestapotransportliste Düsseldorf 21.7.1942

Ida Helene Ruf *15.7.1884 in Sulzburg; oo Arnold Kleefeld *1882, Synagogenvorsteher in Essen; Barackenlager Holbeckshof Essen; Düsseldorf; 1942 Theresienstadt; +12.10.1944 in Auschwitz

Max Ruf * in Sulzburg; + 28.10.1962 in Freiburg

Heirat Frieda Pepi Traube *22.2.1902 in Königshütte, Oberschlesien; + 16.3.1945 Außenlager Lauenburg

Kinder

Irmgard Ruf *30.8.1924 in Recklinghausen, Riga-Überlebende, oo Ray in Australien

Manfred Ruf *5.8.1927 in Recklinghausen, Riga, 1947 mit Irmgard nach Australien

Günter Ruf *7.2.1929 in Recklinghausen, Kindertransport England April 1939, später Ecuador

Rudolf Ruf *25.1.1932 in Herne; Riga, 13.12.1953 nach New York

Adressen Ab 1923 Bochumer Str. 248, später Bochumer Str. 225a, ab 1931 Herne, Bahnhofstr. 57

Beruf Kaufmann

Weitere Lebensdaten

Möbelgeschäft Bochumer Str. 248

Hermann Ruf hoch zu Ross vermutlich auf dem Theodor-Körner Platz, diente in den 20ern den Schützen als Aufmarschplatz und als Bolzplatz (Tor im Hintergrund) Foto Archiv Ralf Piorr

War aktiv bei der Schützengilde Bruch; soll einmal Schützenkönig gewesen sein (Scheibenkönig?)

1931 Umzug nach Herne, Bahnhofstr. 57

9./10.11.1938 im Pogrom verhaftet, 6 Wochen im KZ Sachsenhausen

1938 Arisierung des Möbelgeschäftes in Herne Bahnhofstr. 57 mittels Treuhänder

April 1938 Sohn Günter mit Kindertransport nach England

Mai 1939 in Herne bei Deutsche Minderheiten-Volkszählung 1939

Erneute Verhaftung

6 Wochen Gestapo Polizeigefängnis Bochum

Emigration Schweiz

Weiter Südfrankreich

von dort in die englische Armee in Marokko

bis 1947 in der Royal Army in Italien

nach dem Krieg nach Herne zu Besuch

1948 nach England

2. Ehe 1948 mit Marie Marx in Hempstead, England

Auswanderung nach Quito, Ecuador, zu Sohn Günter und Bruder Robert Ruf

Nach 1948 natürlicher Tod, Altersschwäche in Ecuador

Gedenken

28.4.2015 Stolperstein für Schwester Ida Helene Kleefeld geb. Ruf in Essen, Dreiringstraße 18

Quellen

Archiv Ralf Piorr, Herne, Foto von Hermann Ruf, persönlicher Brief von Tochter Irmgard Ruf

Deutsche Minderheiten-Volkszählung 1939

Meldekarte StA RE F. IV.18

Gedenkbuch Opfer und Stätten der Herrschaft, der Verfolgung und des Widerstandes

in Recklinghausen 1933-1945“ –

https://www.recklinghausen.de/Inhalte/Startseite/Ruhrfestspiele_Kultur/Gedenkbuch/_Opferbuch_selfdb.asp?form=detail&db=545&id=936

Georg Möllers, Abgemeldet nach unbekannt – 1942; 2.Aufl. 2017

Heinz Reuter, Die Juden im Vest Recklinghausen, Vestische Zeitschrift Bd. 77/78, 1978/1979

Werner Schneider, Jüdische Heimat im Vest Gedenkbuch 1983

Werner Schneider, Jüdische Einwohner Recklinghausens 1816-1945, in: 750 Jahre Stadt Recklinghausen. 1236-1986, hrsg. von Werner Burghardt, Recklinghausen 1986

Bundesarchiv Koblenz. Gedenkbuch-Opfer der Verfolgung unter der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft 1933 –1945. Stand: 28.2. 2020

https://www.bundesarchiv.de/gedenkbuch/de956388

https://www.bundesarchiv.de/gedenkbuch/de898857

https://www.holocaust.cz/de/opferdatenbank/opfer/18977-ida-helene-kleefeld/
ITS Arolsen  International Tracing Service, Bad Arolsen

https://collections.arolsen-archives.org/archive/4996962/?p=1&s=Kleefeld&doc_id=4996962

Veröffentlicht von Franz-Josef Wittstamm

Geboren 31. Mai 1951 in Recklinghausen Gymnasium Petrinum 1961 bis Abitur1970 Studium der Humanmedizin in Bochum Approbation 1981 Promotion1982 Facharzt für Innere Medizin, Kardiologie, Intensivmedizin Im Ruhestand seit 2016

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