Sevi Zvi Simcha Hirsch Koretz
*2. 6.1894 in Rzeszow, Galizien; ✡3.6.1945 in Tröbitz
Staatsangehörigkeit Griechenland
Vater Lazar Koretz *13.11.1863 in Rzeszow;
Mutter Rifkeh Pflugeisen
Geschwister
Cecilia, Isaac, David, Leah, Giza, Alta, Rose, Romek, Yanek Jan Koretz
Beruf Rabbiner
Adressen Rzeszow; Wien; Hamburg; Berlin; Saloniki

Heirat Ghita Sarig Zweigel *8.10.1897 in Sieniawa; +1988 in Israel
Kinder
Leo Arieh Koretz *20.7.1928 in Hamburg; Rechtsanwalt; +1.1.2016 in Israel
Lilly Koretz*1.6.1939 in Saloniki; oo Sheinberg
Weiterer Lebensweg
Studium in Wien und Berlin, Hochschule für die Wissenschaft des Judentums
Promotion zum Dr. phil.
1933 zum Oberrabbiner nach Saloniki berufen
9.4.1941 Einmarsch der Deutschen in Saloniki
15.4.1941 verhaftet und für 9 Monate in ein Lager nahe Wien verbracht

Zvi Koretz, am 5.7.1941 von der Gestapo erkennungsdienstlich erfasst
1942 Rückkehr nach Saloniki; Verhandlungen mit den Besatzern
Erneute Verhaftung und Freilassung auf Intervention des Industriellen Müller
Dezember 1942 von den Besatzern zum Präsidenten des Judenrates Saloniki ernannt
1943 Verhandlungen mit den Besatzern über Deportationen aus Saloniki; fordert von der Gemeinde stillzuhalten; Vorwurf der Kollaboration; von den Besatzern zuletzt als Oberrabbiner abgesetzt
14.3.-7.8.1943 Deportation von 43.850 Juden aus Saloniki zumeist nach Auschwitz
13.8.1943 von Saloniki mit Familie, 74 Gemeindemitgliedern und 367 Juden mit spanischer Staatsbürgerschaft deportiert nach Bergen-Belsen
10.4.1945 Evakuierung der Austauschjuden von Bergen-Belsen mit dem Ziel Theresienstadt
23.4.1945 Irrfahrt des verlorenen Zuges endet an der gesprengten Elsterbrücke; Ankunft Tröbitz,
Befreiung durch die 1. Ukrainische Front, Rote Armee, General Tschukow
3.6.1945 Tod infolge Fleckfieber in Tröbitz

Beigesetzt auf dem Friedhof Tröbitz Reihe 3 Grab Nr. 1
Unmittelbar an den Gemeindefriedhof angrenzend, wurden auf dem von den Überlebenden aus dem Verlorenen Transport 1945 angelegten jüdischen Friedhof 125 ehemalige Häftlinge aus dem Zug begraben.
1946 Witwe und Kinder emigrieren über Saloniki nach Haifa
Gedenken
Sohn Arieh Koretz gründet die „Lost Transport, Victims Memorial Society“

2000 exhumiert und nach Israel verbracht
Quellen
https://www.jewiki.net/wiki/Zvi_Koretz
http://www.arlt-archiv.info/html/kurzbio-output.php?ID=259
Arieh Koretz, Bergen-Belsen, Tagebuch eines Jugendlichen, Göttingen: Wallstein 2011Charles Hess, Personal Memoir of Charles Hess, 1946
Geschwister Birnbaum, Die Erinnerungen, wie Pappi sie geschrieben hat, Bergen-Belsen Archiv
Coos Wever, The lost train; Masterarbeit, Universität Haifa, 2020
Jüdische Holocaust-Gedenkstätten und jüdische Einwohner Deutschlands 1939-1945
Many thanks for the link to the story of the jews of Saloniki and Jacques Stroumsa.
Yo will have found him already in the biografy of his sister „petite Julie“ -Auschwitz women orchestra
http://spurenimvest.de/2024/07/23/stroumsa-julie/
Danke fur die Informationen, ich habe sie auf de en.wikipedia Seite – mit Quelle naturlich – eingetragen.
Noch was, bitte. Eigentlich noch zwei „wasse“:
1. Wurde er auf dem „Friedhof Tröbitz“ beerdingt oder auf dem „Jüdischer Friedhof Tröbitz“ – ich mochte, dass seine virtuelle Gedenstatte auf findagrave.com richtig zugeordnet is.
2. Da er doch eigentlich im von Nachbarstaaten zerteilten und okuppierten Polen auf die Welt gekommen ist, ist es gut, denke ich, dass ich Dich auf manche seiner Geschwistername aufmerksam machen:
Laeh – eher Lea (oder Leah wenn man die englische Schreibwiese benutzen will) – es waere gut dass zu verbessern; Giza, Alta – beide haben typisch polnische Frauennamenendungen;
Romik – kann Romek gewesen sein was eine Verkleinerungsform ist so wie Haensel eine Verkleinerungsform vom Hans ist;
Yanek – sollte sein: Jan, da Janek ist eine Verkleinerungsform vom polnischen Maennername Jan (Deutsch Johann, English: John) ist.
Nochmals vielen dank fuer den Artikel UND die Quellen,
in
Liebe Ivona
many thanks for your friendly request
Concerning your question:
Beigesetzt auf dem Friedhof Tröbitz Reihe 3 Grab Nr. 1
Unmittelbar an den Gemeindefriedhof angrenzend, wurden auf dem von den Überlebenden aus dem Verlorenen Transport 1945 angelegten jüdischen Friedhof 125 ehemalige Häftlinge aus dem Zug begraben.
Adjacent to the municipal cemetery, 125 former prisoners from the train were buried in the Jewish cemetery established by the survivors of the Lost Transport in 1945.
Best regard
Franz-Josef Wittstamm