Elias Siegmund

Siegmund Monty Elias

* 7.12.1890 in Hamburg; +1953

Staatsangehörigkeit deutsch

Vater unbekannt

Mutter unbekannt

Adressen Hamburg Rotherbaum, jüdisches Viertel Grindel, zuletzt Judenghettohaus Rutschbahn 25 a

Heirat Else Bartel *17.3.1890 in Berlin, als Christin „privilegierte Mischehe“; +12/1986 Wisconsin

Sohn

Ernst-Martin Elias *7.10.1927 in Hamburg; „Halbjude“; Schlossergehilfe; 2.2.1945

Transport I/122 Berlin, 116. Theresienstadt-Alterstransport mit 38 Personen, davon 18 aus Hamburg auf Anordnung Stapoleitstelle Hamburg

Weiterer Lebensweg

17.5.1939 mit Ehefrau Else und Sohn Ernst, Hamburg im Grindel bei Minderheiten-Volkszählung

September 1944 verhaftet bei der sog. „Mischlingsaktion“

Anfang 1945 entfiel der Schutz für die Familie, Deportation nach Theresienstadt für Sohn Ernst wurde verfügt

bis 11.4.1945 Polizeigefängnis Fuhlsbüttel „Kola-Fu“

12.-15.4.1945 86 km Fußmarsch nach Kiel, ins „Arbeitserziehungslager“ (AEL) „Nordmark“ in Hassee, Außenlager des KL Neuengamme in Kiel.

Rettungsaktion „Graf Bernadotte“ (Schwedisches Rotes Kreuz)

Nach Verhandlungen des schwedischen Graf Bernadotte und Norbert Masur vom World Jewish Congress, Stockholm mit Heinrich Himmler nahe Berlin werden 168 jüdische Häftlinge und ihre Kinder nach Schweden freigelassen.

1.5.1945 mit weißen Bussen des Int. Roten Kreuz nach Pattburg, Dänemark, weiter mit dem Zug nach Kopenhagen, mit der Fähre nach Malmö; in Smålandsstenar, Schweden in Quarantäne,

4.5.1945 Befreiung des AEL Nordmark Hassee durch britische „Royal Army“

Mai 1945  IRC-Recreation-Camp, Holsbybrunn Lidingo Schweden

8.Mai 1945 Sohn Ernst in Theresienstadt von der Roten Armee befreit

Fotosammlung Schmul Rosenbaum

Camp Rydsbrunn

Rückseite; Fotosammlung Schmul Rosenbaum
Die Zimmerkameraden in Rydsbrunn Jeweils von links
Vorn: Schmul Rosenbaum, Max Metzger; Mitte: Siegmund „Monty“ Elias; Oben allein Ernst Metzger
Fotosammlung Schmul Rosenbaum

16.10.-27.10.1949 Sohn Ernst mit US-Armeetransportschiff „General Bundy“ von Bremerhaven nach New York

Ziel 231 South Wells Street, Chicago, Illinois

2.3.1953 Tod in Hamburg, beigesetzt Jüdischer Friedhof Ohlsdorf

13.12.1953 Witwe Else Elias nach Siegmunds Tod zum Sohn mit der USS Atlantic von Cuxhaven nach New York

1955 und 1958 Elsa als Witwe im Adressbuch von Davenport, Iowa, USA

Quellen

Deutsche Minderheiten-Volkszählung 1939

https://www.statistik-des-holocaust.de/TT116-1.jpg

https://collections.ushmm.org/search/catalog/irn709512#?rsc=201913&cv=1&c=0&m=0&s=0&xywh=-55%2C-1%2C1793%2C1175

Passenger and Crew Lists of Vessels Arriving at New York, New York, 1897-1957 (National Archives Microfilm Publication T715, roll 7752); Records of the Immigration and Naturalization Service, Record Group 85

Passenger and Crew Lists of Vessels Arriving at New York, New York, 1897-1957 (National Archives Microfilm Publication T715, roll 8399); Records of the Immigration and Naturalization Service, Record Group 85

https://collections.arolsen-archives.org/archive/127213282/?p=1&s=Elias%20Ernst%201927&doc_id=127213282

Aufbau, Nach Schweden gerettet; Ausgabe vom 22.6.1945

Fritz Ostkämper, Carla Pins: „Man darf nicht denken & doch kann ich es nicht vergessen“ 2019

Bernd Philipsen, Fred Zimmak, Hrsg., Wir sollten leben, Novalis 2020

Dietlind Kautzky, Thomas Käpernick (Hrsg.), Mein Schicksal ist nur eins von Abertausenden VSA 2020

Adressbuch Davenport, Scott County, Bettendorf 1955 + 1958; Verlag R.L. Polk&Co

Veröffentlicht von Franz-Josef Wittstamm

Geboren 31. Mai 1951 in Recklinghausen Gymnasium Petrinum 1961 bis Abitur1970 Studium der Humanmedizin in Bochum Approbation 1981 Promotion1982 Facharzt für Innere Medizin, Kardiologie, Intensivmedizin Im Ruhestand seit 2016

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