Perl Herbert

Herbert Perl

*28.7.1905 in Antonienhütte

Staatsangehörigkeit deutsch, staatenlos

Vater Moritz Perl; + 1934

Mutter Waleska Schindler +1931

Geschwister

Lisel Perl * in Antonienhütte; + vor Mai 1945

Beruf Generatorenschlosser

Adressen Antonienhütte; Hannover, Wißmannstraße 11; Knochenhauer Straße 63

Heirat Lisa Adler *4.10.1911 in Hannover; Riga; Stutthof; Überlebende, 1954 in Hofheim, Würzburg

Kinder keine

Weiterer Lebensweg

1939 Nachbar von Familie Zydower in der Wißmannstraße 11

15.12.1941 Transport Hannover nach Skirotawa, Riga

18.12.1941 Ankunft Rangierbahnhof Skirotawa, Fußmarsch ins Ghetto Riga

30.10.1942 von Kommandat Krause ernannt als Leiter des Ordnungsdienstes der Sektion L, kleines lettisches Ghetto, nach Aufdeckung des Widerstands unter dem lettisch-jüdischen Ordnungsdienst

Juli-2. November 1943 schrittweise Auflösung des Ghettos Einrichtung des Konzentrationslagers Riga-Kaiserwald und verschiedener Betriebslager mit lokaler Kasernierung

November 1943 im Armeebekleidungsamt ABA 701 in Mühlgraben, Kasernierung

Sommer 1944 Auflösung des KL Kaiserwald, Riga

Juli – September 1944 Transporte der Arbeitsfähigen aus Riga per Schiff nach Stutthof

6.-8.8.1944 Libau-> Stutthof auf der „Bremerhaven“

13.8.-16.8.1944 Stutthof -> Buchenwald

16.8.1944 Ankunft Buchenwald

16.9.1944 Verlegt nach Bochum ins Außenkommando Bm 16/9, dann 26/3

21.3.1945 zurück in Buchenwald

26.3.1945 ins Konzentrationslager Flossenbürg

April 1945 „Evakuierung“ von Flossenbürg in mehreren „Todesmärschen“

21.4.1945 Tod in Neukirchen Balbini

24.4.1945 Befreiung des KL Flossenbürg durch die 90. Infanterie-Division der US-Army

Okt-Dez. 1949 Exhumiert und beigesetzt in Neunburg vorm Wald (Nachbarort von Balbini)

Quellen

Deutsche Minderheiten-Volkszählung 1939  https://www.mappingthelives.org/

Anita Kugler, Scherwitz – Der Jüdische SS-Offizier, 2017

https://www.wikiwand.com/de/Liste_der_Stolpersteine_in_Hannover#/S%C3%BCdstadt-Bult

http://hallolinden-db.de/files/2010.06.01_Namen_der_Opfer_aus_der_Wssmannstrasse.pdf

https://yvng.yadvashem.org/index.html?language=en&s_id=&s_lastName=Zydower&s_firstName=Simon&s_place=&s_dateOfBirth=&cluster=true

http://www.geschichtsverein-bordesholm.de/Veroeffentlichungen/Jahrbuecher/J06_7_Fentsahm_Evakuierungsmarsch.pdf

Käthe Fries, Schießen Sie mich nieder, Lukas Verlag 2017

Gertrude Schneider, Reise in den Tod, Deutsche Juden in Riga 1941-1944, Laumann-Verlag, 2008

Hilde Sherman: Zwischen Tag und Dunkel. Mädchenjahre im Ghetto, Frankfurt/M.-Berlin-Wien, 1984

Aufbau, Nach Schweden gerettet; Ausgabe vom 22.6.1945

Bernd Philipsen, Fred Zimmak, Hrsg., Wir sollten leben, Novalis 2020

Dietlind Kautzky, Thomas Käpernick (Hrsg.), Mein Schicksal ist nur eins von Abertausenden VSA 2020

https://www.bundesarchiv.de/gedenkbuch/de943342

https://collections.arolsen-archives.org/archive/6798893/?p=1&s=Perl%20Herbert&doc_id=6798898

https://yvng.yadvashem.org/index.html?language=en&s_id=&s_lastName=Perl&s_firstName=Herbert&s_place=&s_dateOfBirth=&cluster=true

Veröffentlicht von Franz-Josef Wittstamm

Geboren 31. Mai 1951 in Recklinghausen Gymnasium Petrinum 1961 bis Abitur1970 Studium der Humanmedizin in Bochum Approbation 1981 Promotion1982 Facharzt für Innere Medizin, Kardiologie, Intensivmedizin Im Ruhestand seit 2016

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