Gerson Alexander

Alexander Gerson

*15.2.1920 in Eisfeld; ✡1982

Staatsangehörigkeit deutsch

Religion jüdisch

Vater Hermann Israel Gerson *10.8.1878 in Schwedt ✡12.8.1943 in Auschwitz

Mutter Julia Petzold *10.11.1890 in Nürnberg; Überlebende ✡ ?

Geschwister Ruth Gerson *15.7.1914 in Sonneberg; ✡ 2.4.2006 in Maayan Zwi

Onkel Adolf Gerson *17.9.1876; ✡17.7.1943; oo Emmy Meier

Cousin Martin Gerson *15.3.1902 in Czarnkow, Leiter in Neuendorf; ✡Okt.1944 in Auschwitz

Beruf

Adressen Eisfeld; Pampow; Ahrensdorf; Groß-Breesen; Haifa

Heirat 8.5.1947 in Haifa Hilde Naomi Kahn-Hut (*4.9.1920 in Mainz; ✡9.2.1992 in Haifa)

Scheidung 10.2.1949

Kinder

Weiterer Lebensweg

1936 Schwester Ruth Gerson Mitarbeiterin im Palästinaamt, Berlin

Vorgesehen als Mitarbeiterin einer Haushaltsschule in Schweden

Alexander Gerson vermutlich zur Hachschara in Freienstein bei Pampow

Besitzer des Gutes war der Berliner Bankier Dr. Günther Jaffe, der nach dem Konkurs der Privatbank Jaffe mit seiner Familie von Berlin nach Freienstein zog.

10.7.1937 Offizielle Eröffnung des Hachscharabetriebs in Freienstein in Trägerschaft des zionistischen Pfadfinderbundes Makkabi Hazair

Sommer 1936 Aufbau des neuen Makkabi Hazair Lagers in Ahrensdorf

Sommer 1936 Ruth wird bei einem Besuch ihres Bruders von Hans Winter gedrängt, die Wirtschaftsleitung in Ahrensdorf zu übernehmen; ab Beginn Wirtschaftsleiterin in Ahrensdorf

31.3.1937 steht er auf der Ahrensdorf Praktikanten-Liste, Stand 31. März 1937, 41 männliche, 14 weibliche Chaluzim; Betriebsleiter Hans Winter; landwirtschaftlicher  Inspektor Paul Semler; Küchenleitung Ruth Seemann

Januar 1939 radelt er noch mit Peter Schrecker aus Wien vom Landwerk nach Luckenwalde, um Arbeitsschuhe bei einem jüdischen Händler zu kaufen, der genau an diesem Tag seinen Laden schließen muss.

Frühjahr 1939 Alexander wechselt von Ahrensdorf in das Umschulungslager Groß-Breesen

17.5.1939 Alexander in Groß-Breesen, Trebnitz bei Minderheiten-Volkszählung

17.5.1939 Ruth in Ahrensdorf bei Minderheiten-Volkszählung

Sommer 1939 Schwester Ruth mit Permit nach England

Alija beth auf der SS HILDA – Sonderhachschara 2

12.10.1939 Bahnfahrt von Berlin über Frankfurt und Passau nach Wien; die zweite Hälfte des Transportes kam von Breslau nach Wien

14.10. 1939 Ankunft in Wien, über die Schwarzmeerroute Bratislava, Budapest, Belgrad, Bukarest

6.11.1939 Ankunft in Sulina, Schwarzmeer-Hafen

26.11.1939 Abfahrt mit 729 Passagieren auf der SS HILDA

15.1.1940 hinter den Dardanellen von britischer Marine gestoppt und geentert

22.1.1940 Ankunft vor der Dreimeilen-Zone vor Haifa

24.1.1940 Britische Mandatsbehörden verweigern die Landung

29.1.1940 Ankunft Haifa nach Abschluss von Verhandlungen zwischen Sochnut (Jewish Agency) und britischer Mandatsregierung

29.1.1940 mit Bussen in das Internierungslager nach Athlit verbracht

18.2.1940 Registrierung von Alex Gerson in Athlit

er gibt Fritz Alsleben in Quedlinburg als Referenz an, als Gemeindeältesten Rabbiner Dr. Sachs (Dokument D/847/40/CHU)

18.2.1940 Entlassung der Frauen aus dem Lager

29.7.1940 Entlassung der Männer aus dem Lager Athlit

Erste Kontaktadresse

Alexander Gerson im Kibbuz Maayan Zwi bei Jakow Sichron

28.6.1941 Eintritt in die Royal Army Unit Buffs (Royal East Kent Regiment)

8.5.1947 Heirat Hilde Naomi Kahn-Hut

10.2.1949 Scheidung

1982 Tod in Israel

Gedenken

14.2.2005 Pages of Testimony für die Eltern von Ruth Weil

Grabstein für Ruth Weil auf dem Zichron Yaacov Cemetery

Quellen

Deutsche Minderheiten-Volkszählung 1939

1939 Register von England und Wales

Anneliese Ora Borinski, Erinnerungen

Herbert Fiedler, Eine Geschichte der Hachschara; Verein Internationale Begegnungsstätte Hachschara-Landwerk Ahrensdorf e.V

Herbert und Ruth Fiedler, Hachschara, Hentrich & Hentrich 2004

http://www.hachschara-ahrensdorf.de/html/body_anfang.html

Naftali-Rosenthal-Ron, Aufblitzende Erinnerungen, Autobiografie; deutsche Übersetzung von Alice Meroz, Berlin 2015

Urs Faes, Ein Sommer in Brandenburg, Suhrkamp 2015https://objekte.jmberlin.de/person/jmb-pers-12574/Herbert+Sonnenfeld?se=Suche&qps=q%3DSonnenfeld

Veröffentlicht von Franz-Josef Wittstamm

Geboren 31. Mai 1951 in Recklinghausen Gymnasium Petrinum 1961 bis Abitur1970 Studium der Humanmedizin in Bochum Approbation 1981 Promotion1982 Facharzt für Innere Medizin, Kardiologie, Intensivmedizin Im Ruhestand seit 2016

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