Böhm Alfred

Alfred Böhm

*8.2.1912 in Siemianowitz, Kattowitz; ✡ 1988

Staatsangehörigkeit deutsch

Religion jüdisch

Vater Markus Böhm *22.5.1884 in Siemianowitz; ✡ vor 1945 in Auschwitz

Mutter Charlotte Schirokauer *10.12.1892 in Chropaczow; ✡ vor 1945 in Auschwitz

Geschwister

Beruf Landwirtschaftlicher Praktikant

Adressen Siemianowitz; Hindenburg, Dorotheenstraße 2

Heirat Käthe Koplowitz *5.11.1912 in Ratibor; ✡1996

Kinder

Jutta Böhm *1937 /Oliveira Belfort Dos Santos Bastos; ✡  2010

Weiterer Lebensweg

Landwerk Neuendorf

Alfred Böhm vermutlich zur Hachschara ins Landwerk Neuendorf

1932 Gründung als Hachschara-Lehrgut auf dem Gut Neuendorf in Brandenburg; Besitzer Hermann Müller, US-Citizen; Trägerverein war die Jüdische Arbeitshilfe e. V. (Landwerk Neuendorf) in Berlin, Ungefähr 1200 Chawerim wurden zwischen 1932 und 1938 ausgebildet. Leiter des Landwerks von Beginn 1932 bis zum Novemberpogrom 1938 war Alexander Moch (1893–1977).

10.11.1938 Alfred Böhm verhaftet im Novemberpogrom, „Schutzhaft“ in Sachsenhausen

Im Novemberpogrom wurden 42 männliche Chaluzim und Angestellte verhaftet und im KL Sachsenhausen interniert, Block 40; Alfred Böhm bekam die Häftlingsnummer 12248. Moch besorgte in England 150 Ausreisevisa, mit denen er die Gefangenen aus der Haft auslösen konnte.

20.12.1938 Entlassung von Alfred Böhm aus dem KL Sachsenhausen zusammen mit Ignatz Schwarz mit der Auflage, Deutschland zu verlassen

17.5.1939 beide Eltern mit Ehefrau Käthe in Hindenburg bei Minderheiten-Volkszählung

1939 Emigration nach Rio de Janeiro Brasilien

Gedenken

Quellen

https://collections.arolsen-archives.org/de/search?s=4537003

https://collections.arolsen-archives.org/de/search?s=4538004

BILDER & DOKUMENTE – הכשרות החלוץ בגרמניה – דור המשך (hachshara-dor-hemshech.com)

https://yvng.yadvashem.org/ad+

Harald Lordick, Das Landwerk Neuendorf: Berufsumschichtung – Hachschara – Zwangsarbeit; in Pilarczyk, Ulrike (Hrsg) Hachschara und Jugendalija, Schulmuseum Steinhorst, 2019

https://www.mappingthelives.org

Deutsche Minderheiten-Volkszählung 1939

https://yvng.yadvashem.org/index.html?language=de

https://digipres.cjh.org/delivery/DeliveryManagerServlet?dps_pid=FL4311316

Staatsarchiv Israel, Einwanderungslisten

Veröffentlicht von Franz-Josef Wittstamm

Geboren 31. Mai 1951 in Recklinghausen Gymnasium Petrinum 1961 bis Abitur1970 Studium der Humanmedizin in Bochum Approbation 1981 Promotion1982 Facharzt für Innere Medizin, Kardiologie, Intensivmedizin Im Ruhestand seit 2016

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