Merenländer Werner

Werner Merenländer

*7.9.1919 in Frankfurt ✡ 19.8.1993 in Kfar Giladi

Staatsangehörigkeit deutsch

Religion jüdisch

Vater Julius Merenländer *16.2.1874 Warschau ✡20.7.1929 Frankfurt;

Mutter Selma Elsässer *7.1.1880 in Roth; ✡ vor 1944 in Krakau

Onkel Moschek Merenländer *13.2.1871 in Warschau; ✡27.12.1939 Frankfurt; oo Erna Sand *7.6.1892

Onkel Meir Merenländer *25.12.1880 in Warschau ✡ 1942 Treblinka

Onkel Ludwig EleazarMerenländer *29.12.1887 in Warschau; ✡ 10.6.1980 in Israel; oo Clothilde Rothschild *21.5.1894 in Gottmadingen,Randegg, BW; ✡ 20.12.1988 Tel Aviv

Geschwister

Blanca Merenländer *1910 in Frankfurt;  oo Steinberg /?Morgenstern

Sally Merenländer *30.5.1911 in Frankfurt; oo Sofie Rosenthal

Berthold Merenländer *1913 in Frankfurt; Bella Cohn

Uri Artur Merenländer *1915 in Frankfurt; ✡5.2.1990 Israel

Rosi Merenländer *28.6.1918 in Frankfurt; ✡1997 Hvidovre, Dänemark; oo Wachsberg; oo Sörensen

Cousine Ruth Leonie Merenländer *2.11.1921 in Frankfurt; oo Max Hon

Beruf Konditor

Adressen Frankfurt, Eckenheimer Landstraße 41; Ellguth, Steinau, Falkenberg

Heirat Chaja Nechanevitz

Kinder zwei

Joram Merländer *11.1.1948 in Kfar Giladi; ✡16.9.1968

Weitere Lebensdaten

Novemberpogrom

10.11.1938 Werner Merenländer verhaftet

12.11.1938 Einweisung in das KL Dachau; Häftlingsnummer 24244

6.2.1939 Entlassung von Werner Merenländer aus dem KL Dachau

Lehrgut Ellguth

Nach der Haftentlassung Werner Merenländer zur Hachschara ins Lehrgut Ellguth

Die Eröffnung des Lehrgutes Ellguth in Steinau bei Falkenberg/Klein-Schnellendorf erfolgte in Trägerschaft des Hechaluz am 19.12.1937. Die Leitung wurde Edgar und Elly Freund von der „Jüdischen Jugendhilfe Berlin“ übertragen. Zur Eröffnung kam als Madrich für die Landwirtschaft Georg Josephsthal, zuvor Generalsekretär des Hechaluz und im Merkas des Habonim. Seine Frau Senta übernahm die Milchwirtschaft des Gutes. Als landwirtschaftlicher Inspektor wurde der Nichtjude Bless eingestellt. Bis zu 100 Chaluzim wurden hier ausgebildet.

Im August 1938 mussten Georg und Senta Josephthal, im September das Ehepaar Freund nach Warnungen vor der Gestapo das Gut verlassen. Nachfolger wird Fritz Wolff.

Januar 1939 Wiedereröffnung des Lagers Ellguth durch den BACHAD mit 40 Chaluzim; Die Leitung übernahm Armin Duschinski aus Wien.

17.5.1939 Werner Merenländer bei Minderheiten-Volkszählung mit 84 Juden in Falkenberg, Klein Schnellendorf

Minderheiten-Volkszählung vom 17.5.1939

Selma Merenländer mit Sohn Werner in Frankfurt, Eckenheimer Landstraße 41

Werner Merenländer auch mit 84 Juden im Lehrgut Ellguth, Falkenberg, Klein Schnellendorf

Ludwig und Clothilde Merenländer mit Sohn Heinz in Frankfurt, Bessemerstraße 16

Moschek und Erna Merenländer mit Sohn Martin in Frankfurt, Rechneigrabenstraße 9

Alija beth auf der SS HILDA – Sonderhachschara 2

12.10.1939 Bahnfahrt von Berlin über Frankfurt und Passau nach Wien; die zweite Hälfte des Transportes kam von Breslau nach Wien

14.10. 1939 Ankunft in Wien, über die Schwarzmeerroute Bratislava, Budapest, Belgrad, Bukarest

6.11.1939 Ankunft in Sulina, Schwarzmeer-Hafen

26.11.1939 Abfahrt mit 729 Passagieren auf der SS HILDA

15.1.1940 hinter den Dardanellen von britischer Marine gestoppt und geentert

22.1.1940 Ankunft vor der Dreimeilen-Zone vor Haifa

24.1.1940 Britische Mandatsbehörden verweigern die Landung

29.1.1940 Ankunft Haifa nach Abschluß von Verhandlungen zwischen Sochnut (Jewish Agency) und britischer Mandatsregierung

29.1.1940 mit Bussen in das Internierungslager nach Athlit verbracht

14.2.1940 Registrierung von Werner Merenländer im Camp Athlit; er gibt Cousine Ruth als Referenz an.

18.2.1940 Entlassung der Frauen aus dem Lager

29.7.1940 Entlassung der Männer aus dem Lager Athlit

Gedenken

29.10.1992 Page of Testimony für Schwester Blanca von Zeew Merenländer

9.7.1998 Page of Testimony für ihre Schwägerin von Chaja Merenländer

Quellen

https://collections.arolsen-archives.org/de/document/71187332

Deutsche Minderheiten-Volkszählung 1939

https://www.mappingthelives.org

https://yvng.yadvashem.org/ad

https://www.bundesarchiv.de/gedenkbuch

https://apps.bundesarchiv.de/gedenkbuch/en930028

https://apps.bundesarchiv.de/gedenkbuch/en930023

Staatsarchiv Israel, Einwanderungslisten

Mandat zur Einbürgerung in Palästina, 1937-1947

https://hachschara.juedische-geschichte-online.net/ort/13.pdf

Ezra Ben Gershôm David. Aufzeichnungen eines Überlebenden, Evangelische Verlagsanstalt 1989

Joel König (Ezra Ben Gershom), Den Netzen entronnen, Vandenhoeck u. Ruprecht 1967

Bettina Götze, Rathenow, in: Irene Annemarie Diekmann (Hrsg.), Jüdisches Brandenburg. Verlag für Berlin-Brandenburg 2008. S. 304–328

https://collections.arolsen-archives.org/de/document/10707357

Veröffentlicht von Franz-Josef Wittstamm

Geboren 31. Mai 1951 in Recklinghausen Gymnasium Petrinum 1961 bis Abitur1970 Studium der Humanmedizin in Bochum Approbation 1981 Promotion1982 Facharzt für Innere Medizin, Kardiologie, Intensivmedizin Im Ruhestand seit 2016

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