Abraham Bram Cordanus Degen

*27.10.1926 in Leiden; ✡ 17.11.2017 in Brisbane, Australien
Staatsangehörigkeit niederländisch
Religion jüdisch
Vater unbekannt
Mutter Theresia Degen *21.4.1907 in ASD; ✡16.4.1943 Sobibor
27.6.1928 Ehe der Mutter mit Abraham De Lange *23.6.1902; ✡16.4.1943 Sobibor
Halbgeschwister
Israel De Lange *27.8.1928 ASD; ✡25.1.1943 Auschwitz
Samuel De Lange *10.1.1931 ASD; ✡16.4.1943 Sobibor
Machiel De Lange *4.10.1932 ASD; ✡16.4.1943 Sobibor
Levie De Lange *10.7.1935; ✡16.4.1943 Sobibor
Beruf Landwirtschaftlicher Praktikant
Adressen Leiden, Roodenbergstraat 1 a; Catharinahoeve in Gouda
Heirat Elaine Marie Mannion *14.2.1930 in Brisbane; 16.1.2015 in Brisbane
Kinder zwei
Virginia Ann Degen *23.4.1957 in Brisbane; ✡15.11.2014 in Brisbane; oo Andreu
Weiterer Lebensweg
Die ledige Mutter gibt Bram in eine Pflegefamilie
27.6.1928 Ehe der Mutter mit Abraham De Lange
6.6.1930-13.7.1942 Abraham Degen im Joods Weeshuis Leiden
Der „arische Vater“
Bram Degen wurde 1926 unehelich von seiner 19-jährigen ledigen Mutter geboren, „Vater unbekannt“. Das gab ihm 1942 die Chance, eine sogenannte G1 Verklaring zu bekommen, diese wurde an Juden mit zwei nichtjüdischen Großeltern vergeben, die auf diese Weise vor Deportationen geschützt waren. Er gab den Namen des ihm völlig unbekannten Mhr. Van Klaveren aus Schiedam als seinen Erzeuger an; dieser erklärte sich schließlich bereit, den kleinen Betrug mitzuspielen, um das Leben des ihm unbekannten Jungen zu retten
Hachschara-Jeugdfarm Catarinahoeve in Gouda

13.7.1942 Abraham Degen zur Hachschara nach Gouda
Das ab Oktober 1937 bestehende Hachscharalager Catharinahoeve in Gouda wurde möglich durch eine testamentarische Schenkung in Höhe von 80000 Gulden Hfl von Catharina van Zon. Die Jeugdfarm diente der Mittleren Hachschara für 14-17-Jährige zur Vorbereitung auf die Alija.

Die Leitung der Gruppe lag bei dem Ehepaar Dr. Manfred Litten und Shoshana Jansje Litten-Serlui zuvor Danzig. Als Betriebsleiter eingestellt war zunächst Herrn Knol, dem Henk de Raaf und Franz Man zur Seite gestellt wurden. Nachbar Dirk van Schaik half als Vorarbeiter.
Ab 1940 lag die Verantwortung bei der Joodse Centrale voor Beroepsopleiding JCB.
1941 nach dem Rücktritt von Herr Knol übernahm Jan Middelburg die Betriebsleitung, unterstützt von Dirk van Schaik.
April 1943 erhalten die Chaluzim Schreiben, sich in den Arbeitslagern zu melden.
Durch eine vom Krankenhaus Gouda angeordnete Quarantäne wegen einzelner stationär behandelter Durchfallerkrankungen als Ausdruck einer Dysenterieendemie im Lager können die für April vorgesehenen Deportationen noch für acht Wochen aufgehalten werden. Shoshana Litten sucht entgegen der Anweisung der Vorstandsvorsitzenden für die Chaluzim Versteckplätze. Daraufhin tauchen viele unter.
1943 Abraham Degen abgemeldet aus Gouda nach Amsterdam
1.6.1943 wird der Betrieb eingestellt und der Betriebsleiter entlassen
Kamp Westerbork
Das im Oktober 1939 von den niederländischen Behörden eröffnete Vluchtelingenkamp Westerbork in Drenthe wurde am 1. Juli 1942 von der SS als „Polizeiliches Judendurchgangslager“ übernommen. Es diente fortan der Erfassung, der Internierung und als Abgangsort der Massentransporte aus den Niederlanden nach Auschwitz und Sobibor sowie 1944 ins Sternlager Bergen-Belsen und nach Theresienstadt. Zunächst erfolgten die Deportationen von der Station Hooghalen aus, bevor im November 1942 das Kamp an das Gleisnetz angeschlossen wurde.
April 1942 die Mutter Theresia mit Ehemann und die Halbgeschwistern eingewiesen als Strafgefangene in das Kamp Westerbork, Strafbaracke 65
13.4.1943 die Familie wird auf den unmittelbar nächsten abgehenden Transport nach Sobibor gestellt.
Nachkriegszeit
Emigration von Bram Degen nach Australien in den 1950er Jahren
Gedenken
Quellen
https://collections.arolsen-archives.org/de/document/130278511
https://www.archiefhond.nl/nt/Gda/joodsepersonenGouda.pdf
https://www.myheritage.de/research
https://collections.arolsen-archives.org/de/document/5058528
https://collections.arolsen-archives.org/de/document/130327396
https://archief.amsterdam/indexen/persons?ss=%7B%22q%22:%22Degen%201907%22%7D
Kelly Bauer, Syds Wiersma, Kibboets op de Klei, Fries Film Archief Leeuwarden, 2020
Auke Zeldenrust, Kibboets op de Klei, Boom, 2020
Morris Schnitzer, My three selves, a memoir, Lugus, Toronto, 2002
Hannelore Grünberg-Klein, Zolang er nog tranen zijn, Nijgh & Van Ditmar, 2015
Mirjam Pinkhof, De Jeugdalijah van het Paviljoen Loosdrechtsche Rade, 1998
Frans van der Straaten, Om nooit te vergeten. Herinneringen en belevenissen aan/van Palestina-Pioniers in Nederland gedurende de oorlogsjaren 1939-1945
https://collections.yadvashem.org/en/documents/3655767
https://www.gfh.org.il/eng/Archive
Staatsarchiv Israel, Mandat zur Einbürgerung in Palästina, 1937-1947