Elie Valensie
*15.5.1881 in Tunis; ✡ 24.9.1942 in Auschwitz
Staatsangehörigkeit Tunesien; Niederlande
Religion jüdisch
Vater David Chaim Isaac Valensi; Rabbi in Tunis; 1936
Mutter Esther Baruch
Geschwister
Samuel Valensi *1871 in Tunis; 1927 in Amsterdam; 1929 „abgeschoben“
Abraham Chaim Valensi *Januar 1884 in Tunis
Beruf Kaufmann, Obsthändler
Adressen Tunis; Amsterdam, CJR Oude Schans; Gouda Catharinahoeve, Ridder van Catsweg 61, Ooosthaven 31
Heirat 1919 in der Synagoge von Tunis mit Marie Josefine Krief *28.5.1899 in Tunis; 6.2.1985 in Versailles; Marie Kriel ist am 14.8.1941 in Grenoble eine zweite Ehe eingegangen mit Pierre Rossig
Kinder zwei
Simone Rachel Valensi *15.5.1920 in Paris ✡ 14.12.2006 in den Haag; oo Andre Schotmann
Weiterer Lebensweg
Hachschara-Jeugdfarm Catarinahoeve in Gouda
1942 ist Aaron Wallach in Gouda Catharinahoeve, Ridder van Catsweg 61 wohnhaft gemeldet
Das ab Oktober 1937 bestehende Hachscharalager Catharinahoeve in Gouda wurde möglich
durch eine testamentarische Schenkung in Höhe von 80000 Gulden Hfl
von Catharina van Zon. Die Jeugdfarm diente der Mittleren Hachschara für 14-17-Jährige zur Vorbereitung auf die Alija.
Die Leitung der Gruppe lag bei dem Ehepaar Dr. Manfred Litten und Shoshana Jansje Litten-Serlui zuvor Danzig. Als Betriebsleiter eingestellt war zunächst Herrn Knol, dem Henk de Raaf und Franz Man zur Seite gestellt wurden. Nachbar Dirk van Schaik half als Vorarbeiter.
Ab 1940 lag die Verantwortung bei der Joodse Centrale voor Beroepsopleiding JCB.
1941 nach dem Rücktritt von Herr Knol übernahm Jan Middelburg die Betriebsleitung, unterstützt von Dirk van Schaik.
Adresse in Amsterdam JR Oude Schans 74, Dienststelle des Joodsche Raad „Bureau voor de Vertrekkenden, kledingvoorziening en uitgifte kampartikelen“
Zuletzt wohnhaft bei Jeanne Weill geb. Guyssens in Gouda, Oosthaven 31
Kamp Westerbork
Das im Oktober 1939 von den niederländischen Behörden eröffnete Vluchtelingenkamp Westerbork in Drenthe wurde am 1. Juli 1942 von der SS als „Polizeiliches Judendurchgangslager“ übernommen. Es diente fortan der Erfassung, der Internierung und als Abgangsort der Massentransporte aus den Niederlanden nach Auschwitz und Sobibor sowie 1944 ins Sternlager Bergen-Belsen und nach Theresienstadt. Zunächst erfolgten die Deportationen von der Station Hooghalen aus, bevor im November 1942 das Kamp an das Gleisnetz angeschlossen wurde.
17.9.1942 Einweisug in das Kamp Westerbork
21.9.1942 auf dem Transport von Westerbork nach Auschwitz
Nachkriegszeit –
Gedenken –
Quellen
https://www.archiefhond.nl/nt/Gda/joodsepersonenGouda.pdf
https://collections.arolsen-archives.org/de/document/130387820
https://www.myheritage.de/research
https://collections.arolsen-archives.org/de/document/5058528
Kelly Bauer, Syds Wiersma, Kibboets op de Klei, Fries Film Archief Leeuwarden, 2020
Auke Zeldenrust, Kibboets op de Klei, Boom, 2020
Morris Schnitzer, My three selves, a memoir, Lugus, Toronto, 2002
Hannelore Grünberg-Klein, Zolang er nog tranen zijn, Nijgh & Van Ditmar, 2015
Mirjam Pinkhof, De Jeugdalijah van het Paviljoen Loosdrechtsche Rade, 1998
Frans van der Straaten, Om nooit te vergeten. Herinneringen en belevenissen aan/van Palestina-Pioniers in Nederland gedurende de oorlogsjaren 1939-1945
https://collections.yadvashem.org/en/documents/3655767
https://www.gfh.org.il/eng/Archive
Staatsarchiv Israel, Mandat zur Einbürgerung in Palästina, 1937-1947