Aaron Nol Wallage
*24.9.1924 in Groningen; ✡ 11.10.1987 in Haren
Staatsangehörigkeit niederländisch
Religion jüdisch
Vater Moritz Moses Wallage *13.2.1895 in Stadskanaal; ✡1.8.1942 in Auschwitz
Mutter Betje de Jonge *20.1.1899; ✡26.3.1943 in Sobibor
Geschwister
Susanna Wallage *1922 in Groningen; ✡1927
Philipp Wallage *12.7.1927 in Groningen; ✡26.3.1943 in Sobibor
Rosalien Wallage *15.5.1932 in Groningen; ✡26.3.1943 in Sobibor
Elisabeth Wallage *2.10.1935 in Groningen; ✡26.3.1943 in Sobibor
Beruf Landwirtschaftlicher Praktikant
Adressen Groningen, Rade Markt 22 a; Gouda, Catharinahoeve, Ridder van Catsweg 61
Heirat A. Wiersma
Kinder
Inge Wallage; ✡?
Weiterer Lebensweg
3 Jahre HBS Hoogere Burger School
Hachschara-Jeugdfarm Catarinahoeve in Gouda
Aaron Wallage zur Hachschara nach Gouda
Das ab Oktober 1937 bestehende Hachscharalager Catharinahoeve in Gouda wurde möglich
durch eine testamentarische Schenkung in Höhe von 80000 Gulden Hfl
von Catharina van Zon. Die Jeugdfarm diente der Mittleren Hachschara für 14-17-Jährige zur Vorbereitung auf die Alija.
Robert Levisson übernahm die Funktion des Sekretär des Vorstandes, dem auch Frau A. Vroman angehörte, Mutter des Dichters und Biologen Leo Vroman.
Die Leitung der Gruppe lag bei dem Ehepaar Dr. Manfred Litten und Shoshana Jansje Litten-Serlui zuvor Danzig. Als Betriebsleiter eingestellt war zunächst Herrn Knol, dem Henk de Raaf und Franz Man zur Seite gestellt wurden. Nachbar Dirk van Schaik half als Vorarbeiter.
Ab 1940 lag die Verantwortung bei der Joodse Centrale voor Beroepsopleiding JCB.
1941 nach dem Rücktritt von Herr Knol übernahm Jan Middelburg die Betriebsleitung, unterstützt von Dirk van Schaik.
1942 Aaron Wallage abgemeldet aus Gouda nach Groningen
1942 Shoshana Litten sucht entgegen der Anweisung der Vorstandsvorsitzenden für die Chaluzim Versteckplätze. Daraufhin tauchen viele unter.
Kamp Westerbork
Das im Oktober 1939 von den niederländischen Behörden eröffnete Vluchtelingenkamp Westerbork in Drenthe wurde am 1. Juli 1942 von der SS als „Polizeiliches Judendurchgangslager“ übernommen. Es diente fortan der Erfassung, der Internierung und als Abgangsort der Massentransporte aus den Niederlanden nach Auschwitz und Sobibor sowie 1944 ins Sternlager Bergen-Belsen und nach Theresienstadt. Zunächst erfolgten die Deportationen von der Station Hooghalen aus, bevor im November 1942 das Kamp an das Gleisnetz angeschlossen wurde.

4.2.1943 Einweisung in Kamp Westerbork, Strafbaracke 65; vermutlich war er zuvor im Versteck gefasst worden
Ontsnapt aus Westerbork
11.5.1943 Flucht aus dem Kamp Westerbork
Die von Paul Siegel entwickelte Fluchtvariante aus dem Zug kurz vor der Abfahrt im Lager Westerbork wurde von etwa 12 Chawerim des Hechaluz genutzt u.a. von Hermann Italiaander, Lotti Wahrhaftig-Siesel (*1926, Berlin), Fritz Siesel, Meta Lande, Kurt Walter (*1922, Bamberg), Heinz und Fritz Pollak sowie Bubie Pinkus. Die Flucht fiel der Lagerverwaltung nicht auf, da die Häftlinge auf dem Weg zur Bahnstation bereits aus dem Lagerbestand gestrichen waren.
27.5.1943 Aaron Wallage „entlassen“ aus Westerbork
Er überlebt die Besatzungszeit im Versteck
Nachkriegszeit
Gedenken
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Quellen
https://collections.arolsen-archives.org/de/document/130395983
https://www.archiefhond.nl/nt/Gda/joodsepersonenGouda.pdf
https://www.myheritage.de/research
https://collections.arolsen-archives.org/de/document/5058528
https://collections.arolsen-archives.org/de/document/130395983
Kelly Bauer, Syds Wiersma, Kibboets op de Klei, Fries Film Archief Leeuwarden, 2020
Auke Zeldenrust, Kibboets op de Klei, Boom, 2020
Morris Schnitzer, My three selves, a memoir, Lugus, Toronto, 2002
Hannelore Grünberg-Klein, Zolang er nog tranen zijn, Nijgh & Van Ditmar, 2015
Mirjam Pinkhof, De Jeugdalijah van het Paviljoen Loosdrechtsche Rade, 1998
Frans van der Straaten, Om nooit te vergeten. Herinneringen en belevenissen aan/van Palestina-Pioniers in Nederland gedurende de oorlogsjaren 1939-1945
https://collections.yadvashem.org/en/documents/3655767
https://www.gfh.org.il/eng/Archive
Staatsarchiv Israel, Mandat zur Einbürgerung in Palästina, 1937-1947