
Pauls Shaul Hanauer
*5.3.1915 in Euskirchen; ✡ 26.2.1995 in Rishpon
Religion jüdisch
Staatsangehörigkeit deutsch
Vater Siegfried Shlomo Hanauer *1.9.1882 in Euskirchen; ✡ 2.4.1938 in Tel Aviv
Mutter Käthe Grünewald*7.11.1887 in Unna; ✡ 8.2.1977 in Rishpon
Großvater Selig Hanauer *21-10-1844 in Wandsbeck; ✡ 3.9.1925 in Euskirchen
Großmutter Pauline Hirschfeld/t *7.7.1852 in Neuwedel;
Urgroßeltern Salomon Lewy (1804 Winschoten) und Goltje Fraenkel
Geschwister
Viktor Hermann Hanauer *13.9.1911 in Euskirchen; ✡ 27.10.1967 in Kapstadt

Felix Zwi Hanauer/Hanaor *7.11.1912 in Euskirchen; ✡ ?; oo Zisla Berger

Elfriede Friedel Hanauer *5.1.1920 in Euskirchen; ✡ ?; Heinz Brotzen *15.9.1910 in Breslau
Cousin/e zweiten Grades
Herbert Hanauer /Uri Naor *28.6.1918 in Allenstein; ✡22.8.1954 in Dorot, Israel
Tea Hanauer *6.1.1910 Eydtkuhnen; ✡ 9.12.1994 Den Haag; oo Alexander Wolf (1905-1943)
Beruf Praktikant
Adressen Euskirchen, Wilhelmstraße 9; Unna; Berlin; Werkdorp Barsingerhorn, Wieringermeer

Heirat 4.2.1939 in Wieringermeer Erna Ester Spiegel *4.5.1908 Dortmund; 9.12.1980 St.Louis
Scheidung 26.10.1944 (?) von Erna Spiegel
Kinder
Rana Hanauer *13.8.1940 in Affula; oo Shmuel Hertz
Dorit Hanauer *1.5.1947 in Tel Aviv
Weiterer Lebensweg
1875 Großeltern Selig und Pauline Hanauer von Lingen nach Euskirchen

3.9.1925 Tod des Großvaters Selig Hanauer in Euskirchen, Wilhelmstraße 11
1930 Umzug der Familie nach Unna
28.8.1934 Passausstellung für Paul Hanauer in Berlin
März bis Mai 1936 Paul zur Hachschara ins Beth Chaluz Regensburg
14.4.1937 Passausstellung für Erna Spiegel in Münster
Werkdorp Nieuwe Sluis
1.7.1936 Paul Hanauer mit Erna Spiegel zur Hachschara ins Werkdorp Nieuwe Sluis

6.8.1936 Paul Hanauer mit Erna Spiegel angemeldet in Barsingerhorn

1.12.1936 Friedel Hanauer angemeldet in Barsingerhorn
16.11.1936 Friedel Hanauer aus „Veng“zur Hachschara ins Werkdorp
Träger des „Jüdisches Werkdorf Nieuwe Sluis“ ist die „Stichting Joodse Arbeid“ (Stiftung Jüdische Arbeit); hier werden jüdische Jugendliche zu Landarbeitern umgeschult (Hachschara) als Vorbereitung auf die Ansiedlung in Palästina (Alija). Die Ausrichtung war neutral, nur etwa ein Drittel der Chawerim waren auch zionistische Chaluzim (zionistische Pioniere)
Im März 1934 kommt eine kleine Gruppe von Volontären als Aufbaugruppe in die verlassenen Baracken auf der Farm. Dreieinhalb Jahre lang dienten diese als Unterkunft für die Gruppe der Bauarbeiter. Ende 1934 stehen vier Baracken und eine Kantine dicht beieinander rund um das Haukes-Haus.
Oktober 1934 Aufnahme des regulären Ausbildungsbetriebs
Im Zentrum des Werkdorfs wird ein Gemeinschaftshaus errichtet, die Baracken werden in einem Halbkreis herumgebaut.

1.1.1938 Paul Hanauer auf der Hechaluz-Mitgliederliste des Werkdorps
2.1.1938 formal bedingte Ummeldung von Paul und Friedel Hanauer wie aller Werkdorper von der Gemeinde Barsingerhorn nach Wieringermeer
Alija
1938 beide Eltern nach Palästina
13.11.1933 Ankunft von Bruder Felix aus Berlin nach Tel Aviv
1938 Bruder Viktor, München; nach Palästina
21.3.1938 Ankunft von Friedel Hanauer in Haifa mit einem Studentenzertifikat der Jugendalija Kategoroe B(III)
30.12.1938 Friedel Hanauer abgemeldet aus dem Werkdorp nach Palästina

31.12.1938 Friedel Hanauer und Cousin Herbert auf der Palästina-Emigrantenliste des Werkdorps
3.6.1939 Ankunft von Paul und Erna Hanauer in Tel Aviv mit einem Arbeiterzertifikat des Hechaluz der Kategorie C/LS
5.6.1939 Paul Hanauer abgemeldet aus dem Werkdorp nach Palästina
13.12.1942 Einbürgerung von Paul und Erna Hanauer in Palästina
Nachkriegszeit
10.2.1946 Einbürgerung von Schwester Elfriede Brotzen in Palästina
Gedenken
Quellen
Niederlande, Bevölkerungsregister, 1810-1936; Bron: boek, Deel: 146, Periode: 1912-1938
https://www.oorlogsbronnen.nl/mensen?personterm=Ontruiming%20Joods%20Werkdorp%20Wieringermeer
https://www.mappingthelives.org
Deutsche Minderheiten-Volkszählung 1939
Staatsarchiv Israel, Mandat zur Einbürgerung in Palästina, 1937-1947
https://yvng.yadvashem.org/index.html?language=de
Peter W. Lande, Jewish „Training“ Centers in Germany, Manuskript von 1978 im Bestand des Centers for Jewish History
https://digipres.cjh.org/delivery/DeliveryManagerServlet?dps_pid=FL4311316