Hanauer Herbert

Herbert Hanauer /Uri Naor

*28.6.1918 in Allenstein; ✡22.8.1954 in Dorot, Israel

Religion jüdisch

Staatsangehörigkeit deutsch

Vater Szlama Salomon Hanauer *3.4.1878 in Lingen; ✡8.11.1938 in Lingen

Heirat der Eltern 19.3.1909 in Eydtkuhnen

Mutter Minna Löwenstein *13.7.1884 in Birkenfeld; ✡ 11.1.1943 in Amsterdam

Geschwister

Tea Hanauer *6.1.1910 in Eydtkuhnen; ✡ 9.12.1994 in Den Haag oo Alexander Wolf(1905-1943)

Heinz Steven Hanauer 1915; ✡ ?

Beruf Landarbeiter

Adressen Berlin; Lingen; Koblenz, Burgstraße 8; Werkdorp Barsingerhorn, Wieringermeer

Heirat 1938 Inge Feltenberg *2.5.1916 in Berlin; ✡ ?

Kinder

Weiterer Lebensweg

Onkel Salomon Hanauer war Jurist, Referendar, Abitur am Georgianum Lingen Ostern 1896, Er ging 2.8.1899 Onkel Salomon nach Freren.

18.3.1912 die Eltern mit Schwester Tea nach Amsterdam

Umzug der Familie nach Koblenz, Burgstraße 8

22.12.1933 Heirat der Schwester Tea in Koblenz mit Salomon Wolf (1905-1943)

26.3.1934 Passausstellung für Herbert Hanauer in Koblenz

1.4.1935 Bruder Heinz in Koblenz

6.-12-8.1938 Bruder Heinz auf der SS NIEUW AMSTERDAM von Rotterdam nach New York

8.11.1938 Tod des Vaters in Koblenz;

1939 Mutter Minna nach Amsterdam zur Tochter Thea Wolf

11.12.1936Geburt von Neffe David Lex Wolf „Daddy Wolters“

Werkdorp Nieuwe Sluis

6.9.1934 Herbert Hanauer gemeldet in Barsingerhorn

20.1.1937 Inge Feltenberg zur Hachschara ins Werkdorp Nieuwe Sluis

2.2.1937 Inge Feltenberg angemeldet in Barsingerhorn

Träger des „Jüdisches Werkdorf Nieuwe Sluis“ ist die „Stichting Joodse Arbeid“ (Stiftung Jüdische Arbeit); hier werden jüdische Jugendliche zu Landarbeitern umgeschult (Hachschara) als Vorbereitung auf die Ansiedlung in Palästina (Alija). Die Ausrichtung war neutral, nur etwa ein Drittel der Chawerim waren auch zionistische Chaluzim (zionistische Pioniere)

Im März 1934 kommt eine kleine Gruppe von Volontären als Aufbaugruppe in die verlassenen Baracken auf der Farm. Dreieinhalb Jahre lang dienten diese als Unterkunft für die Gruppe der Bauarbeiter. Ende 1934 stehen vier Baracken und eine Kantine dicht beieinander rund um das Haukes-Haus.

Oktober 1934 Aufnahme des regulären Ausbildungsbetriebs

Im Zentrum des Werkdorfs wird ein Gemeinschaftshaus errichtet, die Baracken werden in einem Halbkreis herumgebaut.

Dezember 1936 Herbert Hanauer abgemeldet in die Schweiz

1.1.1938 Inge Feltenberg auf der Hechaluz-Mitgliederliste des Werkdorps

2.1.1938 formal bedingte Ummeldung von Inge Feltenberg wie aller Werkdorper von der Gemeinde Barsingerhorn nach Wieringermeer

1938 Heirat in den Niederlanden

8.9.1938 Ausstellung einer ID-Card für Inge Hanauer in Den Haag

26.9.1938 Ankunft von Ingeborg und Herbert Hanauer auf dem Hechaluz-Arbeiterzertifikat derKategorie C/LS; Inge auf dem Ticket des Ehemannes mi C/ 2

20.10.1938 Inge Feltenberg und Herbert Hanauer abgemeldet aus dem Werkdorp nach Palästina

31.12.1938 Herbert Hanauer und Inge Feltenberg auf der Palästina-Emigrantenliste des Werkdorps

5.8.1942 Einbürgerung von Inge und Herbert Hanauer in Palästina

11.1.1943 Tod der Mutter Minna im Pflegeheim in Amsterdam

Schwester Tea überlebt die Besatzungszeit im Versteck, ihr Ehemann Salomon Wolf wirdverraten und als Strafgefangenener nach Westerbork und Auschwitz deportiert.

NeffeDavid Wolf (Deckname Dadday Wolters) wird im Versteck bei der Familie Borg in Almelo entdeckt und über Westerbork, Bergen-Belsen nach Theresienstadt deportiert, wo er als Kind Nr. 42 „onbekende kindreren“ am 8.5.1945 befreit wird

Nachkriegszeit

2.2.1945 Scheidung von Inge und Herbert Hanauer in Jerusalem

1946 Heirat von Inge Feltenberg mit Jechiel Auerbach in Jerusalem

Gedenken

Quellen

www.werkdorpwieringermeer.nl/

Niederlande, Bevölkerungsregister, 1810-1936; Bron: boek, Deel: 146, Periode: 1912-1938

https://www.oorlogsbronnen.nl/mensen?personterm=Ontruiming%20Joods%20Werkdorp%20Wieringermeer

https://www.oorlogsbronnen.nl/tijdlijn/bcb2f326-954f-4604-ba60-0cd0b00a6f19

https://collections.arolsen-archives.org/de/document/130402709

https://archief.amsterdam/indexen/persons?ss=%7B%22q%22:%22Minna%20Loewenstein%22%7D

https://www.mappingthelives.org

Deutsche Minderheiten-Volkszählung 1939

Staatsarchiv Israel, Mandat zur Einbürgerung in Palästina, 1937-1947

https://yvng.yadvashem.org/index.html?language=de

Veröffentlicht von Franz-Josef Wittstamm

Geboren 31. Mai 1951 in Recklinghausen Gymnasium Petrinum 1961 bis Abitur1970 Studium der Humanmedizin in Bochum Approbation 1981 Promotion1982 Facharzt für Innere Medizin, Kardiologie, Intensivmedizin Im Ruhestand seit 2016

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