Stanger Schlomo

Samuel Schlomo Stanger

*28.1.1913 in Nadworna, Galizien ; ✡ 7.3.2006

Staatsangehörigkeit polnisch; staatenlos

Religion jüdisch

Vater Ephraim Fischel Philipp Stanger *1.1.1878 Bohorodcany; ✡7.2.1958 Tel Aviv

Mutter Shoshana Reisel Rose Mittelmann *12.10.1880 Nadworna; ✡28.1.1948 Tel Aviv

Bohorodcany ist 20 km von Nadworna entfernt, in der Oblast Iwano Frankiwsk, Galizien

Geschwister

Jakob Stanger*12.10.1903 in Nadworna; wohnt in Bremen; ✡ 1943 Shoa

Elsie Stanger *4.5.1904 in Nadworna; ✡ 25.11.1999 Miami; oo Leo Stettin (1900-

Dora Stanger *3.7.1908 in Nadworna; ✡20.8.1983; oo Samuel Buller

Klara Stanger *1.12.1911 in Nadworna; ✡1933 in Landsberg

Simon Stanger *20.11.1916 Nadworna; ✡3.2.1967 Tel Aviv

Haya Stanger

Beruf Funktionär

Adressen Nadworna; Landsberg/Warthe, Louisenstraße 12; Berlin; Altkarbe; Degania; Maayan Zwi

Heirat 12.6.1949 Gertrud Tamar Holländer *1913; ✡1971

Kinder drei

Weiterer Lebensweg

1929-1932 Studium am Jüdischen Lehrerseminar in Berlin

6.-12.5.1930 Schwester Elsa, zuvor in Landsberg auf der SS EUROPA von Bremen nach New York

Heimatadresse ist Vater Philipp Stanger in Landsberg; Ziel Ehemann Leo in New York

1932-1933 Volontär im kaufmänn. Betrieb

Mitglied in verschiedenen jüdischen Jugendorganisationen wie Blau-Weiß, Kadimah; Brith Hazofim und Makkabi Hazair

1933 Sekretär der Zweigstelle des Hechaluz in Landberg/Warthe

1933 von SA verhaftet

Umzug nach Berlin

Landwerk Altkarbe

1934 Schlomo Stanger als Madrich ins Landwerk Altkarbe in der Neumark, heute Polen. Es bestand zwischen 1933 und 1936 auf dem Gut Obermühle des jüdischen Landwirts Siegmund Levy. Die Chaluzim kamen zumeist aus dem Makkabi Hazair

Zeugnis für Simon Stanger von Gutsverwalter Siegfried Fritz Levy in Altkarbe

7.5.1934-25.11.1934 Bruder Simon Stanger zur Hachschara in Altkarbe

1935 Mitglied der Bundesleitung des Makkabi Hazair/Brith Hazofim im Hechaluz-Zentrum Berlin

Das Lager wird auf Veranlassung des Reichskriegsministers zum 1.8.1936 durch die Staatspolizeistelle Frankfurt/Oder geschlossen, „da es sich in unmittelbarer Nähe zu militärischen Anlagen befindet. … Die Lagerinsassen wurden in das Umschulungslager in Havelberg untergebracht.“

1936 Ausweisung durch die Gestapo

Alija mit einem Arbeiterzertifikat des Hechaluz der Kategorie C/LS

Kibbuznik im Kibbuz Degania

Madrich einer Jugendgruppe im Kibbuz Shiller in Rehovot

20.8.1938 Errichtung des Kibbuz Maayan in einer „Tower and Wall“-Aktion durch Makkabi-Chaluzim

1938 Schlomo Stanger Kibbuznik im von Altkarbe-Chaluzim gegründeten Kibbuz Ma’ayan Zwi

1940-1944 Wirtschaftsleiter in Ma’ayan Zwi

1952-1953 Schatzmeister in Maayan Zwi.

Zahlreiche regionale, nationale und internationale Funktionen; 1939 und 1946 Teilnehmer der Zionistischen Weltkongresse in Genf und Basel

30. 4.1961 Flugreise von Shlomo Stanger zur Schwester Elsie nach New York

Gedenken

Quellen

Hubertus Fischer: Hachschara in der Neumark, Altkarbe, Dragebruch und Heinersdorf, 2018

Deutsche Minderheiten-Volkszählung 1939

https://www.mappingthelives.org

https://yvng.yadvashem.org/index.html?language=de

Peter W. Lande,  Jewish „Training“ Centers in Germany, Manuskript von 1978 im Bestand des Centers for Jewish History

https://digipres.cjh.org/delivery/DeliveryManagerServlet?dps_pid=FL4311316

Veröffentlicht von Franz-Josef Wittstamm

Geboren 31. Mai 1951 in Recklinghausen Gymnasium Petrinum 1961 bis Abitur1970 Studium der Humanmedizin in Bochum Approbation 1981 Promotion1982 Facharzt für Innere Medizin, Kardiologie, Intensivmedizin Im Ruhestand seit 2016

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