Lustig Josef

Josef Lustig

*19.12.1907 in Breslau; ✡ 2.12.1978

Staatsangehörigkeit deutsch

Religion jüdisch

Vater Gustav Tuwia Lustig *12.4.1878 Lacko; ✡13.4.1942 in Auschwitz

Mutter Salome Rabin(er)sohn *10.11.1884 Piecko; ✡ 1942 in Auschwitz

Geschwister

Max Mordechai Lustig *30.11.1912 in Breslau; ✡2.3.1978 in Gedera; oo Fröhlich

Gisela Golda Lustig *10.7.1921 in Breslau; ✡10.2.2003 in Kfar Sava ; oo Werner Brock

Beruf

Adressen Breslau, Brandenburger Str. 24; Hof Jägerslust bei Flensburg;

Heirat Juni 1937 in Breslau mit Frieda Klarfeld *10.6.1905 in Breslau

Kinder

Tirza Lustig *1939; 1939

Tsivija Lustig *3.1.1941

Shimon Lustig; oo Pippingsköld

Weiterer Lebensweg

Volksschule; Gymnasium, verm. bis zur mittleren Reife

Mitglied im Wanderbund Blau-Weiss in Breslau

1933 stellt er seinen Plan, nach Palästina auszuwandern, auf Wunsch der Leitung zurück

17.2.1934 Fremden-Passausstellung in Breslau

Hachschara-Lehrgut Jägerslust bei Flensburg

1936/37 Josef Lustig zur Hachschara in das Lehrgut Jägershof bei Flensburg

Der Hof gehörte der Familie von Käthe und ihrem Sohn Alexander Wolff (1891-1984); er war mit 77 Hektar der zweitgrößte in der Region Flensburg

Herbst 1934 Beginn der Hachschara-Ausbildung mit 12 Praktikanten; bis 1938 wurden hier etwa 100 Chawerim ausgebildet.

1935 kommt Jitzchak Skedi (1912-1982) als Sjalach des Kibbutz Givat Hashlosha auf den Hof, um Hachschara und Alija-Aktivitäten zu unterstützen.

1936 Bau eines Wohnhaus für die männlichen Arbeiter, womit die Kapazität auf 25 erhöht wird

v.l. Alexander Wolff, Erna Weinert, Frau Käte Wolff, Hermann Berger, Gerhard Cheim, Adi Sporn, Josef Lustig; Foto Hausmann
Die Chaluzim in Jägerslust, Josef Lustig zweiter von rechts; vorn mittig Adi Sporn

20.2.1937 Passverlängerung in Flensburg

24.7.1937 Ausreise über Warnemünde nach Gedser Dänemark

2.2.1938 Passverlängerung in Kopenhagen

1938 Josef und Frieda Lustig zur Einzelhachschara in Sjaelland

Alija

24.1 1939 Josef und Frieda Lustig ab Marseille auf der SS CHAMPOLLION nach Haifa mit einem Arbeiterzertifikat des Hechaluz der Kategorie C/LS und Frieda als Ehefrau

6.4.1943 Einbürgerung in Palästina

Minderheiten-Volkszählung

17.5.1939 beide Eltern in Breslau, Brandenburger Str. 24

Deportation

13.4.1942 beide Eltern auf de Transport von Breslau nach Izbica

Nachkriegszeit

Eintritt von Josef Lustig in die Hagannah;

Black Sabbath

29.6.1946 „Black Sabbath“, „Operations Agatha und Broadside“ der Briten gegen die Anschläge des PALMACH und der HAGANAH; eine britische Fallschirmjägereinheit stürmt den Kibbuz Afikim, Palmach und Haganah-Männer unter Kommandant Zwi Tzur (Chera) werden verhaftet und in das britisches Internierungslager Rafah gebracht; zu den 2500 Verhafteten  gehört auch Josef Lustig Nach sechs Monaten kann er wieder in den Kibbuz Jagur zurück.

Gedenken

Quellen

http://danielabraham.net/tree/related/hachshara/

https://www.statistik-des-holocaust.de/OT420413_25.jpg

https://www.statistik-des-holocaust.de/OT411027-Wuppertal2.jpg

https://collections.yadvashem.org/de/names/9320650

https://www.mappingthelives.org

Deutsche Minderheiten-Volkszählung 1939

Staatsarchiv Israel, Mandat zur Einbürgerung in Palästina, 1937-1947

https://yvng.yadvashem.org/index.html?language=de

Peter W. Lande,  Jewish „Training“ Centers in Germany, Manuskript von 1978 im Bestand des Centers for Jewish History

https://digipres.cjh.org/delivery/DeliveryManagerServlet?dps_pid=FL4311316
https://collections.arolsen-archives.org/de/document/4092136

Veröffentlicht von Franz-Josef Wittstamm

Geboren 31. Mai 1951 in Recklinghausen Gymnasium Petrinum 1961 bis Abitur1970 Studium der Humanmedizin in Bochum Approbation 1981 Promotion1982 Facharzt für Innere Medizin, Kardiologie, Intensivmedizin Im Ruhestand seit 2016

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