Max Löwenstein
*24.9.1915 in Diemerode; ✡ ? Argentinien
Staatsangehörigkeit deutsch
Religion jüdisch
Vater Isaak Löwenstein *26.7.1884 in Diemerode; ✡ 5.3.1939 in Diemerode
Heirat der Eltern 3.5.1912 in Guxhagen
Mutter Jenny Katz *5.7.1886 in Guxhagen; ✡ 20.8.1937
Großvater Moses Löwenstein in 5.2.1845; ✡20.10.1933 in Diemerode
Großmutter Esther Nussbaum *16.1.1842 in Baumbach; ✡11.10.1916
Geschwister
Blanka Löwenstein *11.7.1913 in Diemerode; ✡ ? Argentinien
Leonhard Löwenstein *5.7.1914 in Diemerode; ✡ ? Argentinien
Siegfried Löwenstein *10.1.1918 in Diemerode; 31.1.1918 in Diemerode
Siegbert Löwenstein *18.11.1919 in Diemerode; ✡ ? Argentinien
Regina Löwenstein in Diemerode
Onkel Siegfried Katz 15.4.1894 in Guxhagen; ✡ Juli 1969 in New York
Tante Gella Wolf *4.9.1893 in Aurich; März 1974 in New York
Cousin Kurt Katz *12.4.1921 in Hoof, Schauenburg, Kassel; ✡10.4.2001 Coconut Creek, Florida
Beruf Landarbeiter
Adressen Diemerode, Dorfstraße 14; Gut Winkel, Spreenhagen;
Heirat ?
Kinder ?
Weiterer Lebensweg
20.8.1937 Tod der Mutter Jenny Löwenstein in Diemerode
5.3.1939 Tod des Vaters Isaak Löwenstein in Diemerode, Haus Nr. 14; Anzeigender beim Standesamt Berneburg ist Sohn Siegbert
Überseegruppenwanderer Lehrgut Groß Breesen
Mai 1936 Eröffnung des nichtzionistischen Übersee-Gruppenwanderer Lehrgutes Groß Breesen; im Gegensatz zu anderen Lagern ist Groß Breesen nicht an jüdische Organisationen gebunden, war jedoch stark geprägt vom Centralverein deutscher Staatsbürger jüdischen Glaubens (C.V., assimiliert, liberal, national)
1936-1939 Curt „Bo“ Bondy Lagerleiter und pädagogischer Leiter, auf Bitten von Leo Baeck; von vielen ‚Groß-Breesenern‘ wurde er als charismatische Persönlichkeit, der sie viel zu verdanken haben, verehrt. Unterstützt wurde er von Ernst Cramer, einem älteren Praktikanten.
Leiter der landwirtschaftlichen Ausbildung war Oberinspektor Erwin Scheier, dessen Frau Ruth oblag die Hauswirtschaft, Tischlermeister Max Kiwi die Schreinerei.
Max Löwenstein zur Hachschara im Lehrgut Groß-Breesen, Zeitpunkt unbekannt
Gut Winkel
Siegbert Löwenstein zur Hachschara in Gut Winkel, Spreenhagen
Gut Winkel bestand als Lehrgut Schocken ab 1933 in Trägerschaft der zionistischen Jugendbünde; Lagerleiter war Martin Gerson vom Januar 1933 bis zwangsweisen Aufgabe von Gut Winkel am 19. Juni 1941; Hauswirtschaftsleiterin war seine Frau Bertel.
Minderheiten-Volkszählung
17.5.1939 Siegbert Löwenstein mit den Geschwistern Blanka und Leonhard in Diemerode, Dorfstraße 14
Emigration
28.9.1939 Siegbert Löwenstein abgemeldet aus Diemerode nach Argentinien, zusammen mit den Geschwistern Blanka und Leonhard
Max Löwenstein vermutlich schon vor 1939 nach Argentinien emigriert.
Keine weiteren Daten
Nachkriegszeit
Gedenken
Quellen
https://victims.auschwitz.org/victims
Staatsarchiv Israel, Israel, Einwanderungslisten
Deutsche Minderheiten-Volkszählung 1939
https://www.mappingthelives.org
Genealogie Webseite My Heritage
http://luckauer-juden.de/hachschara.html#B
https://collections.yadvashem.org/en/documents/3655863
https://yvng.yadvashem.org/index.html?language=de
Peter W. Lande, Jewish „Training“ Centers in Germany, Manuskript von 1978 im Bestand des Centers for Jewish History
https://digipres.cjh.org/delivery/DeliveryManagerServlet?dps_pid=FL4311316