
Hans Eisner
*21.1.1921 Hindenburg; ✡ 28.2.1950 in Davos

Staatsangehörigkeit staatenlos
Religion jüdisch
Vater Hermann Eisner *7.5.1890 in Antonienhütte; ✡vor 1945, unbekannt
Heirat der Eltern 1920 in Hindenburg /Zabrze
Mutter Elfriede Heymann *1.2.1896 in Falkenberg; ✡vor 1945, unbekannt
Geschwister
Walter Eisner *21.3.1924 in Hindenburg; ✡ 1997 Schweden
Alice Eisner (ab Berlin, Kindertransport (?) nach England)
Helene Eisner *6.2.1932 in Hindenburg; ✡vor 1945, unbekannt
Beruf Landarbeiter
Adressen Hindenburg, Kirchstraße 6, Kampfbahnallee 31; Gut Winkel, Spreenhagen
Heirat ledig
Kinder –
Vater Walter war im Ersten WK Kriegsgefangener
Weiterer Lebensweg
1931-1937 im Gymnasium in Hindenburg
Gut Winkel

5.5.1937 Hans Eisner zur Hachschara ins Gut Winkel, Spreenhagen
Gut Winkel bestand als Lehrgut Schocken ab 1933 in Trägerschaft der zionistischen Jugendbünde; Lagerleiter war Martin Gerson vom Januar 1933 bis zwangsweisen Aufgabe von Gut Winkel am 19. Juni 1941; Hauswirtschaftsleiterin war seine Frau Bertel. 1938 wird die Zahl der Belegplätze mit 120 angegeben
10.11.1938 keine Verhaftungen im Novemberpogrom auf Gut Winkel

30.6.1938 Hans Eisner auf der Belegschaftsliste des Gut Winkel;
Hachschara Lehrgut Schniebinchen
Frühjahr 1939 Bruder Walter Eisner zur Hachschara auf Schniebinchen
Minderheitenzählung
17.5.1939 Walter Eisner registriert mit 122 Personen, 109 Chaluzim und Angestellten, registriert in Schniebinchen
17.5.1939 Eltern mit den Geschwistern Walter und Helene Eisner in Hindenburg, Kirchstraße 6
Deventer-Vereniging
8.3.1939 Horst Elias, Hans Eisner, Rolf Rothmann und Werner Hirschfeld aus Gut Winkel zunächst zum Sammellager in Bielefeld und von dort in das Wohnheim der Deventer-Vereniging an der Flugschule Teuge; Eintritt als Palästina Pionier in die Deventer Vereniging tot Vakopleiding, Leiter Ru Cohen.
März bis Dezember1939-1940 Einzelhachschara bei Jan Bosscha in Deurningen
1.12.-27.12.1939 Wohngemeinschaft für „Palestina-pioniers in Weerselo, Gammelke 6 Einzelhachschara
Abgemeldet nach Rheden. Fraterwaard 1 in De Steeg
Onderduiker
Ab 1941/1942 Hans Eisner untergetaucht, im Versteck lebend
Nachkriegszeit
Fortgeschrittene Tuberkulose, TBC

Sanatorium in Appelscha
Sanatorium de ‘Zonnestraal’ in Hilversum
22.8.1949 Hans Eisner im Sanatorium des Hechaluz „Bernina“, Davos
28.2.1950 Tod in Davos
Gedenken
Quellen
Ilana Michaeli und Irmgard Klönne (Hrsg.) Gut Winkel, die schützende Insel: Hachschara 1933-1941 Mitarbeit von Ilka von Cossart, Katharina Hoba und Ulrike Pilarczyk; LIT Verlag; 2007
https://www.joodsmonument.nl/en/page/443978/palestina-pioniers-in-de-gemeente-weerselo
https://victims.auschwitz.org/victims
Ghetto Fighters House Archives
Staatsarchiv Israel, Israel, Einwanderungslisten
Deutsche Minderheiten-Volkszählung 1939
https://www.mappingthelives.org
Genealogie Webseite My Heritage
http://luckauer-juden.de/hachschara.html
https://collections.yadvashem.org/en/documents/3655863
https://yvng.yadvashem.org/index.html?language=de
Peter W. Lande, Jewish „Training“ Centers in Germany, Manuskript von 1978 im Bestand des Centers for Jewish History
https://digipres.cjh.org/delivery/DeliveryManagerServlet?dps_pid=FL4311316