Rothmann Rolf

Rolf Rothmann

*18.3.1921 in Berlin; ✡1.1.1945 in Palästina durch Krankheit

Staatsangehörigkeit deutsch

Religion jüdisch

Vater Eisig Ernst Rothmann *5.1.1890 in Grodeck; ✡ vor 1945 in Polen

Mutter Dorothea Joseph *31.5.1893 in Köslin; ✡ ?

Geschwister

Beruf Landarbeiter

Adressen Berlin, Wilmersdorf, Bleibtreustraße 34/35; Gut Winkel, Spreenhagen; Weerselo, Hasselo Nr 42

Heirat ledig

Kinder –

Weiterer Lebensweg

Eintritt in den Makkabi Hazair

20.8.1936 Ausstellung eines Passes in der polnischen Botschaft Berlin

Gut Winkel

5.5.1937 Rolf Rothmann zur Hachschara ins Gut Winkel, Spreenhagen

Gut Winkel bestand als Lehrgut Schocken ab 1933 in Trägerschaft der zionistischen Jugendbünde; Lagerleiter war Martin Gerson vom Januar 1933 bis zwangsweisen Aufgabe von Gut Winkel am 19. Juni 1941; Hauswirtschaftsleiterin war seine Frau Bertel. 1938 wird die Zahl der Belegplätze mit 120 angegeben

30.6.1938 auf der Belegschaftsliste des Gut Winkel;

Polenaktion

28.10.1938 Vater Eisig Rothmann abgeschoben nach Zbaszyn

28.10.1938 die Chaluzim mit polnischem Pass bleiben in Gut Winkel von der Abschiebung verschont

10.11.1938 keine Verhaftungen im Novemberpogrom auf Gut Winkel

2.12.1938 Vorläufiger Aufenthalt durch Gestapo Potsdam genehmigt

Deventer-Vereniging

8.3.1939 Horst Elias, Hans Eisner, Rolf Rothmann und Werner Hirschfeld aus Gut Winkel zunächst zum Sammellager in Bielefeld und von dort in das Wohnheim der Deventer-Vereniging an der Flugschule Teuge; Eintritt als Palästina Pionier in die Deventer Vereniging tot Vakopleiding, Leiter Ru Cohen.

April 1939 Hummelo,

April 1939 Hoog en Keppel Nr C 51

Februar 1940 in Rheden, Brinkweg 32

April 1941 bis Januar 1943 zur Einzelhachschara auf dem Hof ‚De Koekoek‘ der Familie ter Haar Hasselo nr. 42 zusammen mit Siegfried Jacobs

Seine gefälschte Papiere lauten auf dem Namen“Robert Vallinga“.

1943 Hennie Smies-Vallinga bringt ihn bei Tilburg über die Grenze nach Belgien

Mit Hilfe des Netzwerks von Max Windmüller durch Frankreich nach Toulouse

Pyrenäen-Passage

5.-10. 4.1944 Überquerung der Pyrenäen mit u.a. Emil Windmüller, Werner Hirschfeld, Heinz Moses, Fritz Siesel, Moshe Kohn, Friedel.

Zunächst in Lerida festgesetzt, als dann die über zwanzigjährigen in das Internierungscamp Miranda gebracht werden soll, flieht die Gruppe nach Barcelona

Alija auf der SS GUINEE

Oktober 1944 erhielten die Palästina-Pioniere in Spanien von der britischen Mandatsregierung erteilte Einwanderungszertifikate für Palästina. 

55 Hechaluz Mitglieder gingen am 27. Oktober 1944 in Cadiz an Bord des Schiffes „Guinée“ und erreichten am 4. November den Hafen von Haifa.

Seit Mai 1943 soll insgesamt 150 Palästina-Pionieren die Flucht aus den Niederlanden über Belgien bis Frankreich geglückt sein. Etwa 80 von ihnen überquerten in von der Toulouser Sektion der AJ organisierten Gruppen seit Februar 1944 die Pyrenäen und gelangten von Spanien aus in das unter britischem Mandat stehende Palästina

27.10.-4.11.1944 Rolf Rothmann mit Arbeiter-Zertifikat des Hechaluz der Kategorie C/LS von Cadiz nach Haifa; Internierung im britischen Camp Athlit

14.11.1944 Entlassung der Chaluzim aus dem britischen Camp Athlit

1.1.1945 Rolf Rothmann stirbt nach kurzer heftiger Krankheit

Quellen

https://collections.arolsen-archives.org/de/document/11208359

Ghetto Fighters House Archives

Ilana Michaeli und Irmgard Klönne (Hrsg.) Gut Winkel, die schützende Insel: Hachschara 1933-1941 Mitarbeit von Ilka von Cossart, Katharina Hoba und Ulrike Pilarczyk; LIT Verlag; 2007

https://victims.auschwitz.org/victims

Staatsarchiv Israel, Israel, Einwanderungslisten

Deutsche Minderheiten-Volkszählung 1939

https://www.mappingthelives.org

Genealogie Webseite My Heritage

http://luckauer-juden.de/hachschara.html

https://collections.yadvashem.org/en/documents/3655863

https://yvng.yadvashem.org/index.html?language=de

Peter W. Lande,  Jewish „Training“ Centers in Germany, Manuskript von 1978 im Bestand des Centers for Jewish History

https://digipres.cjh.org/delivery/DeliveryManagerServlet?dps_pid=FL4311316

Veröffentlicht von Franz-Josef Wittstamm

Geboren 31. Mai 1951 in Recklinghausen Gymnasium Petrinum 1961 bis Abitur1970 Studium der Humanmedizin in Bochum Approbation 1981 Promotion1982 Facharzt für Innere Medizin, Kardiologie, Intensivmedizin Im Ruhestand seit 2016

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