Schalit Rosa

Rosa Schalit

*10.2.1917 in Chemnitz; ✡ 2.9.2006 Israel;

Staatsangehörigkeit staatenlos

Religion jüdisch

Vater Max Meir Schalit *24.11.1884 in Dünaburg; ✡ 6.3.1940 in Sachsenhausen

Mutter Sara Hinda Schaffer *15.12.1888; ✡ ? vor 1941

Geschwister

Albert Uri Schalit *21.5.1922 in Chemnitz

Sina Schalit*13.5.1920 in Grodek, Sachsen; ✡ März 1943 Auschwitz; oo Erich Israel Maas *3.9.1921 in Koblenz; ✡ 1943 in Auschwitz

Beruf –

Adressen Chemnitz, Louis-Hermsdorf-Straße 7 III.;

Heirat oo  Marcel Mayer *1910 in Chemnitz

Kinder ?

Weiterer Lebensweg

Eintritt in den Hechaluz, Ortsgruppe Chemnitz

Dezember 1934 auf der Liste der Hechaluz Ortsgruppe „Snif“, Gruppe 2

Alija

8.9.1935 Einreise von Rosa und Marcel Mayer auf der SS PATRIA in Haifa mit Arbeiterzertifikaten des Hechaluz der Kategorie C/LS

Polenaktion

28.10.1938 Von der Ersten Polenaktion mit Abschiebungen nach Zbaszyn bleibt die Familie Schalit wegen Staatenlosigkeit verschont.

Minderheiten-Volkszählung

17.5.1939 Sina Schalit mit Vater Meir in Chemnitz, Louis-Hermsdorf-Straße 7 III.

Zweite Polenaktion

Im Laufe des Jahres 1939 war es weiterhin zu zahlreichen Ausweisungen polnischer Juden gekommen: Jedoch nach dem Überfall der Deutschen Wehrmacht auf Polen wurden Anfang September auf Befehl des Chefs der Sicherheitspolizei Reinhard Heydrich reichsweit systematisch die Rückkehrer und bisher nicht erfassten polnischen Juden sowie auch die Funktionäre polnischer Verbände verhaftet und in den Konzentrationslagern Buchenwald, Dachau und Sachsenhausen interniert

7.9.1939 Anweisung des RSHA. Alle polnischstämmigen Juden und Funktionäre polnischer Verbände als feindliche Ausländer zu verhaften.

7.9.1939 FS-Erlass des Chefs der Sicherheitspolizei (SD) Himmler

7-9.9.1939 Anordnung per Funkspruch Juden mit polnischen Wurzeln als feindliche Ausländer zu verhaften

September 1939 Verhaftung des Vaters in Chemnitz

19.2.1940 Einweisung des Vaters in das KL Sachsenhausen

6.3.1940 Tod des Vaters im KL Sachsenhausen

Lehrgut Ellguth

Sina Schalit zur Hachschara ins Lehrgut Ellguth

1.4.1940 Ausstellung eines Fremdenpass für Sina Schalit in Falkenberg

Gut Winkel

1940 Schwester Sina Schalit zur Hachschara nach Gut Winkel, Spreenhagen

Gut Winkel bestand als Lehrgut Schocken ab 1933 in Trägerschaft der zionistischen Jugendbünde; Lagerleiter war Martin Gerson vom Januar 1933 bis zwangsweisen Aufgabe von Gut Winkel am 19. Juni 1941; Hauswirtschaftsleiterin war seine Frau Bertel. 1938 wird die Zahl der Belegplätze mit 120 angegeben.

Auschwitz

1.3.1943 Schwester Sina und Erich Maas aus Gut Winkel auf dem 31. Osttransport mit 3222 Juden von Berlin nach Auschwitz; unter den 19 Chawerim sind 8 Ehepaare

Nachkriegszeit

Gedenken

Quellen

https://apps.bundesarchiv.de/gedenkbuch/en963546

Ilana Michaeli und Irmgard Klönne (Hrsg.) Gut Winkel, die schützende Insel: Hachschara 1933-1941 Mitarbeit von Ilka von Cossart, Katharina Hoba und Ulrike Pilarczyk; LIT Verlag; 2007

https://victims.auschwitz.org/victims

Staatsarchiv Israel, Israel, Einwanderungslisten

Deutsche Minderheiten-Volkszählung 1939

https://www.mappingthelives.org

Genealogie Webseite My Heritage

http://luckauer-juden.de/hachschara.html

https://collections.yadvashem.org/en/documents/3655863

https://yvng.yadvashem.org/index.html?language=de

Peter W. Lande,  Jewish „Training“ Centers in Germany, Manuskript von 1978 im Bestand des Centers for Jewish History

https://digipres.cjh.org/delivery/DeliveryManagerServlet?dps_pid=FL4311316

Veröffentlicht von Franz-Josef Wittstamm

Geboren 31. Mai 1951 in Recklinghausen Gymnasium Petrinum 1961 bis Abitur1970 Studium der Humanmedizin in Bochum Approbation 1981 Promotion1982 Facharzt für Innere Medizin, Kardiologie, Intensivmedizin Im Ruhestand seit 2016

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