Werner Wolf Benjamin
*20.1.1910 in Duisburg ; ✡ 23.10.1977 USA
Staatsangehörigkeit deutsch
Religion jüdisch
Vater Benjamin Berthold Benjamin *15.11.1878 in Aschendorff; ✡ Izbica vor 1944
Heirat der Eltern 11.8.1907 in Duisburg
Mutter Selma Kann *12.3.1881 in Duisburg; ✡ Izbica vor 1945
Geschwister
Hans-Josef Benjamin *20.5.1908 in Duisburg ; ✡ 10.8.1986 in Richmond
Kurt Benjamin *8.4.1922 in Duisburg; ✡ Izbica vor 1945
Cousins
Ernst Isaacson *8.9.1914 in Moers; ✡10.12.1999 in Tel Aviv
Heinz-Josef Isaacson *8.9.1914 in Moers; ✡21.8.1940 in Palästina
Beruf landwirtschaftlicher Praktikant
Adressen Duisburg Ruhrort, Landwehrstraße 21; Gut Skaby Friedersdorf;
Heirat ledig
Kinder
Weiterer Lebensweg
Nach Besuch der Volksschule Gymnasium in Meiderich, heute Max-Planck-Gymnasium Er machte eine kaufmännische Lehre
1937 Vater Benjamin Vorsitzender der SG Ruhrort
9/10.11.1938 Novemberpogrom
SA-Mob zertrümmert Schaufensterscheiben und Einrichtung des Hutgeschäftes, plündert das Warenlager verwüstet die Privatwohnung
Inhaftierung von Werner Benjamin im KL Sachsenhausen; Häftlingsnummer 11557

23.12.1938 Entlassung von Werner Benjamin aus dem KL Sachsenhausen
Dänemark
1939 Emigration von 500 garantierten Jugendlichen nach Dänemark zur Hachschara auf einzelnen Bauernhöfen
23.3.1939 Werner Benjamin zur Hachschara nach Dänemark

5.11.1940 Werner Benjamin inGislev-Ellested, Gudme, Svendborg bei dänischem Census
9.4.1940 Einmarsch der Deutschen in Dänemark; Dänemark bleibt in Teilen autonom bis zum Oktober 1943
Ausnahmezustand in Dänemark 1943
29.8.1943 Die deutschen Besatzer verkünden den „Ausnahmezustand“ wegen zunehmender Widerstandaktionen
17.9.1943 Adolf Hitler befiehlt die Endlösung für die Juden in Dänemark
September 1943 Anordnung von Werner Best, SS-Obergruppenführer und Generalbevollmächtigter für Dänemark
„Die Festnahme der zu evakuierenden Juden erfolgt in der Nacht vom 1. zum 2.10.43. Der Abtransport wird von Seeland zu Schiff (ab Kopenhagen), von Fünen und Jütland mit der Bahn Sonderzug durchgeführt“.
28.9.1943 der deutsche Diplomat Georg Ferdinand Duckwitz verrät die geplante Deportation bei einem Treffen mit dänischen Sozialdemokraten.
Oktober 1943 7700 Juden können sich mit Hilfe der dänischen Bevölkerung in einer Massenflucht über den
Øresund (Ostsee) nach Schweden retten.
Das Hachschara-Gut Skaby in Friedersdorf
1939 Bruder Kurt Benjamin zur Hachschara auf Gut Skaby
Das Hachschara- Lager auf Gut Skaby in Friedersdorf, Kreis Beeskow bestand ab der Einrichtung im Mai 1939 für 40 Chawerim bis zur Auflösung am 27.2.1943 in der reichsweiten „Fabrikaktion“; alle noch in Arbeitslagern und kriegswichtigen Betrieben beschäftigten „Volljuden“ werden verhaftet und in Konzentrationslager nach Auschwitz und ins „Generalgouvernement“ deportiert, so auch in den benachbarten Lagern Gut Winkel und Groß Breesen.

7.3.42 eine Gruppe von acht Chaluzim verlässt Gut Skaby bei Friedersdorf zur Hachschara ins Landwerk Neuendorf im Sande,: Harry Knopf (Madrich?), Bernhard Rausnitz, Walter Salomon, Günter Steinweg, Ursula Kuttner, Hilde Levy, Cilli Scher, Hanna Stern
Wegen der anstehenden Auflösung und der angekündigten Deportation der Eltern Rückkehr nach Duisburg
22.4.1942 Kurt Benjamin mit den Eltern auf dem Transport Düsseldorf ins Ghetto Izbica
Nachkriegszeit


Oktober 1945 Werner Benjamin auf der Mitgliederliste des Hechaluz „Alte Chaluzim“
Werner Benjamin in Tåstarps Förs Kristianstad Län
3.1.- 1947 Werner Benjamin von Göteborg auf der SS GRIPSHOLM nach New York; er geht zu Bruder Harry auf die Curles Neck Farm-C/O. Gold R., Richmond, Virginia

2.4.1947 Erfassung für die US Army
Gedenken
1.7.1999 Pages of Testimony für Kurt Benjamin und die Eltern von Tante Erika Bacher-Kann
Drei Stolpersteine für Benjamin und seine Eltern in Duisburg Ruhrort, Fabrikstraße 28
Quellen
Courage to Act: Rescue in Denmark
Volkszählung in Dänemark von 1940
https://www.bundesarchiv.de/gedenkbuch/de839624
https://www.bundesarchiv.de/gedenkbuch/de839553
https://www.bundesarchiv.de/gedenkbuch/de839671
https://collections.arolsen-archives.org/de/document/4092114
https://kirche-duisburg.de/wp-content/uploads/2021/04/Stolpersteine_1.pdf
https://www.statistik-des-holocaust.de/OT420422-3.jpg
https://blha-recherche.brandenburg.de/detail.aspx?ID=2183926
https://www.mappingthelives.org
Deutsche Minderheiten-Volkszählung 1939
Staatsarchiv Israel, Mandat zur Einbürgerung in Palästina, 1937-1947
https://yvng.yadvashem.org/index.html?language=de
Peter W. Lande, Jewish „Training“ Centers in Germany, Manuskript von 1978 im Bestand des Centers for Jewish History
https://digipres.cjh.org/delivery/DeliveryManagerServlet?dps_pid=FL4311316