Gerhard Gerd Georg Littwitz
*30.8.1924 in Berlin; ✡30.9.1944 in Auschwitz
Staatsangehörigkeit deutsch
Vater Georg Littwitz *20.8.1889 in Berlin; ✡3.10.1944 in Auschwitz
Mutter Adelheid Helene Löwenheim *21.5.1899 in Tilsit; ✡6.10.1944 in Auschwitz
Großmutter Charlotte Littwitz geb. Nachschön *24.11.1866 in Kempen; ✡ 7.7.1944 in Auschwitz
Onkel Ludwig Littwitz *11.9.1891 in Berlin; ✡7.7.1944 in Auschwitz
Geschwister –
Helga Charlotte Adelheid Littwitz *17.5.1938 in Zaandam; ✡6.10.1944 in Auschwitz
Beruf Schüler

Adressen Berlin, Prinzenallee 54/56, Wolliner Straße 41; Zaandam, Beethovenstraat 15;
Heirat –
Kinder –
Weiterer Lebensweg
12.2.1937 Emigration der Familie
Kamp Westerbork
19.1.1942 Familie Littwitz eingewiesen in das Vluchtelingenkamp Westerbork; sie sind somit „oude kampbewoners“
Exkurs Erna und Josef Weiss

Erna Weiss geb. Falk (*2.7.1893 in Krefeld; ✡6.5.1945 in Tröbitz) und ihr Ehemann Josef „Jupp“ Weiss (*16.5.1893 in Flamersheim; ✡12.9.1976 Jerusalem) waren von 1942 bis zu ihrer Deportation am 14.1.1944 nach Bergen Belsen verantwortlich für die Betreuung der Jugendlichen im Kamp Westerbork.


Als Dank für deren elterliche Fürsorge schrieben die 25 Jungen von Saal 4 diese Karte an Erna Weiss zum Muttertag 1942.
Der erste Massentransport Westerbork-Auschwitz
15.7.1942 Simon Reifen, Leo Verständig, Richard Greif, Leo und Tobias Feigenblatt zusammen mit Cousin Max Rack im ersten Transport ab Westerbork nach Auschwitz; aus dem Lager waren hierfür 100 „Oude kampbewoner“ selektiert worden. In Verkennung der Gefahr vertrat der Hechaluz die Ansicht, die Chaluzim sollten sich für diesen ersten Transport freiwillig melden.
Theresienstadt-Auschwitz
18.1.1944 Onkel Ludwig und Großmutter Charlotte Littwitz auf dem Transport XXIV/2 nach Theresienstadt

5.4.1944 Gerhard mit den Eltern und Schwester auf dem Transport XXIV/5 nach Theresienstadt
16.5.1944 Onkel Ludwig und Großmutter Charlotte Littwitz auf dem Transport E a nach Auschwitz
28.9.1944 Gerhard Littwitz auf dem Transport E k Theresienstadt-Auschwitz
1.10.1944 Vater Georg auf dem Transport E l Theresienstadt-Auschwitz
4.10.1944 Mutter Adelheid und Schwester Helga auf dem Transport E n Theresienstadt-Auschwitz
Außenlager DORA
Gerhard Littwitz wird zur Zwangsarbeit selektiert; er bekommt die Auschwitz-Häftlingsnummer B 12501 in den linken Unterarm tätowiert; im September wurden die Nummern B 8204 -12656, im Oktober die Nr. B 12657 -13970 vergeben
7.10.1944 Verlegung in das Lager DORA, registriert im Außenlager DORA des KL Buchenwald; KL Mittelbau Dora bei Nordhausen, V2-Produktion, von dort direkt ins KL-Außenlager von Mittelbau Dora, in die Boelcke-Kaserne in Nordhausen; Dora-Mittelbau war Außenlager des KZ Buchenwald Sommer 1943-Oktober 1944, dann eigenständiges Konzentrationslager
3.4.1945 fataler Luftangriff der Allierten auf die Boelcke-Kaserne mit 1000 Toten und 2000 weiteren in den nächsten Wochen
Tod von Gerhard Littwitz vermutlich nach dem alliiertem Luftangriff vom 3.4.1945
11.4.1945 Befreiung von Nordhausen durch US-Truppen (3rd Armored Division, 104th Infantry Division, 9th Infantry Division)
Gedenken
Quellen
Josef Weiss Collection, Archiv Ghetto Fighters House
https://apps.bundesarchiv.de/gedenkbuch/de1109447
https://apps.bundesarchiv.de/gedenkbuch/de1133224
https://collections.arolsen-archives.org/de/document/11216117
Niederlande, Bevölkerungsregister, 1810-1936; Bron: boek, Deel: 146, Periode: 1912-1938
https://www.oorlogsbronnen.nl/mensen?personterm=Ontruiming%20Joods%20Werkdorp%20Wieringermeer
https://apps.bundesarchiv.de/gedenkbuch/de
https://www.mappingthelives.org
Deutsche Minderheiten-Volkszählung 1939
Staatsarchiv Israel, Mandat zur Einbürgerung in Palästina, 1937-1947
https://yvng.yadvashem.org/index.html?language=de
Peter W. Lande, Jewish „Training“ Centers in Germany, Manuskript von 1978 im Bestand des Centers for Jewish History
https://digipres.cjh.org/delivery/DeliveryManagerServlet?dps_pid=FL4311316
Genealogie Website My Heritage