Rika de Vries
*1.6.1913 in Lochem; ✡ 10.7.1975 in Hadar‘am
Staatsangehörigkeit –
Religion jüdisch
Vater Nathan de Vries *26.12.1872 in Neede; ✡23.7.1943 in Sobibor
Heirat der Eltern 30.10.1901 in Borculo
Mutter Heintje Leverpoll*6.4.1878 in Borculo; ✡23.7.1943 in Sobibor
Geschwister sechs
Manuel, Rika, Simon, Rosette, Salomon, Aaltje de Vries
Beruf Landwirtschaftliche Praktikantin; Hauswirtschafterin; Wirtschaftsleiterin
Adressen ; Catharinahoeve in Gouda
Heirat 22.1.1941 in ASD Arnold Mansfeld * in Enschede: 14.4.2001 in Herzlya
Kinder drei
Chaim Nathan Mansfeld *6.10.1946 Amsterdam ; ✡27.2.2006 in Tel Aviv
Nathan Mansfeld *6.10.1947? Groningen ; ✡ ?
Weiterer Lebensweg
1924-1929 Arnold Mansfeld in Gelsenkirchen
Hachschara-Jeugdfarm Catarinahoeve in Gouda
4.4.1940 Rika de Vries abgemeldet aus Amsterdam zur Hachschara nach Gouda
Das ab Oktober 1937 bestehende Hachscharalager Catharinahoeve in Gouda wurde möglich
durch eine testamentarische Schenkung in Höhe von 80000 Gulden Hfl
von Catharina van Zon. Die Jeugdfarm diente der Mittleren Hachschara für 14-17-Jährige zur Vorbereitung auf die Alija.
Robert Levisson übernahm die Funktion des Sekretär des Vorstandes, dem auch Frau A. Vroman angehörte, Mutter des Dichters und Biologen Leo Vroman.
Die Leitung der Gruppe lag bei dem Ehepaar Dr. Manfred Litten und Shoshana Jansje Litten-Serlui zuvor Danzig. Als Betriebsleiter eingestellt war zunächst Herrn Knol, dem Henk de Raaf und Franz Man zur Seite gestellt wurden. Nachbar Dirk van Schaik half als Vorarbeiter.
Ab 1940 lag die Verantwortung bei der Joodse Centrale voor Beroepsopleiding JCB.
22.1.1941 Heirat in Amsterdam mit Arnold Mansfeld

24.1.1941 erneut in Amsterdam gemeldet mit Ehemann Arnold

Rika arbeitet als Wirtschaftsleiterin im Krankenhaus
Durch eine vom Krankenhaus Gouda angeordnete Quarantäne wegen einzelner stationär behandelter Durchfallerkrankungen als Ausdruck einer Dysenterieendemie im Lager können die für April vorgesehenen Deportationen noch für acht Wochen aufgehalten werden. Shoshana Litten sucht entgegen der Anweisung der Vorstandsvorsitzenden für die Chaluzim Versteckplätze. Daraufhin tauchen viele unter.
Auch das Ehepaar Mansfeld geht ins Versteck und überlebt so die Besatzungszeit.
Kamp Westerbork
Das im Oktober 1939 von den niederländischen Behörden eröffnete Vluchtelingenkamp Westerbork in Drenthe wurde am 1. Juli 1942 von der SS als „Polizeiliches Judendurchgangslager“ übernommen. Es diente fortan der Erfassung, der Internierung und als Abgangsort der Massentransporte aus den Niederlanden nach Auschwitz und Sobibor sowie 1944 ins Sternlager Bergen-Belsen und nach Theresienstadt. Zunächst erfolgten die Deportationen von der Station Hooghalen aus, bevor im November 1942 das Kamp an das Gleisnetz angeschlossen wurde.
25.5.1943 Einweisung der Eltern ins Kamp Westerbork

20.7.1943 beide Eltern deportiert von Westerbork nach Sobibor
Nachkriegszeit
Gedenken
–
Quellen
https://archief.amsterdam/indexen/persons?ss=%7B%22q%22:%22Arnold%20Mansfeld%22%7D
https://archief.amsterdam/indexen/persons?ss=%7B%22q%22:%22Vries%20de%20Rika%201913%22%7D
https://www.archiefhond.nl/nt/Gda/joodsepersonenGouda.pdf
https://www.myheritage.de/research
https://collections.arolsen-archives.org/de/document/5058528
https://collections.arolsen-archives.org/de/document/130394264
Kelly Bauer, Syds Wiersma, Kibboets op de Klei, Fries Film Archief Leeuwarden, 2020
Auke Zeldenrust, Kibboets op de Klei, Boom, 2020
Morris Schnitzer, My three selves, a memoir, Lugus, Toronto, 2002
Hannelore Grünberg-Klein, Zolang er nog tranen zijn, Nijgh & Van Ditmar, 2015
Mirjam Pinkhof, De Jeugdalijah van het Paviljoen Loosdrechtsche Rade, 1998
Frans van der Straaten, Om nooit te vergeten. Herinneringen en belevenissen aan/van Palestina-Pioniers in Nederland gedurende de oorlogsjaren 1939-1945
https://collections.yadvashem.org/en/documents/3655767
https://www.gfh.org.il/eng/Archive
Staatsarchiv Israel, Mandat zur Einbürgerung in Palästina, 1937-1947