Levy Hertha

Hertha Levy

*12.12.1912 in Altkarbe (JJNN); ✡ ?;

Staatsangehörigkeit deutsch

Religion jüdisch

Vater Siegmund Levy *13.11.1874 in Altkarbe; ✡ Brasilien

Mutter Eugenia Wegwitz *17.11.1882 in Altkarbe; ✡ ? Brasilien

Großeltern Isidor und Dorata Levy

Großeltern Heinrich und Alwine Wegwitz

Geschwister

Else Levy *7.4.1910 in Altkarbe (JJNN); 1953; oo Wilhelm Brüll (*18.2.1910)

Gertrud Levy *26.6.1911 in Altkarbe; ✡ ?; oo Hohensee (Nichtjude)

Alfred Levy *12.1.1917 in Altkarbe; ✡ ?;

Beruf

Adressen Altkarbe bei Friedeberg;

Heirat Saul Münz *27.10.1912 in Osnabrück

Kinder

Abraham Arthur Münz *4.3.1935 in Petah Tikwah

Weiterer Lebensweg

Landwerk Altkarbe

Vater Siegmund ist Landwirt in Altkarbe und ermöglicht Jugendlichen eine Hachschara auf seinem Hof

Hachschara auf dem Hof des Vaters Altkarbe in der Neumark, heute Polen zwischen 1933 und 1936 auf dem Gut Obermühle des jüdischen Landwirts Siegmund Levy. Die Chaluzim kamen zumeist aus dem Makkabi Hazair.

1935 eine Makkabi Gruppe geht nach Palästina

Das Lager wird auf Veranlassung des Reichskriegsministers zum 1.8.1936 durch die Staatspolizeistelle Frankfurt/Oder geschlossen, „da es sich in unmittelbarer Nähe zu militärischen Anlagen befindet. … Die Lagerinsassen wurden in das Umschulungslager in Havelberg untergebracht.“

21.12.1933 Ausstellung eines Fremdenpass für Saul Münz in Friedeberg

3.4.1934 Ausstellung eines Fremdenpass für Herta Münz geb. Levy in Friedeberg

23.4.1934 Einreise von Hertha mit Ehemann Saul Münz von Triest nach Haifa mit Arbeiterzertifikat des Hechaluz der Kategorie C/LS

4.3.1935 Geburt des Sohnes Abraham in Petah Tikwah

Minderheiten-Volkszählung

17.5.1939 Wilhelm Brüll und Else Levy im Gut Winkel

17.5.1939 Schwester Gertrud mit Ehemann Karl Hohensee und Tochter Ruth in Altkarbe, Friedeberger Straße

11.1.1939 Emigration der Eltern, Einreise nach Rio de Janeiro

Gut Winkel

Wilhelm Brüll und Else Levy zur Hachschara ins Gut Winkel, Spreenhagen

Gut Winkel bestand als Lehrgut Schocken ab 1933 in Trägerschaft der zionistischen Jugendbünde; Lagerleiter war Martin Gerson vom Januar 1933 bis zwangsweisen Aufgabe von Gut Winkel am 19. Juni 1941; Hauswirtschaftsleiterin war seine Frau Bertel.

1938 wird die Zahl der Belegplätze mit 120 angegeben.

Im Novemberpogrom 1938 wurde Gut Winkel nicht überfallen.

17.5.1939 Wilhelm Brüll und Else Levy im Gut Winkel

Bei der Minderheitenvolkszählung am 17. Mai 1939 wurden 210 jüdische Bewohner erfasst.

Im September 1939 ist Else Levy noch auf der Belegungsliste von Gut Winkel geführt

Landwerk Ahrensdorf

sommer1939 Wilhelm und Else Brüll wechseln in das Landwerk Ahrensdorf

Alija beth auf der SS HILDA – Sonderhachschara 2

12.10.1939 Bahnfahrt von Wilhelm und Else Brüll von Berlin über Frankfurt und Passau nach Wien; die zweite Hälfte des Transportes kam von Breslau nach Wien

14.10. 1939 Ankunft in Wien, über die Schwarzmeerroute Bratislava, Budapest, Belgrad, Bukarest

6.11.1939 Ankunft in Sulina, Schwarzmeer-Hafen

26.11.1939 Abfahrt mit 729 Passagieren auf der SS HILDA

15.1.1940 hinter den Dardanellen von britischer Marine gestoppt und geentert

22.1.1940 Ankunft vor der Dreimeilen-Zone vor Haifa

24.1.1940 Britische Mandatsbehörden verweigern die Landung

29.1.1940 Ankunft Haifa nach Abschluss von Verhandlungen zwischen Sochnut (Jewish Agency) und britischer Mandatsregierung

29.1.1940 Wilhelm und Else Brüll mit Bussen in das Internierungslager nach Athlit verbracht

18.2.1940 Entlassung der Frauen aus dem Lager

29.7.1940 Entlassung der Männer aus dem Lager Athlit

31.7.1947 Einbürgerung in Palästina

Gedenken

Quellen

https://collections.arolsen-archives.org/de/document/71650449

https://apps.bundesarchiv.de/gedenkbuch/de849021

https://apps.bundesarchiv.de/gedenkbuch/de849030

https://apps.bundesarchiv.de/gedenkbuch/de993627

Deutsche Minderheiten-Volkszählung 1939

https://www.mappingthelives.org

Genealogie Webseite My Heritage

https://yvng.yadvashem.org/index.html?language=de

Peter W. Lande,  Jewish „Training“ Centers in Germany, Manuskript von 1978 im Bestand des Centers for Jewish History

https://digipres.cjh.org/delivery/DeliveryManagerServlet?dps_pid=FL4311316

Veröffentlicht von Franz-Josef Wittstamm

Geboren 31. Mai 1951 in Recklinghausen Gymnasium Petrinum 1961 bis Abitur1970 Studium der Humanmedizin in Bochum Approbation 1981 Promotion1982 Facharzt für Innere Medizin, Kardiologie, Intensivmedizin Im Ruhestand seit 2016

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